Teuere Renovierungsarbeiten
Paris: Eiffelturm wegen Streiks geschlossen
Wegen eines Streiks ist der Pariser Eiffelturm am Montag für Besucher geschlossen geblieben. Mehrere Gewerkschaften haben zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, um gegen den Zustand des Monuments und eine „unhaltbare“ Haushaltsplanung zu protestieren.

Der Eiffelturm, das berühmte Wahrzeichen von Paris und Frankreich, Blick von unten. Er wurde im Jahr 1889 zur Weltausstellung in Paris errichtet und ist seitdem ein Symbol für die Stadt.
Foto: Michel Euler/AP/dpa
„An vielen Stellen ist Rost zu sehen, Zeichen einer beunruhigenden Verschlechterung des Zustands“, heißt es in einer Erklärung der Gewerkschaften.
Der jüngste Anstrich habe 100 Millionen Euro gekostet, dabei seien aber nur von drei Prozent der Oberfläche frühere Farbschichten abgetragen worden. Die Gewerkschaften CGT und FO werfen der Stadt Paris eine „Unterschätzung“ der Kosten für anstehende Renovierungsarbeiten vor. Während der Corona-Pandemie seien dem Wahrzeichen Einnahmen in Höhe von 120 Millionen Euro entgangen.
Die Gewerkschaften forderten die Einrichtung eines Sonderfonds, um die kommenden Arbeiten zu finanzieren. Der Eiffelturm dürfte bei den Olympischen Spielen im Juli und August in Paris noch mehr Besucher als sonst anziehen. Die Olympia-Medaillen sind in diesem Jahr mit sechseckigen Metallstücken verziert, die aus Originalteilen des Eiffelturms stammen. Sie waren bei Renovierungsarbeiten ersetzt worden und lagen ungenutzt in einer Lagerhalle. (afp)
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