Warum die deutsche Sprache verrückt ist – Teil 7

Von 8. Februar 2011 Aktualisiert: 8. Februar 2011 12:31

Es scheint, dass die Deutschen bei den Artikeln der Nomen ihren eigenen Weg gehen. DIE Sonne ist weiblich und DER Mond ist männlich. Im Italienischen sagt man aber LA Luna und IL Sole, ins Deutsche übersetzt heißt das DIE Mond und DER Sonne. Im Chinesischen gibt es zwar keine Artikel, aber nach der Yin-Yang-Theorie ist die Sonne männlich und der Mond weiblich.

Wenn ich meine deutschen Freunde frage, warum die Deutschen diesmal so eigen sind, bekomme ich keine Antwort. Entstand die germanische Sprache etwa in der Zeit der römischen Besatzung, sodass die Germanen mit Absicht einige Regeln der lateinischen Sprache umgedreht haben, um ihre Unbeugsamkeit zu zeigen? Oder die Germanen waren so fasziniert von dem prunkvollen römischen Reich, dass sie versuchten, die lateinische Sprache nachzuahmen, wobei sie jedoch ein paar Fehler machten wie zum Beispiel bei den Artikeln?

Zum Glück entsprechen die meisten Bezeichnungen der Menschen dem Naturgesetz. Der Vater, der Bruder, der Opa und der Neffe…, und die Mutter, die Schwester, die Oma und die Nichte…. Ein Bewohner und eine Bewohnerin. Die Deutschen sind bei den Bezeichnungen wirklich sehr genau. Aber die Genauigkeit schafft manchmal nicht nur Klarheit, sondern auch Umständlichkeit. Manche Anreden kommen mir dabei wie Zungebrecher vor: Liebe Bewohnerinnen und Bewohner; Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter….

Es gibt eine Bezeichnung der Menschen, die weder weiblich noch männlich ist: Das Mädchen. Warum ist das so? Ein Mädchen ist doch weiblich. Da wissen alle Deutsche etwas zu sagen: Worte mit -chen am Ende sind alle Neutrum. Ja, das weiß ich auch. Als ich zum ersten Mal von solchen Regeln gehört habe, habe ich mich richtig gefreut. Denn mit Regeln kann man ja besser arbeiten, besonders in Deutschland. Aber es gibt auch viele Ausnahmen bei den meisten deutschen grammatikalischen Phänomenen. Wenn es keine gibt, kann man auch versuchen, eine zu erschaffen, glaube ich mindestens.

Letztes Jahr, oder vielleicht vorletztes Jahr, habe ich in der Zeitung gelesen, dass eine gewisse Politikerin in einem gewissen Bundesland sich stark gemacht hat, dass das Grünmännchen auf einer gewissen Verkehrsampel in eine Frauenfigur umgewandet wurde. Das war dann das einzige Grünweibchen im ganzen Bundesgebiet, also eine augenfällige Ausnahme wurde aus Menschenhand erschaffen. Das sollte laut der Politikerin ein Zeichen für die Gleichberechtigung der Frauen sein. Nun frage ich mich, warum keine Politikerin sich für die Schaffung der Ausnahme bei chen-Worten einsetzt, sodass DAS Mädchen irgendwann in DIE Mädchen umgewandelt werden kann? Aber ob so etwas wirklich zur Gleichberechtigung etwas beitragen kann, daran zweifele ich sehr.


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