Die UNO hat den Bericht Global Humanitarian Overview 2020 veröffentlicht. Aktuell gibt es in einzelnen Regionen schlimmste humanitäre Krisen. Der Bedarf 2020 wird weiter steigen.Foto: iStock

Für 2020 rechnet UNO mit Rekordbedarf an humanitärer Hilfe

Epoch Times5. Dezember 2019 Aktualisiert: 5. Dezember 2019 16:08
Die "verlorene Generation" Kinder, psychische Probleme und Angriffe auf Nothelfer. Die Situation in der humanitären Hilfe ist beunruhigend, sagt die UNO. Für 2020 rechnet sie mit Infektionskrankheiten, Klimaschocks und Schuldenkrisen. 2020 wird humanitäre Hilfe auf Rekordniveau benötigt.

Viel mehr Menschen benötigten im Jahr 2019 humanitäre Hilfe als zunächst gedacht. Vor einem Jahr ging die Uno von 146 Millionen Menschen aus. Doch das war eine Fehlschätzung. Tatsächlich gab es 166 Millionen hilfebedürftige Menschen. Für 2020 rechnet die UNO mit Rekordbedarf an humanitärer Hilfe, schreibt die Organisation im Bericht: „Global Humanitarian Overview 2020„.

Höchster Wert an hilfebedürftigen Menschen

Die Prognose für 2020 steht auch fest: Knapp 168 Millionen Menschen werden im Jahr 2020 humanitäre Hilfe und Schutz benötigen. Das ist der höchste Wert seit Jahrzehnten. Der Grund: „Konflikte und extreme Klimaereignisse“. Bis zum Jahr 2022 könnte sich der Bedarf sogar noch auf 200 Millionen erhöhen.

Um den 109 Millionen am stärksten gefährdeten Menschen zu helfen, benötigt die UNO aber rund 29 Milliarden US-Dollar Unterstützung. Gegenüber dem Vorjahr mit 30 Milliarden US-Dollar sind die Kosten sogar gesunken. Die UNO begründet das mit einem effektiveren humanitären System.

Doch ausgeben konnte die UNO im Jahr 2018 nur 16 Milliarden US-Dollar da sie nicht mehr zur Verfügung hatte. Trotzdem ein Rekordwert, betont die Organisation.

Nato findet Entwicklung beunruhigend

Extrem gewalttätige Konflikte verursachen weltweit Hungersnot, Tod, Zerstörung und vertreiben Menschen aus ihren Regionen.

Kinder werden zu einer Art „verlorenen Generation“ – eine Rekordzahl von Kindern wird getötet und verstümmelt oder gezwungen, aus ihren Häusern zu fliehen. Frauen und Mädchen sind darüber hinaus einem höheren sexuellen Missbrauchsrisiko ausgesetzt. Und jeder fünfte Mensch, der in einem Konfliktgebiet lebt, hat psychische Probleme.

Beunruhigend findet die UNO auch die Verdopplung von Angriffen auf Nothelfer und Hilfeeinrichtungen. Während es im Jahr 2018 rund 400 Angriffe mit 131 Toten und 130 Entführungen gab, wurden im Jahr 2019 bis jetzt bereits 791 Helfer angegriffen, von denen 171 Menschen getötet wurden.

Verschärfungen von Infektionskrankheiten und Schuldenkrisen

Zunehmend schwieriger wird es, Infektionskrankheiten zu kontrollieren. Grund sind Mängel bei Gesundheitssystemen, Wasser, sanitären Einrichtungen und Impfungen. In Afrika zum Beispiel sind in den ersten drei Monaten 2019 die Masernfälle um 700 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Auch das Schwächeln der Weltwirtschaft könnte wirtschaftlichen Stress und Schuldenprobleme in angeschlagenen Ländern weiter erhöhen. Im Jahr 2019 waren 33 Länder von einer Schuldenkrise bedroht oder steckten schon mittendrin. In 12 dieser Länder leben 40 Prozent der Menschen die humanitäre Hilfe benötigen.

Und auch zunehmende Klimaveränderungen machen anfällig für humanitäre Krisen, meint die UNO. Sie weist darauf hin, dass die acht schwersten Lebensmittelkrisen der Welt alle mit Konflikten und Klimaveränderungen verbunden sind.

Schlimmste regionale Krisen erfordern mehr humanitäre Hilfe

Besonderes Augenmerk schenkt der UNO-Bericht den typischen Konfliktgebieten wie Jemen, Syrien, Südsudan und weitere. So waren zu Beginn 2019 mehr als 820 Millionen Menschen ohne ausreichende Nahrung und mehr als 70 Millionen Menschen mussten wegen Verfolgung und Konflikte aus der Heimat fliehen.

  • Jemen: Hier herrscht die schlimmste humanitäre Krise der Welt. Fast 80 Prozent der Bevölkerung wird in Not bleiben (24 Millionen).
  • Syrien erlebt die größte Flüchtlings- und Migrantenkrise. 5,6 Millionen fliehen regional. Mehr als 6 Millionen Syrer wurden bereits vertrieben.
  • Im Sudan beeinträchtigt die zunehmende Wirtschaftskrise deutlich die Lebensmittelverfügbarkeit, Gesundheitsleistungen und Ausbildung. Ähnlich ist es in Venezuela.
  • Die Vertreibung von Menschen aus dem Sahel hat dramatisch zugenommen und die Hungersnot kritische Ausmaße erreicht.
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  • In Haiti könnten 4,2 Millionen Menschen von Lebensmittelknappheit betroffen sein. Ursache ist eine zunehmende politische und sozioökonomische Krise.
  • Auch in Afghanistan wird nach jahrelangen gewalttätigen Konflikten weiter humanitäre Hilfe benötigt. Zuletzt gab es dort eine schwere Dürre.
  • Und in der Demokratischen Republik Kongo rechnet die UNO mit einem weiter „außergewöhnlich“ hohem humanitären Bedarf.

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