„Remove China Apps“: Google nimmt App zum Entfernen von chinesischer Software aus seinem Store

Von 9. Juni 2020 Aktualisiert: 9. Juni 2020 13:03
Die militärischen Spannungen an der Grenze zwischen Indien und China nehmen zu. Im Cyberspace findet gleichzeitig eine andere Art des Kampfs statt. Die indische App „Remove China Apps“ kann chinesische Software erkennen und deinstallieren - Google entfernte diese nun aus seinem Play Store.

Google hat eine beliebte indische App aus seinem Play Store entfernt, die es den Nutzern ermöglichte, chinesische Apps auf ihren Handys zu erkennen und zu deinstallieren, sagte ein Sprecher am 3. Juni.

Die Android-App, passend als „Remove China Apps“ benannt, wurde von dem in Indien ansässigen „OneTouch AppLabs“ entwickelt. Die App hatte in den letzten Wochen in Indien stark an Popularität gewonnen und von Ende Mai bis zum 1. Juni etwa 5 Millionen Downloads gehabt, berichtete „Tech Crunch“. Das Unternehmen „Sensor Tower“ hat die Analyse durchgeführt.

Boykott chinesischer Handy-Apps steigerte die Beliebtheit der App

Die App wurde Ende Mai zu Indiens Top-Trend bei den kostenlosen Apps im Google Play Store. Ihre Beliebtheit wurde auch von der Lage in Indien gesteigert, demnach es einen Aufruf zum Boykott chinesischer Handy-Apps gegeben hat. Grund ist der Grenzstreit zwischen Indien und China.

Die Nutzer von Android-Smartphones konnten mithilfe der App das Herkunftsland einer Software erkennen. Die App lieferte sogar Vorschläge, wie chinesische Apps wie „TikTok“ von ByteDance – welche aufgrund von Überwachungs- und Zensurproblemen verstärkt unter die Lupe genommen wurde – und Alibabas „UC Browse“ entfernt werden können.

Nachdem die Benutzer diese Apps entfernt hatten, erschien die Meldung: „Sie sind fantastisch, keine China-Apps mehr gefunden“.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person teilte „Reuters“ mit, die Software verstoße gegen die Google-Richtlinien. Die Richtlinien verbieten Apps, welche Nutzer dazu verleiten, Apps von Drittanbietern zu entfernen oder zu deaktivieren oder Geräteeinstellungen oder -funktionen zu ändern.

„OneTouch AppLabs“ räumte auf seiner Website ein, dass Google seine mobile Anwendung aus dem Play Store entfernt habe, ging aber nicht näher darauf ein.

„Vielen Dank für Ihre Unterstützung in den vergangenen zwei Wochen. ‚Sie sind fantastisch!‘“, schrieb das Unternehmen auf seiner Website und gab Tipps, wie man die Herkunft von Software ohne seine „Remove China Apps“ selbstständig ermitteln kann.

„TIPP: Es ist einfach, den Ursprung jeder App zu finden, indem man <AppName>Herkunftsland bei Google eingibt. Bleiben Sie dran!! Bleiben Sie sicher!“, so der Hinweis von „OneTouch AppLabs“.

In einer Verzichtserklärung teilte das Unternehmen ebenfalls mit, dass es die Anwendung eigentlich für „Bildungszwecke“ entwickelt hat. Das Unternehmen fördere oder zwänge die Leute nicht, „die Anwendung(en) zu deinstallieren“.

Grenzstreit zwischen Indien und China nimmt zu

Viele Inder und eine Sprecherin der Regierungspartei von Premierminister Narendra Modi haben den Hashtag #BoycottChineseProducts (auf Deutsch in etwa: Boykott von chinesischen Produkten) in sozialen Medien verwendet und die Löschung populärer chinesischer Apps gefordert.

Laut indischen Sicherheitsbeamten und lokalen Medien kommt noch dazu, dass sich indische und chinesische Truppen seit Wochen an drei oder vier Orten im westlichen Himalaja mit tausenden Beteiligten gegenüberstehen – nachdem Pekings Streitkräfte in indisches Gebiet eingedrungen sind.

China bestreitet, die „Line of Actual Control“, die 3.487 Kilometer lange Grenze zwischen beiden Nationen, verletzt zu haben. Die Regierung in China behauptet ebenfalls, es gebe Stabilität in dem Gebiet in der Nähe des Galwan-Flusses und des Pangong-Tso-Sees in den abgelegenen Schneewüsten der indischen Region Ladakh.

US-Außenminister Mike Pompeo und ein hochrangiger Kongressführer kritisierten am 2. Juni das chinesische Regime wegen tyrannischen Verhaltens gegenüber Indien.

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In Kommentaren, welche vom US-Außenministerium veröffentlicht wurden, sagte Pompeo gegenüber der Denkfabrik „American Enterprise Institute“, dass Chinas Verlegung von Truppen an die Kontrolllinie ein ähnlich schwerfälliges Verhalten widerspiegele, wie in Bezug auf den Virusausbruch, das Südchinesische Meer und Hongkong. „Dies ist die Art von Maßnahmen, welche autoritäre Regime ergreifen“, sagte Pompeo.

Der Originalartikel erschien in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von sza)
Originalfassung: Google Pulls Popular Indian App That Claimed to Remove Chinese Software

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Viele bezeichnen ihr berufliches oder soziales Umfeld metaphorisch als „Schlachtfeld“ – doch für die KP China bedeutet es Krieg im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Partei, die die Regierung Chinas stellt, vertritt den Grundgedanken der „uneingeschränkten Kriegsführung“: „Einfach ausgedrückt, Schwarzkopf [Oberbefehlshaber der multinationalen Streitkräfte des Golfkriegs] + Soros + Morris [Schöpfer des Morris-Wurm-Computervirus] + bin Laden? Das ist unsere wahre Karte, die wir ausspielen“, so zwei chinesische Oberste, die „Erfinder“ der „Uneingeschränkten Kriegsführung“.

Der Schlüsselpunkt dazu sind nicht unbedingt die unter Waffen stehenden Streitkräfte, sondern die „Generalisierung von Krieg“ für jeden chinesischen Landesbürger. „Uneingeschränkte Kriegsführung“ meint, dass „alle Waffen und Technologien nach Belieben eingesetzt werden können; was bedeutet, dass alle Grenzen zwischen Krieg und Frieden, zwischen militärischer Welt und ziviler Welt aufgebrochen werden.“

Es werden Methoden verwendet, die sich über Nationen hinweg erstrecken und verschiedene Bereiche benutzen. Finanzmärkte, der Handel, die Medien, internationales Recht, der Weltraum und viele mehr sind potenzielle Schlachtfelder. Zu den Mitteln des Kampfes gehören das Hacken von IT-Systemen, Terrorismus, biochemische Kriegsführung, ökologische Kriegsführung, atomare Kriegsführung, elektronische Kriegsführung, die Verbreitung von Drogen, Geheim- und Nachrichtendienste, Schmuggel, psychologische Kriegsführung, Ideologie, Sanktionen und so weiter. Darum geht es im 18. Kapitel dieses Buches.

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