"Oh, mein Gott! Schau dir das an. Die Erde geht auf. Wow, ist das schön!" (NASA)

Mondlandung hat die Weltsicht verändert

Von 20. Juli 2009 Aktualisiert: 20. Juli 2009 16:14

„Welchen Einfluss die Apollo-Missionen auf das kollektive Bewusstsein der Menschheit haben würden, hatte sich bereits am 24. Dezember 1968 während der Apollo-8-Mission gezeigt, als Frank Borman die Erde hinter dem Mondhorizont aufgehen sah: „Oh, mein Gott! Schau dir das an. Die Erde geht auf. Wow, ist das schön! Zum ersten Mal sahen Menschen Bilder vom Blauen Planeten, aufgenommen aus der Umlaufbahn einer Raumkapsel um einen anderen Himmelskörper. Damit geriet auch die Verletzlichkeit der Erde in den Fokus.“

Das schreibt der deutsche Astronaut Thomas Reiter in der „Technology Review“ beim Rückblick auf die Mondlandung vor 40 Jahren und erinnert sich an seine Kindheit in den 70er Jahren, als Kinder wie er fast alles über die Apollo-Missionen wussten, während heute der Spaziergang im All fast zu den Normalitäten gehört und nur noch die Frage, ob Start und Landung gelingen, ein Medienecho hervorrufen.

In einer Blitzumfrage der Epoch Times bei der Generation 50+, die eine bewusste Erinnerung an die Mondlandung hat, erhielten wir die unterschiedlichsten Antworten auf die Frage: Welche Gedanken gingen Ihnen durch den Kopf, welche Empfindungen hatten bei der ersten bemannten Mondfahrt der Amerikaner vor 40 Jahren?

Unsere älteste Befragte mit 97 Jahren sagte: „Also das hat mich nicht besonders interessiert. Ja, wenn die solch eine Sucht hatten, das unbedingt zu machen, dann gut, sollten sie es machen.“

Ein 74-Jähriger erinnert sich: „Ich habe nichts davon gehalten. Empfand es als störend, dass die Menschheit in diese Welt eingedrungen ist. Für mich war der Mond etwas Heiliges. Als Kind habe ich ihn oft abends von meinem Bett aus durch das mit einem Vorhang verdunkelte Fenster beobachtet, bis ich dann nach Mitternacht einschlief. Ich empfand den Mond als übermächtig. Auch jetzt noch, ich bin inzwischen 74 Jahre alt, beobachte ich das Gestirn zeitweise mit dem Fernglas, habe dabei keinerlei Gedanken. Und manchmal passiert es, dass sich Szenen wie Bilder vor meinem geistigen Auge abspielen, Dinge, die ich oft gar nicht beschreiben kann.“

"Gar nicht wie eine ‚Mutter Erde’, sondern wie ein unglaublicher Schatz." (NASA)"Gar nicht wie eine ‚Mutter Erde’, sondern wie ein unglaublicher Schatz." (NASA)

Ein 73-jähriger Familienvater: „Dass der Mond staubig ist, das wusste man ja schon vorher. Aber dass unsere Erde so wunderschön ist wie ein funkelnder Kristall im Himmel, das hab ich nicht einmal geahnt. Und dass sie so zerbrechlich und schützenswert aussieht und so gar nicht wie eine ‚Mutter Erde‘, sondern wie ein unglaublicher Schatz.“

Eine damals 25 Jahre alte Mutter von zwei Kindern: „Ich wurde bis ins Herz getroffen, ich wollte diese schöne blaue Erde zwischen die Hände nehmen und beschützen. Und ich verstand ganz neu, was es bedeutet, dass die Erde wirklich rund ist und wir in einem Kreislauf leben, wirklich rundum miteinander! Whow!“

Und ein damals 9 Jahre altes Vollmondkind erinnert sich: „Ich dachte: Hey, wir sind ja im Himmel! Da sind wir zu Hause. Vielleicht ist ja doch auch sonst alles genau anders rum, als ich in der Schule so lerne? Vielleicht ist alles nur eine Frage des Standpunkts und der Sichtweise?“

 

 



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