Doch ihre Sterne kannst du nicht verschieben – von Joachim Ringelnatz

Von 18. Februar 2018 Aktualisiert: 18. Februar 2018 20:01
Aus der Reihe Epoch Times Poesie - Gedichte und Poesie für Liebhaber

Doch ihre Sterne kannst du nicht verschieben

Das Sonderbare und Wunderbare
Ist nicht imstande, ein Kind zu verwirren.
Weil Kinder wie Fliegen durch ihre Jahre
Schwirren. – Nicht wissend, wo sie sind.

 Nur vor den angeblich wahren
Deutlichkeiten erschrickt ein Kind.
Das Kind muss lernen, muss bitter erfahren.
Weiß nicht, wozu das frommt.

Hört nur: Das muss so sein.

Und ein Schmerz nach dem andern kommt
In das schwebende Brüstchen hinein.
Bis das Brüstchen sich senkt
Und das Kind denkt.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)

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