Der Bahnverkehr ist aufgrund des Streiks in Frankreich stark eingeschränkt.Foto: BERTRAND GUAY/AFP via Getty Images

Rentenstreiks in Frankreich gehen weiter: Weihnachtsnotfall-Plan in Vorbereitung

Epoch Times14. Dezember 2019 Aktualisiert: 14. Dezember 2019 22:13
In Paris blieben neun Metrolinien weiter geschlossen, auch im Busverkehr gab es starke Einschränkungen.

Die Streiks gegen die geplante Rentenreform in Frankreich sorgen weiterhin für massive Einschränkungen im öffentlichen Verkehr. Laut staatlicher Bahngesellschaft SNCF blieb der Zugverkehr am Samstag am zehnten Streiktag in Folge „stark gestört“. Für Sonntag und Montag wurden ähnliche Beeinträchtigungen erwartet. Die Streiks drohen auch die Weihnachtspläne vieler Reisenden durcheinander zu bringen.

Premierminister Edouard Philippe richtete daher einen Appell an die streikenden Bahnmitarbeiter: „Weihnachten ist eine wichtige Zeit. Aber jeder muss Verantwortung übernehmen. Ich glaube nicht, dass die Franzosen es akzeptieren würden, wenn einige Leute sie dieses Moments berauben“, sagte der Regierungschef der Zeitung „Le Parisien“ (Sonntagsausgabe).

Die SNCF-Managerin Rachel Picard stellte derweil gegenüber der Zeitung in Aussicht, dass rund die „Hälfte der Reisenden“ voraussichtlich ihre Zugfahrten wahrnehmen könnten, um an den Feiertagen bei ihren Familien zu sein. Für gewöhnlich dauert es nach Streiks einige Tage, bis die Züge wieder nach Plan rollen. Die größte Bahngewerkschaft CGT-Cheminots hatte vor wenigen Tagen gedroht, es werde „keinen Waffenstillstand zu Weihnachten“ geben.

Am Samstag fuhr im Durchschnitt nur jeder vierte TGV-Schnellzug. In Paris blieben neun Metrolinien weiter geschlossen, auch im Bus- und Regionalverkehr gab es starke Einschränkungen.

Dringlichkeitstreffen für Weihnachts-Notfallplan

Regierungschef Philippe hatte am Freitag ein Dringlichkeitstreffen mit SNCF-Chef Jean-Pierre Farandou einberufen. Er forderte ihn auf, einen Weihnachts-Notfallplan vorzubereiten, aus dem hervorgehe, welche Züge sicher fahren. Der Bahn-Chef hatte die Eisenbahner zuvor aufgerufen, über die Feiertage eine „Pause“ bei den Streiks einzulegen.

Die Gewerkschaften wiesen dies zurück. Wenn der Konflikt noch vor den Feiertagen beendet werden solle, habe die Regierung noch die nächste Woche Zeit, die Rentenreform zurückzunehmen, sagte Laurent Brun von CGT-Cheminots der Nachrichtenagentur AFP. „Damit die Züge rollen, ist eine positive Nachricht der Regierung nötig“, sagte Roger Dillenseger von der Gewerkschaft Unsa.

Für Dienstag haben die Gewerkschaften erneut zu landesweiten Protesten und Streiks aufgerufen. Am ersten Tag der Protestwelle am 5. Dezember waren mehr als 800.000 Menschen auf die Straße gegangen, bei Kundgebungen in der zurückliegenden Woche war die Beteiligung aber stark rückläufig. Am Wochenende waren mehrere kleinere Proteste in verschiedenen Städten geplant. (afp)

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Der Kommunismus vertritt die absolute Gleichheit der Ergebnisse in der Gesellschaft – also einen absoluten Egalitarismus. Dieser Begriff mag vielleicht hochtrabend klingen, sodass viele blind an seine Rechtschaffenheit glauben. Doch gleichzeitig ruft er auch Hass und Neid hervor.

Eine Folge des Egalitarismus ist, dass die Menschen den Erfolg anderer nicht akzeptieren können – wenn diese etwa reicher sind, ein bequemeres Leben führen, eine leichtere Arbeit haben oder ihre Lebensbedingungen einfach besser sind. Alle sollten gleich sein nach dem Motto: Ich will und soll das haben und bekommen, was du hast und bekommst.

Der absolute Egalitarismus zeigt sich auf mindestens zwei Arten: Erstens, wenn Menschen denken, dass alle gleich sein sollten, werden einige mit ihrem wirtschaftlichen Status bestimmt unzufrieden sein. So ist es einfach, Neid und Hass unter den Menschen schüren. Die Menschen begehren die Dinge, die ihre Mitmenschen besitzen, und versuchen sogar, sie mit unlauteren und gewaltsamen Methoden in ihren Besitz zu bringen. Im Extremfall zerstören sie das Eigentum der anderen oder töten, um reich zu werden. Die schlimmste Erscheinungsform hierbei ist die gewaltsame Revolution.

Und zweitens: Der absolute Egalitarismus zeigt sich auch innerhalb der Gruppen, die im Wesentlichen den Zustand der „Gleichheit“ bereits erreicht haben: Wenn es Vorteile gibt, erhält jeder den gleichen Anteil davon. Alle, die auffallen, werden kritisiert. Alle werden gleich behandelt, ob jemand nun mehr, weniger oder gar nicht arbeitet. Darum geht es in Kapitel 9 (Band 2) dieser Buchserie. Hier weitere Informationen und Leseproben.:

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 45,00 Euro (zzgl. 5,50 Euro Versandkosten) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder – falls vergriffen – direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es jetzt auch als E-Book und als Hörbuch

E-Book: Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben.

Hörbuch: Das Hörbuch bieten wir im MP3 Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. Das E-Book und das Hörbuch sind direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion