Pfadfinder-Lager.Foto: iStock

Drei Jahre Haft für Pfadfinderleiter wegen Anstiftung zur Vergewaltigung

Epoch Times30. Dezember 2020 Aktualisiert: 30. Dezember 2020 20:33

Im sogenannten Pfadfinder-Prozess hat das Landgericht Baden-Baden den Angeklagten wegen Anstiftung zur Vergewaltigung zu drei Jahren Haft verurteilt. Wie das Gericht am Dienstag mitteilte, wurde der Angeklagte für schuldig befunden, zwischen 1983 und 1987 als erwachsener Leiter einer Pfadfindergruppe in der baden-württembergischen Stadt mehrere jugendliche Pfadfinder zur Vergewaltigung eines Mädchens angestiftet zu haben.

Das damals zwischen sieben und elf Jahre alte Mädchen, das ebenfalls Mitglied der Pfadfindergruppe war, wurde nach Erkenntnissen der Ermittler auf Anweisung des Angeklagten entkleidet, festgebunden und von den jugendlichen Pfadfindern vergewaltigt.

Um die Tat zu vertuschen, soll der Mann die Beteiligten mit einem sogenannten Pfadfinderschwur zum Schweigen verpflichtet haben. Das Opfer zeigte den Mann im Oktober 2017 an. Die jugendlichen Mittäter aus der Pfadfindergruppe konnten bisher nicht ermittelt werden.

Im Zuge der Ermittlungen traten zahlreiche weitere als Pfadfinderübungen getarnte Missbrauchstaten an Kindern und Jugendlichen zu Tage, die wegen Verjährung aber nicht mehr geahndet werden konnten. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion