Auffällige Häufung der Corona-Todesfälle nach Impfung: Big Data-Spezialist Martin Adam analysiert RKI-Zahlen

Von 21. März 2021 Aktualisiert: 22. März 2021 16:19
In Deutschland starben in den ersten Monaten 2021 mehr Menschen mit oder an Corona als im gesamten Jahr 2020. Das ergab eine Sonderauswertung von Daten, die das RKI bereitstellt. Ob die Todesfälle auf COVID-19 zurückzuführen sind, oder ob ein Zusammenhang zu den Impfungen besteht, zeigen die Daten nicht.

Seit Beginn der Impfungen zu Weihnachten 2020 häufen sich die Todesfälle in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt Martin Adam, Programmierer und Big-Data-Spezialist, anhand einer eigenen Auswertung der vom RKI zur Verfügung gestellten COVID-19-Zahlen. Wie er dazu kam und was danach passierte, erzählte er Epoch Times im Interview.

Verschleierte Daten

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie erfasst das Robert Koch-Institut Daten rund um Corona-Fallzahlen und -Todesfälle. Einen kleinen Teil davon stellt es im Corona-Dashboard der Öffentlichkeit zusammen. Etwas ausführlicher erschienen Daten in den täglichen Situationsberichten und wöchentlichen Sonderberichten etwa über Testkapazitäten oder Intensivbettenbelegung.

Sowohl Dashboard als auch Situationsberichte enthalten jedoch stark zusammengefasste Daten. Weitere Daten bietet das RKI über eine öffentliche API-Schnittstelle an. Um auf diesen Weg an die gewünschten Daten zu gelangen, sind gewisse Grundkenntnisse in Programmierung und Datenauswertung nötig. Wie Martin Adam an anderer Stelle erklärte, überschreibt das RKI zudem mit jeder Aktualisierung die Daten des Vortags, sodass eine Verfolgung einzelner (Todes-)Fälle nahezu unmöglich wird.

So enthalten die jeweils neuesten Daten zwar alle jemals vom RKI registrierten positiv Getesteten und alle dem RKI gemeldeten Todesfälle. Die Informationen, wann ein Test erfolgte, wann eine Person erkrankte oder wann sie gestorben ist, werden jedoch verschleiert. In jeder Tabelle werden lediglich die neu erfassten (Todes-)Fälle gekennzeichnet, sodass erst das tägliche Herunterladen der Daten eine zeitliche Einordnung der Fallzahlen zulässt.

Nach Impfstart: Binnen zwei Monaten bis über 10-mal mehr Corona-Todesfälle als seit Beginn der Pandemie

Nachdem Adam die Sterbedaten extrahiert hatte [Anm. d. Red.: Tatsächliches Sterbedatum und Eingang der Meldungen beim RKI können mehrere Wochen auseinander liegen. Epoch Times berichtete], verglich er die Anzahl der „COVID-Toten“ vom 1. Januar 2020 bis zum 27. Dezember 2020 mit der Anzahl der Todesfälle im Zeitraum vom 28. Dezember 2020 bis einschließlich zum 24. Februar 2021.

Dabei stellte er nach eigenen Aussagen eher zufällig eine Häufung der Todesfälle in der Altersklasse über 80 – also jenen Personen, die zuerst geimpft wurden – fest. So war die Anzahl der Verstorbenen im Januar und Februar 2021 in fast allen Landkreisen mindestens so hoch wie in den 12 Monaten zuvor. In 51 von 412 Landkreisen war die Sterblichkeit über viermal so hoch. In 22 Landkreisen überstiegen die Sterbezahlen das Sechs- oder sogar das Zehnfache des gesamten Vorjahres.

Aufgrund geringer Ausgangswerte kletterte der Wert im Stadtkreis Frankfurt (Oder) binnen zwei Monaten auf das 23-fache, im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sogar auf das 36-fache. Aber auch im Landkreis Teltow-Fläming – mit einem viermal höheren Ausgangswert als Ostprignitz-Ruppin – erreichten die Corona-Todesfälle im Januar und Februar 2021 knapp das Zwölffache des Vorjahres. [Anm. d. Red: Adams Auswertung finden Sie unter ich.bingenervt.de. Die Links zu seinen Daten funktionieren in einem sehr kleinen Bereich an der Oberkante der Schrift.]

Sterbefälle in der Altersklasse Ü80 in ausgewählten Landkreisen vor und nach Beginn der Impfungen.

Sterbefälle in der Altersklasse Ü80 in ausgewählten Landkreisen vor und nach Beginn der Impfungen.

24.834 Corona-Todesfälle oder 575 Prozent mehr als erwartet

Adams Auswertung zeigt zudem, dass laut RKI Daten im Zeitraum bis zum 27. Dezember 2020 insgesamt 19.399 Personen in Deutschland „an oder mit dem Coronavirus“ gestorben sind. Dem gegenüber stehen 27.996 Personen, die zwischen 28. Dezember 2020 und 24. Februar 2021 verstarben. Wohlgemerkt, letzterer Zeitraum umfasst lediglich zwei statt zwölf Monate.

An dieser Stelle sei nochmal erwähnt, Adam stellt keinen kausalen Zusammenhang zwischen Impfstart und dem Anstieg der Sterbefälle her. Seine Daten zeigen lediglich eine Häufung der gemeldeten Corona-Todesfälle in zeitlichem Zusammenhang mit dem Beginn der Impfungen.

Über das Jahr 2020 starben laut Adam täglich durchschnittlich 53,59 Menschen [19.399 / 362 = 53,588]. Bezogen auf die Dauer des zweiten Zeitabschnitts von 59 Tagen wären bis zum 24. Februar 3.162 Sterbefälle zu erwarten gewesen [53,588 * 59 = 3.161,7]. Die tatsächlichen Sterbefallzahlen liegen mit 24.834 zusätzlichen Sterbefällen etwa neunmal höher.

[Anm. d. Red.: Adam berechnet die durchschnittlichen Sterbefälle über den Zeitraum ab dem 1.1.2020. Die ersten Todesfälle registrierte das RKI laut Adams Auswertung am 27.3. Unter Berücksichtigung dieses verkürzten Zeitraums von 276 Tagen starben täglich etwa 70 Personen, sodass im Betrachtungszeitraum nach Impfbeginn 4.147 Todesfälle zu erwarten wären. Dennoch liegen die tatsächlichen Zahlen 6,75-mal über dem Erwartungswert.]

Der zeitliche Verlauf zeigt zudem, dass der Anstieg der Sterbefälle bereits vor dem Start der Impfungen begann – und dass er gegen Ende des Betrachtungszeitraums wieder abflachte. Auch hier sei nochmal erwähnt, Adam stellt keinen kausalen Zusammenhang her. Was man seinen Daten aber durchaus entnehmen könne, sei „die Möglichkeit für einen Zusammenhang zwischen Impfung und Tod von Menschen in Altenheimen.“

Keine Antworten

Auch Adam musste diese Erkenntnis erstmal verarbeiten. In einem zweiten Artikel versichert er, dass er „die Daten mehrfach und auf unterschiedliche Art validiert hat“. Adam konnte mit Hilfe des „corona-blogs“ unzählige lokale Häufungen von Sterbefällen anhand verschiedener Zeitungsberichten bestätigen. Die meist aus Lokalzeitungen stammenden Artikel berichten beispielsweise über Coronaausbrüche in Pflegeheimen und Häufungen von Todesfällen in Pflegeheimen nach den Impfungen.

Nach der Veröffentlichung der Zahlen auf dem „corona-blog“ Anfang März erhielten sowohl Adam als auch der Blog eine Menge „Fanpost“. Positive wie Negative. So hat ein Leser die Zeitungsberichte in einer Karte zusammengefasst, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.

Auf der Suche nach Antworten wandte sich Adam außerdem an die Facebook-Community. Obgleich er nur fragte, wurde er unter anderem als „Nazi“ beschimpft und sein Konto gesperrt. Auch das RKI konnte ihm nicht helfen. Nach Aussagen Adams halten sich sowohl RKI als auch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bedeckt, wenn es um die Herausgabe von (weiterführenden) Daten geht.

Aufklärung erwünscht!?

Außerdem sei an dieser Stelle noch darauf verwiesen, dass die Daten des RKI lediglich „Corona-Tote“ enthalten. Diese Definition erfüllen alle Personen, die nach einem positiven Coronatest sterben – auch wenn dieser bereits Monate zurückliegt oder sie nachweislich anderen Todesursachen erlagen [Epoch Times berichtete]. Personen, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung verstarben, aber nicht als Corona-Fälle zählten, sind daher in den von Adam ausgewerteten Daten nicht enthalten.

Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) müssen Genesene mindestens sechs Monate warten, bevor sie sich impfen lassen. Somit sollte ein Großteil der bisherigen Impfungen auf „Noch-Nie-Infizierte“ entfallen, wodurch Sterbefälle nach den Impfungen möglicherweise nicht erfasst wurden/werden. Berichte aus der Praxis deuten hingegen darauf hin, dass auch Personen, deren Infektion deutlich kürzer zurückliegt, geimpft wurden.

Ob und wie stark die Impfungen tatsächlich zu einem Anstieg der Todesfälle geführt haben, können vermutlich nur Obduktionen klären. Diese sind – bislang – nicht vorgesehen [Epoch Times berichtete].

Exklusiv-Interview mit Martin Adam:


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