Warnung – Abzocke mit PayPal bei ebay-kleinanzeigen und Facebook Market Place

Von 6. März 2019 Aktualisiert: 6. März 2019 17:54
Kaufen, verkaufen, tauschen über kostenlose Online-Plattformen. Nicht immer funktioniert alles reibungslos. Die Trickbetrüger warnen die Verkäufer sogar noch vor Online-Betrug und fordern PayPal als sichere Zahlungsart.

Kaufen, verkaufen, tauschen – viele Menschen nutzen Online-Plattformen wie ebay-kleinanzeigen und Facebook-Marketplace. Nach dem Kauf werden die Zahlungsdaten ausgetauscht. Doch wer nicht aufpasst, kann schnell auf die Masche der Trickbetrüger hereinfallen.

Wer hat sie nicht in seiner Wohnung: Gegenstände, die unbenutzt herumliegen oder Fehlkäufe. Unsere Leserin entschied sich aufgrund ihres Umzuges, eine originalverpackte Tischkreissäge der Marke Makita, die sich als echter Fehlkauf entpuppte, über ebay-kleinanzeigen anzubieten.  Eine kurze Beschreibung, ein paar Bilder und schon war die Anzeige online.

Der potentielle Käufer schickt SMS

Der erste Käufer ließ nicht lange auf sich warten. Statt einer Email, kam jedoch eine SMS bei unserer Leserin an.

Ich habe versucht ihnen mehrmals durch ebay zu schreiben aber es geht nicht, ich kaufe die makita, bitte schicken sie fotos an [email protected]

Dies kam unserer Leserin auf Anhieb etwas merkwürdig vor. Sie griff zum Handy, um telefonisch Kontakt aufzunehmen, erfolglos. Also schickte sie eine eMail mit der Bitte, dass sich der Interessent einfach per Antwortmail melden oder anrufen solle. Stundenlang keine Rückmeldung. Letztendlich schrieb sie eine SMS, um ganz sicher zu gehen, dass der Kontakt wirklich hergestellt wird. Schließlich ging es um mehrere Hundert Euro.

Als sich daraufhin immer noch nichts tat, wurde unsere Leserin nachdenklich. Es dämmerte ihr und sie gab einfach die Handynummer des Interessenten bei google ein.

So landete sie auf der Internetseite von „Onlinewarnungen.de“, eine Plattform die mit ihrem Service vor Trickbetrügern auf ebay-kleinanzeigen und Facebook Marketplace warnt.  Dort heißt es:

In der Vergangenheit waren die Nachrichten der dubiosen Käufer häufig an gebrochenem Deutsch erkennbar. Doch darauf sollten Sie sich alleine nicht verlassen. Statt SMS werden auch immer häufiger Bilder über die Nachrichten-Funktion der Anzeigenportale versendet. Sie sollten grundsätzlich vorsichtig sein, wenn ein Interessent plötzlich nicht mehr über das jeweilige Portal, sondern per E-Mail kommunizieren möchten.“

Dabei nutzen die Betrüger ihre Masche nicht nur auf der Plattform von ebay-kleinanzeigen, sondern tummeln sich auch auf anderen Portalen, wie beispielsweise Facebook Marktplace. Man erkennt sie daran, dass sie die Kontaktaufnahme per SMS herstellen und Fotos an eine Email-Adresse angefordert werden.

Verunsichert schrieb unsere Leserin eine Email an onlinewarnungen.de und schilderte den Vorfall. Binnen einer Stunde erhielt sie die Antwort:

Betrüger fordern „sichere“ Zahlung per Paypal

Nach Information von onlinewarnungen.de erfragen die Betrüger mit einer Email Bankverbindungen oder PayPal-Adressen, damit sie die Zahlung veranlassen können. Oft kündigen sie einen freiwilligen hohen Aufschlag an, da die Ware nach Übersee geliefert werden soll. Dabei sollen die Transportkosten teilweise auch über den Bargeldtransferdienst MoneyGram an den Spediteur direkt geschickt werden.

Mit der „PayPal-Masche“ locken die Betrüger ahnungslose Anbieter in ihre Falle:

Aufgrund der vielen Online-Betrugsversuche benutzen wir NUR Pay Pal. Es ist schnell und 100% sicher für Käufer und Verkäufer…Wenn Sie ein ernster Verkäufer sind, ist Pay Pal für Sie sich kein Problem.“

Onlinewarnungen.de weist darauf hin:

In vielen Fällen werden auch Bestätigungen von Paypal gefälscht. Darin steht, dass das Geld vom Käufer eingegangen ist und sofort auf dem PayPal-Konto des Verkäufers gutgeschrieben wird, wenn dieser eine Sendungsnummer für den Versand der Ware hinterlegt. Das ist natürlich ebenfalls Unsinn. So eine Vorgehensweise gibt es bei PayPal nicht. Zu erkennen sind die gefälschten Schreiben übrigens an einem schlechten Deutsch und vielen Rechtschreibfehlern.“

Tatsächlich landete bei unserer Leserin die betrügerische Email:

Glücklicherweise war unsere Leserin schon informiert und reagierte auf diese Mail nicht mehr. Ihr Artikel fand einen anderen Interessenten –  innerhalb von Deutschland.

 

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