Verbraucherschutz für Ostereier: Auch rote Bete und Spinat erzeugen faszinierende Farben

Epoch Times22. März 2018 Aktualisiert: 15. April 2019 17:51
Ob gekocht, gefärbt oder ausgepustet: Zu Ostern schnellt der Eierverbrauch in die Höhe. Wer Eier von glücklichen Hühnern bevorzugt, auf künstliche Farben verzichten will und auch nach Ostern noch bunte Eier übrig hat, sollte einiges beachten.

Die Herkunft von Eiern muss angegeben werden, oder?

Wer zu Ostern Eier von glücklichen Hühnern bemalen und essen will, muss genau hinschauen. Haltungsart und Herkunft lassen sich am Stempelaufdruck ablesen. Die erste Ziffer steht für die Haltungsform, wobei 0 die ökologische Haltungsart kennzeichnet, die besonders hühnerfreundlich ist.

Die Ziffer 1 steht für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfige, wobei Käfigeier inzwischen den geringsten Anteil ausmachen. Die Buchstaben nach dem Bindestrich geben Auskunft über das Herkunftsland, etwa DE für Deutschland oder NL für die Niederlande. Zuletzt folgt die Kennung des Herstellerbetriebs.

Doch bei gekochten und gefärbten Eiern muss die Herkunft NICHT angegeben werden. Dahinter verstecken sich Verbraucherschützern zufolge aber oft Käfigeier. Wer Wert auf artgerechte Tierhaltung legt, sollte Eier also lieber selbst färben.

Wie lange bleiben die Eier frisch – und wie erkenne ich das?

Rohe Eier haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 28 Tagen, gerechnet ab dem Tag des Legens. Das Datum steht auf der Verpackung, so dass sich das Alter der Eier errechnen lässt. Wer dennoch unsicher ist, taucht das Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas.

Ein frisches Ei bleiben am Boden. Ältere Eier richten sich teilweise auf oder steigen langsam nach oben. Grund dafür ist die Luftkammer im Ei, die umso größer wird, je älter das Ei ist. Schwimmt ein Ei unter der Wasseroberfläche, ist es mindestens vier Wochen alt und für den Verzehr nicht mehr geeignet.

Ostereierfarben sind gesundheitsschädlich? Nein!

Dass die Farben schädlich sind, ist im Allgemeinen ein Gerücht. Spezielle Eierfarben aus dem Handel wie Brausetabletten, bunte Stifte oder Malkästen sind Verbraucherschützern zufolge meist unbedenklich. Dagegen stehen vor allem sogenannte Azofarbstoffe in der Kritik. Nach Angaben des Verbrauchermagazins „Öko-Test“ kann aber nur sehr wenig Farbe durch die Eierschale eindringen. Einige der Farbstoffe könnten bei empfindlichen Menschen jedoch allergieähnliche Reaktionen wie Hautrötungen oder Juckreiz auslösen.

Es gibt im Handel auch natürliche Eierfarben, doch Eier können genauso gut mit Farben aus der Natur verschönert werden – und vieles davon findet sich im Gemüseregal.

Rote Bete und rote Zwiebelschalen ergeben prima Rottöne. Schwarzer Tee, Zwiebel- und Walnussschalen sowie Kurkuma sorgen für Farbtöne von Goldgelb bis braun. Grün werden Eier hingegen durch Spinat, Mae-Tee oder Petersilie und blau bis lila durch Rotkohlblätter oder Holundersaft.

Der Sud aus einem halben Liter Wasser, einem Schuss Essig und 250 Gramm Pflanzenteilen sollte 30 bis 45 Minuten kochen, bevor die Eier hineingegeben werden.

Wie lange können gekochte Eier aufbewahrt werden?

Bei Eiern fürs Osternest ist darauf zu achten, dass sie nicht beim Kochen angeknackst werden. Ist die Schale beschädigt, können Keime eindringen, und die Eier verderben schneller. Sie sollten dann in den Kühlschrank gelegt und innerhalb weniger Tage gegessen werden. Ansonsten halten sich gekochte und selbst gefärbte Eier bei Zimmertemperatur bis zu vier Wochen, sofern sie nicht abgeschreckt werden.

Gefärbte Supermarkteier sind mit einem speziellen Schutzlack behandelt und mehrere Wochen haltbar, sofern die Schale intakt ist. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit stellte in den vergangenen Jahren aber wiederholt fest, dass industriell gefärbte Eier bei Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums bereits verdorben waren. (hex/cfm/ts)

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