Burmas Safran-Revolution dauert an

Von 28. Mai 2010 Aktualisiert: 28. Mai 2010 10:00
Wie die Mönche in Burma jetzt leiden

In diesem Sommer werden es drei Jahre, dass die Welt zum ersten Mal die aus dem Land geschmuggelten Bilder sah, die die heftigen Angriffe der burmesischen Militärregierung auf die buddhistischen Mönche des Landes zeigten. Seit 2007 sind Burmas Mönche ununterbrochen den Beschimpfungen und der strengen Überwachung durch die Militärherrschaft ausgesetzt.

„Ich werde die ganze Zeit beobachtet“, sagte ein Mönch 2009 in einem Bericht von Human Rights Watch. „Ich gelte als Rädelsführer. Zwischen 12 und 14 Uhr ist es mir erlaubt, das Kloster zu verlassen. Aber dann werde ich beschattet. Ich musste meine Verfolger abschütteln, um zu diesem Treffen zu kommen“, sagte der Mönch. „Ich habe keine Angst, nicht um mich selbst. Ich habe keine Angst, ausländischen Journalisten zu erzählen, was passiert ist. Ich bin bereit wieder zu marschieren, wenn sich die Gelegenheit bietet.“

Im Jahr 2007 demonstrierten Zehntausende Mönche auf den Straßen, um gegen die schlechten Lebensbedingungen in Burma zu protestieren.

Die Mönche wurden erschossen, geschlagen und in Scharen verhaftet. Jetzt werden Mönche, die nach all der Gewalt im Land geblieben sind, immer noch festgenommen, gefoltert und zu harter Arbeit gezwungen. Und die Zensur der Medien durch die Militärdiktatur macht es der Welt schwer, das volle Ausmaß der Grausamkeiten zu erfahren.

Andere Mönche sind untergetaucht, und einige sind aus Burma geflohen. Im März berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass die meisten Mönche, die Asyl in den Vereinigten Staaten gefunden und ihre Mönchsgewänder aufgegeben haben, die Notwendigkeit, sich selbst zu retten als das Wichtigste  erachteten.

Andere Mönche jedoch sind immer noch aktiv: Mehrere Senior-Mönche haben im Zuge der Revolution die „All Burmese
Monks Alliance“ (ABMA) gegründet und zwei andere Senior-Mönche die „International Burmese Monks Organization“ (IBMO). Beide Organisationen unterstützen Mönche inner- und außerhalb Burmas und kämpfen weiter für die Grundrechte.

Die Webseite der IBMO erinnert die Leser daran, dass Buddha die „Zehn Regeln für Könige“ gelehrt hat. Diese beinhalten Almosen, Großzügigkeit, Gerechtigkeit, Güte und Geduld. Seit Jahrhunderten haben sich burmesische Könige an diesen Regeln orientiert. Trotz allem, was ihnen zurzeit passiert, warten die Mönche sehnsüchtig auf den Tag, an dem die Führer Burmas wieder an diesen Regeln festhalten werden.

Der Buddhismus ist Burmas größte Religion, und Human Rights Watch schätzt, dass  sich unter den 54 Millionen Einwohnern etwa 300.000 bis 400.000 Mönche und etwa 50.000 Nonnen befinden.

Burmas Mönche haben in der Geschichte sowohl in spiritueller als auch in säkularer Weise eine aktive Rolle gespielt.

Unterstützt durch die Gunst der Könige und der Bürger waren die buddhistischen Sanghas (Gemeinschaften der Mönche) verantwortlich für Bildung, jährliche Festivitäten, Beratung und die Weihe der jungen Novizen.

„Bei jeder Aktivität im Dorf war das Kloster mit involviert“, steht im Report von Human Rights Watch, der besagt, dass das Wohlwollen der Sanghas stets von den Königen und später von den politischen Führern – inklusive der früheren oppositionellen Anführerin und Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi – gesucht wurde.

Originalartikel auf Englisch: The Saffron Revolution Continues

Foto: AFP/AFP/Getty Images

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