Der südkoreanische Zerstörer Choi Young.Foto: Lee Jin-Man-Pool/Getty Images

Südkoreanischer Zerstörer nahe der Straße von Hormus eingetroffen

Epoch Times5. Januar 2021 Aktualisiert: 5. Januar 2021 16:14
Nachdem die iranischen Revolutionsgarden in der Golfregion einen südkoreanischen Tanker beschlagnahmt haben, hat das südkoreanische Verteidigungsministerium den Zerstörer "Choi Young" dorthin entsandt.

Der Zerstörer sei mit seiner 300-köpfigen Besatzung, die auf den Kampf gegen Piraterie spezialisiert sei, in den Gewässern an der Straße von Hormus eingetroffen, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Seoul mit.

Die Aufgabe des Zerstörers sei es, die „Sicherheit unserer Staatsbürger zu gewährleisten“. Das Kriegsschiff sei seit Ende vergangenen Jahres in der Region, an eine offensive Aktion sei nicht gedacht, sagte ein nicht genannter Militärsprecher der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. „Diese Frage sollte diplomatisch gelöst werden.“

Das südkoreanische Außenministerium teilte derweil mit, es werde „schnellstmöglich“ eine Delegation nach Teheran entsandt, um in bilateralen Verhandlungen die Freilassung des Tankers und der 20 Besatzungsmitglieder zu erreichen.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Montag den südkoreanischen Tanker „Hankuk Chemi“ mit der Begründung beschlagnahmt, er habe „wiederholt“ gegen Umweltauflagen verstoßen. Die Besatzungsmitglieder stammen nach Angaben der Revolutionsgarden aus Südkorea, Indonesien, Vietnam und Myanmar.

Der südkoreanische Vize-Außenminister Choi Jong Kun will nach den Ankündigungen aus Seoul in der kommenden Woche zu einem seit längerer Zeit geplanten Besuch nach Teheran reisen. Die iranische Regierung fordert die Freigabe von Milliarden-Guthaben, die in Südkorea auf der Grundlage von US-Sanktionen gegen den Iran eingefroren wurden. Der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Abdolnasser Hemmati, bezifferte den Betrag auf umgerechnet 5,7 Milliarden Euro.

Die südkoreanische Außenministerin Kang Kyung Wha äußerte sich nicht zu Spekulationen, der Iran wolle durch die Beschlagnahme des Tankers erreichen, dass Südkorea die eingefrorenen Guthaben freigibt. „Wir müssen erst die Fakten verifizieren und die Sicherheit der Crew garantieren“, sagte Kang. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars wurde die „Hankuk Chemi“ im Persischen Golf festgesetzt und „in die Häfen unseres Landes“ gebracht. Der Tanker hatte demnach 7200 Tonnen petrochemische Produkte geladen. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion