Undercover Journalist James O'Keefe wurde auf Twitter gesperrt, gemeinsam mit dem Konto seines Projektes "Project Veritas".Foto: MANDEL NGAN/AFP/Getty Images

Project Veritas leakt Aufnahmen von Facebook-Vize und wird von Twitter gesperrt

Epoch Times12. Februar 2021 Aktualisiert: 13. Februar 2021 9:08
Am 11. Februar sperrte Twitter die Konten von Project Veritas und seinem Gründer James O'Keefe. Die Undercover-Journalisten hatten ein Video gepostet, in dem Facebook-Vizechef Guy Rosen über das "Einfrieren" von Kommentaren sprach.

Twitter hat am Donnerstagmorgen den Twitter-Account des Journalisten James O’Keefe sowie den seiner Organisation „Project Veritas“ gesperrt. Als Grund gaben sie die Verletzung der „Regeln gegen das Posten privater Informationen“ an.

In den am Mittwoch veröffentlichten YouTube-Videos war Facebooks Vize-Präsident Guy Rosen zu sehen, der erzählte, dass Big Tech unter Verwendung von Algorithmen absichtlich Kommentare „einfriert“, in denen Hassreden vorkommen könnten.

Twitter erklärte gegenüber Epoch Times in einer E-Mail, dass das Konto von „Project Veritas“ dauerhaft und das von James O’Keefe temporär gesperrt wurde. Beide hätten laut Twitter gegen die Richtlinien zu privaten Informationen verstoßen. O’Keefe müsse „den verletzenden Tweet löschen, um den Zugang zu seinem Konto wiederzuerlangen“.

In einem Youtube-Video ist Rosen zu hören, wie er am 7. Februar in einer internen Sitzung sagte: „Wir haben ein System, das in der Lage ist, Kommentare zu Threads einzufrieren, wenn unsere Systeme erkennen, dass es einen Thread gibt, der Hassreden oder Gewalt enthält. … Das sind alles Dinge, die wir in den letzten drei bis vier Jahren als Teil unserer Investitionen in den Integritätsbereich, unsere Bemühungen zum Schutz der Wahl, aufgebaut haben.“

In dem Video ist auch zu sehen, wie Reporter Christian Hartsock Rosen vor seinem Haus mit der Frage konfrontierte, was er mit „Einfrieren von Kommentaren, die Hassrede enthalten“ meinte. Rosen reagierte nicht und O’Keefe bohrte weiter nach: „Wie definieren Sie Hassrede? Ist es nur Rede, die Sie hassen? Frieren Sie jetzt Ihre eigenen Kommentare ein?“ Rosen antwortete nicht und verschwand in seinem Haus.

„Project Veritas“ reagierte in dem Video auf die Sperrung durch Twitter mit dem Hinweis, dass es für Medien üblich wäre, Bürger auf der Straße anzusprechen und die Sperrung somit falsch sei.

Auch „The Federalist“ berichtete über den Vorfall und schrieb, dass die Bemühungen von Big Tech, unliebsame Meinungen und Stimmen zum Schweigen zu bringen, auf Hochtouren laufen.

In einer Ankündigung am 8. Februar behauptete Facebook, dass es seine „Bemühungen erweitert, falsche Behauptungen auf Facebook und Instagram über COVID-19, COVID-19-Impfstoffe und Impfstoffe im Allgemeinen während der Pandemie zu entfernen“.

„Wir werden sofort mit der Durchsetzung dieser Richtlinie beginnen, mit einem besonderen Fokus auf Seiten, Gruppen und Konten, die diese Regeln verletzen, und wir werden unsere Durchsetzung in den kommenden Wochen weiter ausbauen“, sagte Facebook. „Gruppen, Seiten und Konten auf Facebook und Instagram, die wiederholt diese widerlegten Behauptungen teilen, können komplett entfernt werden.“

Jack Dorsey kündigte breit gefächerte Kontolöschungen an

Vor etwa einem Monat veröffentlichte „Projekt Veritas“ bereits einen Clip, der Twitter-CEO Jack Dorsey in einem geleakten Videoanruf zu zeigen scheint. Er spricht darüber, noch mehr Konten zu löschen, nachdem der ehemalige Präsident Donald Trump gesperrt wurde.

„Im Moment konzentrieren wir uns auf ein Konto. Aber das wird viel mehr betreffen als nur ein Konto, und es wird noch viel länger dauern als nur diesen Tag, diese Woche, die nächsten Wochen, über die Amtseinführung hinaus“, sagt Dorsey in dem Video.

Weiter bezog er sich auf Maßnahmen gegen QAnon-bezogene Konten. Diese seien Teil eines „breiteren Vorgehens.“

„Wissen Sie, die USA sind extrem gespalten. Unsere Plattform zeigt das jeden einzelnen Tag“, so Dorsey weiter. Mit den Maßnahmen wolle er die Integrität seiner Plattform wiederherstellen.

In den letzten Monaten sind Twitter und Facebook unter Beschuss geraten, nachdem sie Konservative und konservative Meinungen zensiert hatten. Infolgedessen haben alternative Social-Media-Plattformen – wie Telegram, Gab und MeWe – in den letzten Wochen einen sprunghaften Anstieg der Nutzerzahlen verzeichnet.

Telegram wurde im Januar zur Nr. 1 der weltweit heruntergeladenen Nicht-Spiele-Apps im Apple Store. (nmc)

(Mit Material von The Epoch Times USA)

 

 



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