1.600 Wissenschaftler und zwei Nobelpreisträger: „Es gibt keinen Klimanotstand“

Die Liste der Wissenschaftler, die dem allgemeinen Klima-Narrativ widersprechen, wird immer länger. Die Weltklimaerklärung von CLINTEL haben inzwischen mehr als 1.600 Fachleute unterzeichnet – einschließlich zwei Nobelpreisträger.
1.600 Wissenschaftler und zwei Nobelpreisträger: „Es gibt keinen Klimanotstand“
Ein Mann hält ein Schild mit der Aufschrift „Save the Planet“ (Rettet den Planeten) und macht auf mögliche Klimakatastrophen aufmerksam. Über 1.600 Wissenschaftler sind jedoch der Ansicht, dass es keinen Klimanotstand gibt.Foto: iStock
Von 6. September 2023

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Vor rund einem Jahr waren es noch 1.100 Wissenschaftler aus der ganzen Welt, die mit der Unterzeichnung einer Erklärung der Global Climate Intelligence Group (CLINTEL) sagten:

Es gibt keinen Klimanotstand.“

Inzwischen hat sich die Zahl der Unterzeichner auf 1.609 erhöht. Damit widersprechen offiziell immer mehr renommierte Fachleute dem Klima-Narrativ, also der vorherrschenden Ansicht über eine katastrophale, anthropogene Klimaveränderung.

In der Erklärung widersprechen sie auch der Ansicht, dass Kohlendioxid (CO₂) ein Umweltgift ist. Vielmehr sei es für die Erde von Vorteil.

„Die Klimawissenschaft sollte weniger politisch sein, die Klimapolitik dagegen wissenschaftlicher“, fordern die Wissenschaftler in ihrer Weltklimaerklärung, die im August aktualisiert wurde. Weiter heißt es: „Wissenschaftler sollten Unsicherheiten und Übertreibungen in ihren Vorhersagen zur globalen Erwärmung offen ansprechen. Politiker sollten hingegen die realen Kosten sowie vermeintliche Vorteile ihrer politischen Maßnahmen sachlich abwägen.“

Viel langsamere Erwärmungsphase

Die Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass sich das Klima der Erde seit ihrem Bestehen verändert. Dabei habe der Planet bereits mehrere Kalt- und Warmzeiten erlebt. Die letzte kleine Eiszeit sei erst gegen 1850 zu Ende gegangen. „Daher ist es keine Überraschung, dass wir jetzt eine Erwärmungsphase erleben“, heißt es in der Erklärung. Allerdings verläuft die derzeitige Erwärmung „viel langsamer“ als vom Weltklimarat (IPCC) vorhergesagt.

In der Erklärung weisen die Fachleute zudem auf die „vielen Mängel“ von Klimamodellen hin. Diese seien „als politische Instrumente nicht im Entferntesten plausibel“.

Das Problem mit den Modellen liege darin, dass viele „den Ergebnissen eines Klimamodells Glauben schenken“ und somit „dem glauben, was die Modellmacher eingegeben haben“. Die Klimawissenschaft basiere nur noch auf Überzeugungen und nicht auf solider, selbstkritischer Wissenschaft. „Sollten wir uns nicht von dem naiven Glauben an unausgereifte Klimamodelle befreien?“, fragt CLINTEL in dem Entwurf.

Oftmals würden diese Modelle „die Wirkung von Treibhausgasen übertreiben“ und „die Tatsache ignorieren, dass die Anreicherung der Atmosphäre mit CO₂ nützlich ist“.

Der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre ist äußerst gering. Vor Kurzem erklärten die beiden emeritierten Professoren William Happer und Richard Lindzen den Sachverhalt. Demnach lag der CO₂-Gehalt vor rund 200 Jahren bei 0,028 Prozent und stieg auf den heutigen Wert von 0,042 Prozent. Allerdings stelle dieser Anstieg keinen Grund zur Sorge dar.

CO₂ ist „kein Schadstoff“

Die Wissenschaftler bestätigen mit ihrer Unterzeichnung der Erklärung besonders ihren Standpunkt, dass das gasförmige CO₂ in der Luft „kein Schadstoff“ ist. Damit treten sie in direkte Opposition zu den gängigen Klimaalarmisten, die dieses Molekül als umweltschädlich bezeichnen.

Kohlendioxid ist „essenziell“ für alles Leben auf der Erde und „günstig“ für die Natur, heißt es in der Niederschrift. Zusätzliches CO₂ führe zu einem Wachstum der globalen Pflanzenbiomasse und steigere die Erträge von Nutzpflanzen weltweit.

Viele Regierungen und Umweltorganisationen sprechen immer wieder von einer Zunahme von Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen, Überschwemmungen und Dürren, die eine Folge der globalen Erwärmung seien. Auch dem widerspricht CLINTEL entschieden und betonte, dass es „keine statistischen Beweise“ für diese Behauptungen gebe.

Ebenso wenig wie es einen Klimanotstand gibt, gebe es einen Grund für Panik und Alarmismus, sagte die Koalition. „Wir lehnen die schädliche und unrealistische Netto-Null-CO2-Politik, die für 2050 vorgeschlagen wird, entschieden ab.“ Stattdessen schlägt der Entwurf vor, dass die Entscheidungsträger auf Anpassung statt auf Abschwächung setzen sollten. Anpassung funktioniere unabhängig von den Ursachen.

Faktor Sonnenlichtreflexion

Zu den Unterzeichnern von CLINTEL gehören zwei Nobelpreisträger – die Physiker John Francis Clauser aus den Vereinigten Staaten und Ivan Giaever, ein Norweger und Amerikaner.

Clauser merkte an, dass die Klimamodelle den Einfluss des Sonnenlichtes beziehungsweise dessen Reflexion durch Kumuluswolken ignorieren. Diese bedecken im Durchschnitt die Hälfte der Erde.

Im Mai wurde Clauser in den Vorstand der CO₂-Koalition gewählt, einer Gruppe, die sich mit den positiven Auswirkungen von Kohlendioxid auf die Umwelt befasst. Er ist der Ansicht, dass sich „eine fehlgeleitete Klimawissenschaft zu einer massiven schockjournalistischen Pseudowissenschaft entwickelt hat.“

Falsche Weltuntergangsprognosen

CLINTELs Erklärung widerspricht der Ansicht von Klimaalarmisten, die seit Langem Weltuntergangsszenarien vorhersagen. Eingetreten sei jedoch bisher keine dieser Prognosen.

Beispielsweise sagten im Jahr 1970 einige Klimawissenschaftler voraus, dass die Erde im 21. Jahrhundert in eine neue Eiszeit eintreten würde. Der Verschmutzungsexperte James Lodge sagte voraus, dass „die Luftverschmutzung die Sonne abschirmen werde und eine neue Eiszeit im ersten Drittel des neuen Jahrhunderts verursachen könnte.“ Dies blieb bis jetzt aus und wird aller Voraussicht nach nicht eintreffen.

Eine weitere Horrorprognose kam 1982 von Mostafa Tolba, damaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Er sagte, dass der Welt bis zum Jahr 2000 eine „Umweltkatastrophe bevorsteht“. Diese richte eine so vollständige und unumkehrbare Verwüstung wie ein nuklearer Holocaust an“, wenn die Menschheit ihren Kurs nicht ändert.

Im Juni 2008 behauptete James Hansen, Direktor des Goddard Institute of Space Sciences der NASA, dass die Arktis in fünf bis zehn Jahren im Sommer kein Eis mehr haben werde.

Wichtiges Wahlkampfthema

Da Klimaalarmisten weiterhin Propaganda über die globale Erwärmung verbreiten, ist das Thema zum Inhalt des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2024 geworden. US-Präsident Joe Biden bezeichnet den Klimawandel immer wieder als „die existenzielle Bedrohung für die Menschheit“.

Andererseits gibt es im selben Lager Kandidaten, die dies offen ablehnen.

In einem Beitrag vom 13. Juli auf X sagte der demokratische Präsidentschaftskandidat Robert F. Kennedy Jr., dass „der Klimawandel dazu benutzt wird, uns durch Angst zu kontrollieren. Freiheit und freie Märkte sind ein viel besserer Weg, die Umweltverschmutzung zu stoppen. Die Umweltverschmutzer bereichern sich, indem sie die Öffentlichkeit für den von ihnen verursachten Schaden zahlen lassen“, sagte er.

(Mit Material von theepochtimes.com)



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