„Die Lage ist ernst“: Frankreich und Niederlande zu Plünderungen auf Karibikinseln

Hurrikan "Irma" zieht weiter eine Schneise der Verwüstung, Diebe und Plünderer machen sich die Lage zunutze. Hafen und Flughafen seien für militärische Zwecke wieder geöffnet worden, Priorität hat die Lieferung von Wasser und Lebensmitteln sowie Medikamenten und Zelten für die Sturmopfer.
Titelbild
Sturm „Irma” richtet eine massive Verwüstungen in der Karibik an.Foto: GERBEN VAN ES/AFP/Getty Images
Epoch Times8. September 2017

Frankreich und die Niederlande haben nach dem Durchzug von Hurrikan „Irma“ über Plünderungen auf verwüsteten Karibikinseln geklagt.

„Die Lage ist ernst“, sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag über Plünderungen auf der Insel Sint Maarten. Auch im französischen Inselteil Saint-Martin sowie auf Saint-Barthélemy machten sich Diebe am Eigentum verwüsteter und verlassener Häuser zu schaffen, wie die französische Ministerin für die Überseegebiete, Annick Girardin, sagte.

Sie habe mit eigenen Augen Plünderungen gesehen, sagte Girardin am Donnerstagabend (Ortszeit) nach einem Überflug über Saint-Martin und Saint-Barthélemy. Zuvor hatten schon Augenzeugen von Plünderungen berichtet. Girardin kündigte die Entsendung von 400 Polizisten in die französischen Gebiete an.

Ein Luftbild des niederländischen Teiles der Karibikinsel Saint Martin, 6. September 2017. Foto:  GERBEN VAN ES/AFP/Getty Images

Luftbild von Philipsburg im niederländischen Teil von Saint Martin. Foto: GERBEN VAN ES/AFP/Getty Images

Die Gesundheitsversorgung und die Versorgung der Menschen mit Wasser und Lebensmitteln habe „größte Dringlichkeit“, sagte die Ministerin. An zweiter Stelle komme die „öffentliche Ordnung“. Justizministerin Nicole Belloubet sagte am Freitag dem französischen Sender RTL, es sei ein Staatsanwalt nach Saint-Martin entsandt worden.

LINK: Auf St. Martin sind 95 Prozent aller Häuser zerstört

Rutte sagte vor Journalisten, die niederländische Regierung schicke zusätzliche Polizisten und Soldaten nach Sint Maarten, um für Ordnung zu sorgen. Der Hafen und der Flughafen seien für militärische Zwecke wieder geöffnet worden.

Priorität habe aber die Lieferung von Wasser und Lebensmitteln sowie Medikamenten und Zelten für die Sturmopfer. Die niederländische Regierung tue alles in ihrer Macht Stehende, um den Betroffenen zu helfen. „Wir geben Sint Maarten nicht auf“, sagte Rutte.

Fajardo in Puerto Rico, Überflutete Straßen nachdem Hurrikan Irma den Norden der Insel am 6. September 2017 passierte. Foto: Jose Jimenez/Getty Images

Ein Luftbild aus dem niederländischen Teil von Saint Martin. Es zeigt den Princess Juliana International Airport und den Strand Simpson Bay. Foto: GERBEN VAN ES/AFP/Getty Images

Hurrikan „Irma“ zieht derzeit eine Schneise der Verwüstung durch die Karibik. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben.

Der französische Rückversicherer CCR schätzte am Freitag, dass der materielle Schaden in den französischen Gebieten bei deutlich über 200 Millionen Euro liegen dürfte.

Der Wirbelsturm wurde am Freitag von der höchsten Kategorie fünf auf Kategorie vier heruntergestuft. Er war auf dem Weg zum US-Bundesstaat Florida. (afp)

Nahezu 95 Prozent aller Häuser auf Saint Martin sind zerstört. Foto: GERBEN VAN ES/AFP/Getty Images

Zum Weiterlesen

„Alle Häuser, Läden und Tankstellen sind weggefegt“ – Hurrikan zerstörte Saint-Martin und Barbuda zu 95 Prozent

Hurrikan schwemmt auf Richard Bransons Privatinsel „ganze Häuser“ weg

Kuba bringt 36.000 Urlauber vor Hurrikan „Irma“ in Sicherheit

Hurrikan „Irma“: Zwei Tote und erhebliche Schäden auf Karibik-Inseln + Video



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion