Diebe werden immer dreister: Notfallsanitäter bei Rettungseinsatz bestohlen

Epoch Times6. November 2019 Aktualisiert: 6. November 2019 19:10
Ein dreister Dieb bestahl Rettungssanitäter während eines Noteinsatzes. Polizisten wurden Ausrüstungsgegenstände zur Unfallstellen-Absicherung entwendet.

In der Stadt Plettenberg (Nordrhein-Westfalen) wurden Notfallsanitäter während eines Einsatzes bestohlen. Während die Sanitäter um das Leben eines Patienten kämpften, stieg ein 32-Jähriger in ihren Rettungswagen und entwendete das Diensthandy, wie aus der Polizeimeldung hervorgeht.

Ein Zeuge beobachtete den Täter, wie er wieder aus dem Fahrzeug herauskam, etwas im Gebüsch versteckte und in einem Haus verschwand. Der Zeuge informierte umgehend die Polizei, die dem Unbekannten nachging.

Als die Polizeibeamten an dem betreffenden Haus klingelten, versteckte sich der Tatverdächtige auf dem Dachboden. Die Polizisten stellten ihn dennoch. Mit dem Vorwurf konfrontiert, leugnete der Erwischte zunächst die Tat.

Schließlich gestand er doch, das Handy entwendet zu haben und zeigte den Beamten die Stelle, wo er das Smartphone versteckt hatte. Die Polizei stellte es sicher und übergab es wieder der Besatzung des Rettungswagens.

Die Rettungsdienst-Mitarbeiter hingegen bemerkten das Fehlen des Handys erst später beim Verladen des Patienten.

Polizisten suchten Warndreieck und Warnleuchte vergebens

Einen Tag später wurde die Polizei bestohlen. Am Sonntagmorgen wurden sie zu einem angeblichen Wildunfall gerufen. Tatsächlich war ein Pkw-Fahrer unter Alkoholeinfluss in einer Kurve in die Leitplanken gefahren.

Die Polizeibeamten sicherten die Unfallstelle mit Faltdreieck und Warnleuchte, nahmen die Daten auf und brachten den 23-jährigen Fahrer zur Wache, um ihm eine Blutprobe abzunehmen.

Eine zweite Streife übernahm die Absicherung des nicht mehr fahrbereiten Pkws. Nach dem Abschleppen rückte die Streife kurz nach 9 Uhr ab. Das große Warndreieck und die Leuchte ließen sie stehen, um die kaputte Leitplanke abzusichern.

Ungefähr eine Stunde später wollte die erste Streifenwagen-Besatzung ihre Ausrüstung wieder einsammeln, doch das Triopan-Warndreieck und die Nissen-Warnleuchte waren verschwunden. Die Polizei bittet um Hinweise unter Tel. +49 (02371) 9199-1220 bis -1222. (er)

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