Schlechtes Gewissen, weil Sie heute wieder nicht trainiert haben? Sich keinen Stress damit machen ist gesünder, sagen Forscher

Epoch Times10. März 2018 Aktualisiert: 10. März 2018 11:20
Menschen, die sich davor fürchten, weniger aktiv als andere zu sein, sterben um 71 Prozent früher als die anderen, sagen Forscher – ungeachtet ihrer tatsächlichen körperlichen Aktivität oder ihres allgemeinen Gesundheitszustands. Umgekehrt kann der positive Glaube, dass Sie genug Bewegung bekommen, zu einer besseren Gesundheit führen.

Hören Sie auf, sich ständig zu sorgen, dass Sie nicht genug Bewegung bekommen und zu gestresst sind. Nur so werden Sie länger leben. Denn jetzt, mit dem Frühling in unmittelbarer Nähe, beginnt wieder die große Hysterie des Abnehmens, natürlich für die Bikinifigur und ein exzessives Sportprogramm soll alles richten. Ein besseres Ziel könnte jedoch sein, sich keine Gedanken darüber zu machen, wie viel Bewegung Sie bekommen und wie gestresst Sie sind.

Ständige Sorgen – die wirklichen Killer im Leben!

Eine neuere Studie mit mehr als 60.000 Erwachsenen untersuchte den Zusammenhang zwischen Wahrnehmung von Bewegung und Sterblichkeit. Die Forscher fanden etwas Kurioses heraus: Menschen, die sich davor fürchteten, weniger aktiv als andere zu sein, starben um 71 Prozent früher als die anderen – ungeachtet ihrer tatsächlichen körperlichen Aktivität oder ihres allgemeinen Gesundheitszustands. Dies hatte man 21 Jahre später in der Nachbeobachtungsphase gesichtet.

Umgekehrt kann der positive Glaube, dass Sie genug Bewegung bekommen, zu einer besseren Gesundheit führen. In einer von der Harvard University durchgeführten Studie wurde einer Gruppe von Hotelangestellten mitgeteilt, dass ihre tägliche Arbeit den empfohlenen Richtlinien entspricht, was Bewegung und Aktivität anbelangt. Einer zweiten Gruppe – der Kontrollgruppe – wurde diese Information nicht gegeben.

Nach nur einem Monat zeigten die Personen in der informierten Gruppe signifikante Gesundheitsverbesserungen, einschließlich eines 10-Punkte-Rückgangs des systolischen Blutdrucks und eines Gewichtsverlusts von zwei Pfund. Das Verhältnis von Taille zu Hüfte verbesserte sich ebenso wie der Body-Mass-Index.

Alle diese Veränderungen waren signifikant größer als die der Kontrollgruppe. Hier hatte der sich selbst eingeredeter Stress nie gut genug zu sein der Gesundheit geschadet. Und zwar bei jedem Teilnehmer.

Meta-Stress

Es ist eine verbreitete Meinung, dass Stress für Sie schlecht ist, aber die Beweise sind nicht eindeutig. Eine Studie von 2016 mit mehr als 700.000 Frauen in Großbritannien ergab beispielsweise, dass das übliche Stressniveau keinen direkten Einfluss auf die Sterblichkeit hatte. Ähnlich wie bei den Aktivitätsrichtlinien kann es auch sein, dass aber der selbsteingeredeter Stress das eigentliche Problem ist. Der permanente Gedanke an Stress macht Stress! Eine Reihe von Studien scheint diese Idee zu unterstützen.

In einer umfangreichen Studie, die sich über neun Jahre erstreckte, untersuchten Forscher die Rolle von Stress und seine Auswirkungen auf Gesundheit und Sterblichkeit. In dieser Studie untersuchten die Forscher nicht nur das Stressniveau der Menschen, sondern auch ihre Überzeugung, dass Stress gesundheitsgefährdend sei.

Die Ergebnisse zeigte eindeutige Fakten: weder hohe Belastungen noch die Wahrnehmung, dass Stress sich negativ auf die Gesundheit auswirkt, unabhängig voneinander sind mit einem vorzeitigen Tod assoziiert. Menschen die glaubten, dass Stress die Gesundheit beeinflusst und über viel Stress berichteten, hatten ein um 43 Prozent erhöhtes Risiko eines vorzeitigen Todes. Die Ärzte folgerten:

Die Ergebnisse deuten ganz klar darauf hin, dass der Gedanke an Stress und die damit verbundenen Prozesse im Körper tatsächlich gewisse Auswirkung auf die Gesundheit hat, und eindeutig das Risiko eines vorzeitigen Todes erhöhen kann.“

Interessanterweise hatten diejenigen, die von einem hohen Stressniveau berichteten, aber nicht glaubten, dass ihr Stress schädlich war, die niedrigsten Sterblichkeitsraten, sogar verglichen mit denjenigen, die weniger Stress hatten.

Denkweise ändern!

Was diese beiden Forschungsberichte verbindet, ist der Gedanke, dass Ihre Denkweise sehr wichtig sein kann, um sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen von Stress und Bewegung zu beeinflussen. Da stellt sich dann eigentlich nur die eine Frage: Wie können Sie Ihre Denkweise ändern?

Als erstes sollten Sie aufhören darüber nachzudenken, sich ständig Sorgen darüber zu machen, wie viel körperliche Aktivitäten Sie im Vergleich zu anderen leisten. Dies ist besonders wichtig, wenn Ihre Vergleiche auf unrealistisch hohen Standards beruhen, wie sie häufig in sozialen Medien dargestellt werden.

Beginnen Sie mit einem Programm, dass wirklich in Ihr Leben zu integrieren ist. Aber denken Sie daran, sich dann auch für das zu loben, was Sie dann leisten. Bestrafen Sie sich nicht dafür, dass Sie nicht genug tun. Das Lob kann Ihre Motivation erhöhen und eine Reihe von Vorteilen für die körperliche Gesundheit bieten – wie bei den Hotelangestellten.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Im Hinblick auf Stress müssen Sie aufhören, psychischen Stress als direkt gefährlich zu betrachten, besonders wenn Sie gestresst sind, da es die wahrgenommene Auswirkung auf die Gesundheit ist, die mit erhöhter Sterblichkeit verbunden ist.

Wenn Menschen befürchten, dass Stress gefährlich ist, kann dies zu einer Reihe von Verhaltensweisen führen, die viel gefährlicher sein können, wie Rauchen, Essattacken und übermäßiger Alkoholkonsum.

Zwei Ansätze können hier hilfreich sein:

1. Stress ist nicht unbedingt schlecht

Sorgen Sie sich nicht darum, dass Stress für Sie schlecht ist. Sorge erhöht nur das Gefühl der Bedrohung und stärkt die Überzeugung, dass Stress gefährlich ist. Wenn Sie sich entscheiden, sich keine Sorgen zu machen, können Sie Stress, den Sie möglicherweise haben, stark reduzieren. Dies kann auch Ihre Sucht nach ungesunder Lebensführung reduzieren.

2. Stress ist ein normaler Teil des Lebens

Akzeptieren Sie Stress als normalen Teil des Lebens und einen natürlichen Überlebensmechanismus für den Umgang mit Bedrohungen. Es hat sich gezeigt, dass Menschen, die sich dazu verleiten, Stress eher als Stärke anstatt als Schwäche zu sehen, zu mehr positiven Ergebnissen gelangen.

Eine Veränderung in der Wahrnehmung und eine Verringerung der Sorgen sind möglicherweise die nützlichsten Ziele für den kommenden Frühling!

In diesem Sinne, stressen und sorgen Sie sich nicht!

(Übersetzt und bearbeitet: Jacqueline Roussety)

Quelle: Stop Worrying About Not Getting Enough Exercise and Being Too Stressed – You May Live Longer