Lockdown-Tragödie: Tote Tiere, leere Häuser – 4000 Dorfbewohner in China zur Quarantäne evakuiert

Verendete Kadaver, vergrabene Lebensmittel, leere Schränke. Nachdem die Bewohner eines chinesischen Dorfes aus einer gegen sie verhängten Quarantäne zurück nach Hause kommen, wartet eine unangenehme Überraschung.
Von 9. Februar 2021

Die Tragödie, die sich in einem kleinen Dorf in China abspielt, zeigt einmal mehr die Härte, mit der das totalitäre kommunistische Regime gegen die Bevölkerung vorgeht. Anders als in Deutschland wird nach einem positiven Corona-Test in einem chinesischen Dorf keine Quarantäne zu Hause angeordnet.

Nein, die Menschen werden gezwungen, ihre Häuser zu verlassen und sich in eine zentrale Quarantäne-Einrichtung zu begeben. Auf diese Weise wurde ein ganzes Dorf über einen Monat lang evakuiert. All ihre Habseligkeiten ließen die Menschen zurück, auch ihre Tiere. Als die Bewohner nach und nach wieder im Dorf eintrafen, zeigte sich das dramatische Ausmaß der Quarantäne.

Xiaoguozhuang ist ein kleines Dorf in der Provinz Hebei, Nordostchina, etwa 210 Kilometer Luftlinie von Peking entfernt. Als eine 61-jährige Dorfbewohnerin am 28. Dezember 2020 eine Hochzeit in einem nahe gelegenen Hotel besucht, ahnt sie noch nicht, welche Folgen das nach sich zieht.

Bei ihr wird am 2. Januar das Corona-Virus nachgewiesen, was dann folgt, war eine Kettenreaktion: Am 5. Januar wird das ganze Dorf zum ersten Hochrisikogebiet in China seit der Pandemie überhaupt erklärt. Nicht einmal Wuhan wurde als solches zu Beginn der Pandemie eingestuft.

Bereits einen Tag  später weiten die Behörden das Hochrisikogebiet auf den ganzen Bezirk Gaocheng aus. Die über 4.000 Dorfbewohner müssen am 7. Januar in Gruppen ihren Wohnort verlassen. Sie werden zur Quarantäne in zentrale Isolationseinrichtungen gebracht, bei denen es sich um Hotels oder nahe gelegene Mittelschulen handelte.

Vernichtung statt Desinfektion

Ein Whistleblower berichtete unseren Reportern unter dem Pseudonym Wang Zheng, dass die Behörden Desinfektionsmaßnahmen in Xiaoguozhuang und den umliegenden Dörfern ergriffen haben, als die Bewohner fort waren.

Üblicherweise, so erklärte er, würden die von der Regierung angeordneten Desinfektionen einmal oder zweimal am Tag durchgeführt. Im Fall von Xiaoguozhuang gingen die Behörden der Kommunistischen Partei jedoch einen anderen Weg. Sie beseitigten nahezu alles, was sie nur finden konnten.

Wang Zheng schildert:

Alle Türen wurden aufgebrochen (…), Lebensmittel, Getränke sowie Kleidungen, Bettwäsche, Decken, Geschirr, restlos vergraben und vernichtet.“ Möbel, Elektrogeräte und die Motorräder oder Autos seien meistens verschont geblieben.

Um sicherzugehen, dass die im Einsatz befindlichen freiwilligen Helfer keine Dinge aus den Häusern stehlen, hängte man ihnen Kameras vor die Brust. Wang habe gehört, dass der Staat Subventionen bereitstellen würde. Nähere Einzelheiten lagen ihm dazu aber nicht vor.

Das Vieh verhungert

Tausende Dorfbewohner ließen ihre Haustiere, Hühner, Enten, Katzen, Hunde zurück, als sie in die Quarantäne aufbrachen. Angeblich sollte sich ab dem 12. Januar jemand um die Bauernhöfe im Dorf gekümmert haben, doch viele Tiere erreichte diese Hilfe nicht. Eine große Anzahl von Viehbeständen, die im eiskalten Winter unbeaufsichtigt blieben und kein frisches Wasser hatten, verendete qualvoll.

„Das Vieh verhungert oder erfriert“, so der Informant. Niemand kümmere sich um die Tiere. Die Kadaver der toten Tiere wurden an einer dafür vorgesehenen Stelle mit Kalk bestreut und begraben. Laut Wang Zheng gebe es ein spezielles Team, das tote Tiere abtransportiert und unverzüglich begräbt: „Ein Dutzend Autos, Schicht um Schicht, hin und her.“

Die wenigen überlebenden Tiere wurden von Freiwilligen gefüttert und mit Wasser versorgt. „Aber im Grunde ist die Lage schrecklich. Sie sind sehr dünn und viele Hühner, Enten und Gänse verhungern“, berichtet Wang Zheng weiter.

Er habe auch einige Hunde gesehen, die in Käfigen eingesperrt oder im Hof ​​angebunden waren. Sie hätten seit über 20 Tagen nichts mehr gefressen und seien schrecklich abgemagert gewesen.

Nach einem Monat im Hotelzimmer „fast verrückt“

Nach Angaben der offiziellen Medien der Kommunistischen Partei Chinas wurden am 4. Februar die Dorfbewohner von Xiaoguozhuang, nach und nach aus der Quarantäne freigelassen.

Doch der Bezirk Gaocheng bleibt immer noch ein Gebiet mit hohem Risiko. Zehntausende Menschen wurden für einen Monat unter Quarantäne gestellt, irgendwo auswärts zentral oder aber zu Hause. Sie dürfen ihre Häuser nicht verlassen. Jetzt, wo das Neujahrsfest sich nähert, sind viele Menschen über diese Umstände aufgebracht. Im Internet erscheinen zahlreiche Posts, die die Aufhebung der Quarantäne für den Baocheng-Bezirk fordern.

Ein Internetnutzer, der sich „Ich will …“ nennt, hinterließ eine Nachricht:

(…) Wir sind zu Hause isoliert. Das geht noch. Die Bewohner vom Nachbardorf Nanqiaozhai sind seit einem Monat im Hotel unter Quarantäne gestellt und können nicht einmal aus dem Zimmer raus. Meine Oma, mein Onkel und meine Tante werden dort fast verrückt! Alle Straßen und Gassen werden überwacht. Jeden Tag patrouillieren Polizeiautos. Wenn jemand draußen beim Herumspazieren erwischt wird, wird er sofort mitgenommen. Wann hört das auf?“

Der Netizen „Peng …“ schrieb: „Wann wird Gaocheng geöffnet? Ich bin in Shijiazhuang. Alle meine Familienmitglieder sind in Gaocheng. Ich habe meine Familie seit einem Monat nicht gesehen. Es ist bald Neujahr. Mein Kind ist erst zwei Wochen alt (…) hat man Gaocheng vergessen?“

*Laut offiziellem Bericht waren im Bezirk Gaocheng bis zum 8. Januar insgesamt 259 positive Patienten festgestellt worden, darunter 112 bestätigte und 147 asymptomatische Fälle. Wie viele dieser Personen tatsächlich ernsthaft an COVID-19 erkrankten, ist nicht bekannt. Im ganzen Bezirk Gaocheng leben 787.700 Menschen (Stand 2019). Demnach waren zum Zeitpunkt, als die Region als Hochrisikogebiet eingestuft wurde, 0,03 Prozent der gesamten Bevölkerung positiv getestet worden.  Das entspricht einer Inzidenz von 33.

(Mit Material von Dajiyuan/sua)



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