Jan Böhmermann trägt Schmähgedicht vorFoto: ZDF, über dts Nachrichtenagentur

Jan Böhmermann sagt Auftritt bei Grimme-Preis-Verleihung ab

Epoch Times8. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 22:19

ZDF-Moderator Jan Böhmermann hat angekündigt, nicht bei der Verleihung des Grimme-Preises am Freitagabend zu erscheinen. Das bestätigte ein Sprecher des Grimme-Instituts gegenüber der dts Nachrichtenagentur. Man bedauere seine Entscheidung sehr – eine Preisverleihung lebe schließlich von den Preisträgern, hieß es.

Weder Herr Böhmermann noch einer seiner Mitarbeiter werde anwesend sein, so der Institut-Sprecher. Zuvor hatte Jan Böhmermann selbst in einem Facebook-Post seine Absage begründet: "Ich fühle mich erschüttert in allem, an das ich je geglaubt habe. Mein Team von der Bildundtonfabrik und ich bitten um Verständnis, dass wir heute Abend nicht in Marl feiern können."

In seiner Sendung "Neo Magazin Royal" hatte Böhmermann in dem etwa 6-minütigen Sketch mit dem Satiriker Ralf Kabelka den Unterschied zwischen in Deutschland erlaubter Satire und unerlaubter Schmähkritik diskutiert. Zur Anschauung trug der Moderator ein knapp einminütiges "Schmähgedicht" vor, in dem der türkische Staatspräsident Erdogan unter anderem als homosexuell und pädophil bezeichnet wird. Gleichzeitig wurden türkische Untertitel gezeigt.

Das ZDF hatte den Beitrag aus der Mediathek entfernt und auch in Wiederholungen der Sendungen herausgeschnitten. Die Staatsanwaltschaft Mainz hat laut "Spiegel-Online" Ermittlungen gegen den ZDF-Moderator eingeleitet. Es gehe dabei um ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Beleidigung von Organen oder Vertretern ausländischer Staaten.

(dts Nachrichtenagentur)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion