Ein Helikopter des italienischen Katastrophenschutzes lässt am 13. August 2021 Wasser auf einen Waldbrand im Naturschutzgebiet Monte Catillo in Tivoli fallen.Foto: ALBERTO PIZZOLI/AFP via Getty Images

Waldbrände im Mittelmeerraum weitgehend unter Kontrolle

Epoch Times13. August 2021 Aktualisiert: 13. August 2021 20:09

Im Kampf gegen die gewaltigen Waldbrände im Mittelmeerraum sind in mehreren Ländern Fortschritte erzielt worden, doch bleibt die Lage in vielen Gebieten äußerst angespannt. Die größten Erfolge bei der Eindämmung der Flammenmeere wurden bis Freitag in Griechenland erzielt: Dort brachte die Feuerwehr alle großen Brände weitgehend unter Kontrolle. Auch in Spanien wurde der größte Waldbrand eingedämmt, in Italien hingegen nahm die Zahl der Waldbrände weiter zu.

In Griechenland kamen zuletzt Regenfälle sowie sinkende Temperaturen den Einsatzkräften in ihrem seit rund zwei Wochen andauernden Kampf gegen die Flammen zur Hilfe.

In Griechenland nur noch vereinzelte Flammenherde

Seit Donnerstag gebe es „keine große aktive Front“ mehr, nur noch vereinzelte Flammenherde, sagte ein Feuerwehrsprecher in Griechenland. Er warnte jedoch, für das Wochenende vorhergesagter starker Wind könnte die Flammen wieder anfachen. Die Feuerwehr blieb deshalb in Alarmbereitschaft.

Durch die Feuer kamen in Griechenland mindestens drei Menschen ums Leben, hunderte verloren ihr Zuhause. Mehr als 100.000 Hektar Land waren betroffen. Die Großbrände in Griechenland hatten vor allem auf der Insel Euböa und im Bezirk Arkadien auf der Halbinsel Peloponnes gewütet.

Hunderte Feuerwehrleute und Anwohner hatten in Griechenland gegen die Flammen gekämpft, wobei sie von Feuerwehrkräften aus zahlreichen europäischen Ländern unterstützt wurden. Zivilschutzsprecher Spyros Georgiou kündigte am Freitag an, die ausländischen Helfer würden die einheimischen Kräfte auch bei der weiteren Überwachung der Brandgebiete unterstützen.

Waldbrände in Sizilien

Drei französische Löschflugzeuge wurden allerdings von Griechenland nach Sizilien verlegt. Auf der süditalienischen Insel sowie in anderen Regionen des Landes kämpfte die Feuerwehr gegen insgesamt mehr als 500 Brände an. Mindestens vier Menschen kamen nach Angaben italienischer Medien durch die Flammen ums Leben.

Die italienischen Großbrände wüten vor allem im Süden des Landes. Allerdings brach inzwischen auch ein Großbrand in einem Naturschutzgebiet nahe der Stadt Tivoli im Landeszentrum aus. Tivoli liegt rund 30 Kilometer östlich von Rom.

Spanien gelang es größten Waldbrand einzudämmen

In Spanien gelang es unterdessen der Feuerwehr, den größten Waldbrand einzudämmen. Das am Donnerstag ausgebrochene Feuer in der katalanischen Provinz Tarragona sei nach dem Einsatz von rund hundert Feuerwehrleuten unter Kontrolle, teilte die regionale Feuerwehr mit. Das Feuer zerstörte den Angaben zufolge 75 Hektar eines unter Naturschutz stehenden Waldgebiets.

In der nordwestspanischen Region Galicien ging unterdessen der Kampf gegen einen großen Waldbrand weiter. Nach Angaben der dortigen Regionalregierung vernichtete dieses Feuer seit Donnerstagabend rund 200 Hektar Fläche. In anderen Teilen Spaniens herrschte weiterhin akute Gefahr des Ausbruchs neuer Waldbrände. Ähnlich angespannt war die Lage in Portugal. Dort gab die Regierung für 14 der 18 Landesregionen akute Warnungen vor Großbränden aus.

Südlich des Mittelmeeres konnten die Einsatzkräfte in Algerien die seit Anfang der Woche wütenden Waldbrände weitgehend unter Kontrolle bringen. Vor allem die Brände im Bezirk Tizi Ouzou seien fast alle gelöscht, teilte der Zivilschutz mit. Damit seien nun 76 der rund hundert am Vortag registrierten Feuer gelöscht. Durch die Waldbrände kamen in Algerien mindestens 71 Menschen ums Leben. Auch im Nachbarland Tunesien wüteten dutzende Waldbände.

In der Türkei wiederum sind zwar die Großbrände eingedämmt, doch wurde die dortige Schwarzmeer-Region von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Dabei kamen nach Angaben der Behörden bis Freitag mindestens 31 Menschen ums Leben. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion