Ein Demonstrant in Caracas am 30. Juli 2017 (Symbolbild).Foto: RONALDO SCHEMIDT/AFP/Getty Images

Berlin fordert: Regierung in Venezuela soll Gespräche mit Opposition aufnehmen

Epoch Times31. Juli 2017 Aktualisiert: 31. Juli 2017 16:40
Die verfassungsgebende Versammlung in Venezuela könne das Land nicht aus seiner wirtschaftlichen und sozialen Krise führend, meint die Bundesregierung. Deswegen solle die venezolanische Regierung Gespräche mit der Opposition aufnehmen.

Die venezolanische Regierung soll Gespräche mit der Opposition aufnehmen, fordert die Bundesregierung. Es sollten „ernsthafte Verhandlungen über einen Ausweg aus der Krise“ diskutiert werden.

Die Bundesregierung bedauere, dass Nicolás Maduro die verfassungsgebenden Versammlung „trotz großen Widerstands der venezolanischen Gesellschaft und gegen den ausdrücklichen Rat der internationalen Gemeinschaft nicht angehalten hat“, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag.

„Dieser Schritt hat das Land weiter gespalten, die demokratische Ordnung geschwächt und die tiefe Krise, von der Venezuela seit vielen Monaten erschüttert wird, weiter verschärft. Die vorhersehbare Eskalation der Gewalt hat an diesem Wochenende mehr als 15 Todesopfer gefordert“, sagte der Sprecher.

Die verfassungsgebende Versammlung sei nach Auffassung der Bundesregierung nicht dazu geeignet, Venezuela aus seiner wirtschaftlichen und sozialen Krise zu führen. „Es muss Ziel der internationalen Gemeinschaft bleiben, das Land bei der Suche nach einer gewaltfreien Lösung der politischen und wirtschaftlichen Krise zu unterstützen.“

Die Opposition fürchtet, dass das Land durch die neue Verfassung in eine Diktatur abgleitet und das Parlament entmachtet wird. (dts)

Mehr dazu:

Blutige Demonstrationen am Wahltag in Venezuela – Mehrere Tote bei Kundgebungen

Kandidat für verfassunggebende Versammlung in Venezuela erschossen

Venezuela will Erklärung von USA wegen mutmaßlicher Verwicklung in CIA-Komplott



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion