Chinas Ex-Stasi-Chef und sein Sohn sehen Gerichtsprozessen entgegen, bestätigten mehrere Insider einer Honkonger Zeitung.Foto: Epoch Times

Hongkong-Medium bestätigt: Ex-Stasi-Chef und Sohn verhaftet

Von 13. Januar 2014 Aktualisiert: 13. Januar 2014 13:12

Wieder bestätigte ein ausländisches Medium die offiziell immer noch geheime Verhaftung von Chinas Ex-Stasi-Chef. Am 10. Januar zitierte die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ die Aussage eines Informanten, wonach der 70jährige Ex-Stasi-Chef Zhou Yongkang bereits verhaftet wurde. In China seien alle Provinz-Parteiführer darüber informiert. Zhou Yongkangs ältester Sohn, Zhou Bin, sei ebenso im Dezember 2013 verhaftet worden. Die Familie sei dabei, einen Rechtsanwalt einzuschalten.

Der „South China Morning Post“ zufolge ist Zhou Bins Verhaftung ein entscheidender Schritt in Richtung eines Gerichtsverfahrens gegen seinen Vater Zhou Yongkang. Sollte das Verfahren gegen den Ex-Stasi-Chef wirklich eingeleitet werden, ist Zhou Yongkang das erste Ex-Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), das nach 1976 und dem Ende der Kulturrevolution wegen Korruption belangt wird.

Parteispitze einig gegen Zhou

Das Verfahren gegen Zhou Yongkang hätten die amtierenden und ehemaligen KPCh-Führer gemeinsam beschlossen, sagte der Informant. Zhou hatte jahrelang als Stasi-Chef Chinas inneren Sicherheitsapparat kontrolliert.

Zhou Bins korrupte Öl-Geschäfte

Dem 41jährigen Sohn Zhou Bin könnte eine Anklage wegen Bestechung und anderer Verbrechen blühen. Er soll in der Provinz Sichuan in illegale Geschäfte verwickelt gewesen sein, welche die Erdöl-Branche betrafen, so der Informant.

Eine andere Quelle sagte der „South China Morning Post“ : Zhou Bin habe über Vermittler schon zu mehreren Rechtsanwälten Kontakt aufgenommen. Die endgültige Entscheidung, wer ihn vertreten soll, sei aber noch nicht getroffen, da der Fall sehr kompliziert sei und der Anwalt viele Faktoren berücksichtigen müsse. Die Quelle sagte, die potentiellen Verteidiger hätten sich noch nicht mit Zhou Bin getroffen.

Normalerweise müssen bei einem politisch heiklen Fall wie diesem die Verteidiger von der Parteiführung genehmigt werden, welche bei der Wahl des Anwalts das letzte Wort hat.

Erst der Sohn, dann der Vater …

Ein weiterer Informant sagte der South China Morning Post: „Dass Zhou Bin mit Rechtsanwälten Kontakt aufnehmen darf, bedeutet, dass er bald vor Gericht gestellt wird. Das Urteil gegen ihn könnte sehr schnell fallen.“

„Die chinesische Führung will den Fall Zhou Yongkangs streng nach gültigen Rechtsvorschriften durchführen, um damit das Signal zu setzen, dass China ein Rechtsstaat ist“, fügte er hinzu. Und: „Mit der Beseitigung eines politischen Gegners hat diese Untersuchung nichts zu tun.“

Verfahren gegen Zhou ist Chefsache

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sei direkt vom Untersuchungsstab des Falles Zhou unterrichtet worden. Im vergangenen Monat seien zehn hochrangige Polizisten zusätzlich berufen worden, um die Vernehmung zu beschleunigen.

Zwei weitere voneinander unabhängige Informationsquellen bestätigten dem Medium, dass Zhou Yongkang im Dezember 2013 verhaftet wurde und alle KPCh-Führer der Provinzebene bereits darüber informiert seien.

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