Bundespolitikerin vermisst kritisches Bewusstsein gegenüber Konfuzius-Instituten in Deutschland

Letzte Woche startete in Berlin eine Doku-Filmtour, bei der über die von Peking aus gelenkten Konfuzius-Institute berichtet wird. Anwesend waren bei der deutschen Filmpremiere der Doku in Berlin neben der Grünen-Politikerin Margarete Bause und CDU-Politiker Frank Heinrich auch der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu – der als Dissident seit Jahren in Deutschland lebt.

Bause warnte in Bezug auf die Zusammenarbeit deutscher Unis und KI`s davor, dass man seine Werte verkaufe und sich in eine Abhängigkeit begäbe zu einem Regime, das von seinem Wertesystem und seinem politischen System „absolut konträr“ zu unserem sei.

Begleitet wird die Filmtour von der chinesisch-kanadischen Regisseurin des Films, Doris Liu. In ihrem Film In the Name of Confucius zeigt sie auf, was sich hinter den Instituten mit dem Namen einer großartigen chinesischen Persönlichkeit verbirgt.

Konfuzius-Institute verbreiten die Parteikultur der KPCh

Als Veranstalter stellte die Tibet Initiative Deutschland und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Frage in den Raum, ob sich hinter den KI´s ein chinesisches Gegenstück zu den Goethe-Instituten oder dem British Council steckt.

Denn nach eigener Darstellung behaupten die Konfuzius-Institute, die chinesische Kultur zu vermitteln. So findet man in den Programmen der 19 in Deutschland hauptsächlich an renommierten deutschen Universitäten, wie der Freien Universität Berlin, der Goethe-Universität Frankfurt und weiteren namhaften Hochschulen angegliederten KI´s Sprachkurse, Kalligrafiekurse und weitreichende Informations- und Kulturveranstaltungen.

Hinzu kommt die Organisation von Reisen in das Land der Mitte für Schüler, Lehrer und Studenten. Doch dahinter, das zeigt der Dokumentarfilm am Beispiel kanadischer KI´s, wird die von der kommunistischen Partei (KPCh) gewünschte Parteikultur verbreitet. Durch die KI`s, in die das chinesische Regime jährlich Milliarden Dollar investiert, gewinnt die KPCh Zugang zu den westlichen Bildungssystemen weltweit.

So gelangen Lieder, die Mao als Großen Führer verklären, Schulbücher die den Dalai Lama dämonisieren und die Existenz Taiwans zensieren in westliche Bildungseinrichtungen. Hinzu kommen Arbeitsverträge von KI`s über die das chinesische Regime seine Verfolgung religiöser und ethnischer Bevölkerungsgruppen in die westliche Welt ausweitet.

Denn die chinesischen KI-Angestellten dürfen – laut Arbeitsvertrag – kein Falun Gong praktizieren. Falun Gong-Anhänger sind die am stärksten durch die KPCh verfolgte Bevölkerungsgruppe Chinas, wo man sie für ihren Glauben in Umerziehungslager steckt und ihnen dort die Organe raubt.

Was ist der Unterschied zwischen KI und Goethe-Institut?

Dabei unterscheiden sich die KIs auch organisatorisch entscheidend von den Goethe-Instituten oder den französischen Alliance française, wie der Film eindrücklich zeigt. Denn im Gegensatz zu ihnen sind die KI`s über die Zentrale Propagandaabteilung der KPCh (Abteilung Auslandspropaganda) unmittelbar dem Bildungsministerium der Volksrepublik China zugeordnet und direkt den ausländischen Hochschulen angegliedert.

Die Regisseurin des Films, Doris Liu, zeigte sich überrascht als die Bundestagsabgeordnete Bause, die auch Mitglied des Menschenrechtsausschusses ist, in der nachfolgenden Podiumsdiskussion die Antwort der Bundesregierung, auf eine Anfrage ihrer Fraktion zu den KI`s, zitierte.

Die Grünen-Fraktion fragte darin, ob die deutsche Regierung Informationen über Warnungen von Sicherheitsbehörden vor „Spionage-Versuchen“ durch Konfuzius-Institute an Universitäten besäße.

Die Bundesregierung antwortete knapp, dass ihr „keine konkreten Informationen im Sinne der Fragestellung“ vorliegen würden. Das verwunderte die Filmemacherin, denn immerhin sind 6 1/2 Jahre vergangen, seit das erste KI geschlossen wurde und 30 weitere Schließungen weltweit folgten.

Auch auf die Frage zu den Schlussfolgerungen, die die Bundesregierung aus der Schließung von Konfuzius-Instituten auf Grundlage von Vorwürfen der Verletzung von Lehr- und Wissenschaftsfreiheit, beispielsweise in Schweden oder den USA, ziehe, fiel die Antwort gegenüber der Grünen-Fraktion nüchtern aus. Auch hierzu lägen der Bundesregierung „keine eigenen Kenntnisse“ vor.

Kanadischem Geheimdienst sind Spionageversuche bekannt

Das steht im Gegensatz zu den Aussagen von Michel Juneau-Katsuya, ehemaliger leitender Nachrichtenoffizier des kanadischen Geheimdienstes. Die Doku zeigt, wie dieser vor der Bezirksschulbehörde von Toronto, die drittgrößte Nordamerikas, in einer Anhörung aussagt, dass viele KI´s für Spionagezwecke genutzt worden wären.

Er erklärt, dass es Untersuchungen gäbe, weil Mitarbeiter von KI´s versucht hätten, Zugang zu Regierungsinformationen und zu Regierungskonten zu bekommen. Zudem hätten sie versucht, in Regierungsverteilerlisten aufgenommen zu werden, über die man an interne Informationen gelangen könnte.

Was der Film zudem deutlich macht, ist, dass es um viel Geld bei den KI`s geht, seien es großzügige Buch- und Lernmittelspenden oder Vorzugsbehandlung und Kooperationen bei der Vermittlung von chinesischen Studenten an ausländische Universitäten die ein KI besitzen. D.h. mit wirtschaftlichen Anreizen erkaufte sich China den Zugang zu den kanadischen Universitäten, die darauf eingingen.

Für Hanno Schedler von der GfbV aus Göttingen, der in Berlin anwesend war, ist klar, dass der deutsche Politik- und Wissenschaftsbetrieb nicht blauäugig der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) überlassen werden darf.

Er hält eine differenzierte Berichterstattung über China, die auch die systematischen Menschenrechtsverletzungen an Uighuren, Tibetern, Christen und Falun Gong-Anhängern aufgreift, für zwingend notwendig.

CDU-Politiker schlägt Filmvorführung im Bundestag vor

Den Vorschlag des CDU-Politikers Frank Heinrich – ebenfalls wie Bause Mitglied des Menschenrechtsausschusses – die 50-minütige Doku im Bundestag zu zeigen, wünscht er sich gerne umgesetzt.

Die Grünen-Politikerin Bause warnte in Bezug auf die Zusammenarbeit deutscher Unis und KI`s davor, dass man seine Werte verkaufe. Sie hält den Film für wichtig und vermisst in Deutschland ein kritisches Bewusstsein zu den KI´s hierzulande. Es gäbe hierzu ein erschreckendes „Nichtwissen“.

Weitere Termine für die Filmvorführungen

05.12.: Stuttgart: 19:00 Uhr, Hochschule Macromedia – University of Applied Sciences, MRK Raum, Naststraße 11, 70376 Stuttgart – mit Dr. Franz Alt (Journalist)

06.12.:. Düsseldorf: 18:30 Uhr, Volkshochschule, Bertha-von-Suttner-Platz 1 b, 40227 Düsseldorf mit Xu Pei (Schriftstellerin)

10.12.: Hamburg: 19:30 Uhr, Lichtmess Kino, Gaußstrasse 25, 22765 Hamburg

11.12.: Göttingen: 19:00 Uhr, Geiststraße 7, 37073 Göttingen – mit Tienchi-Martin Liao (Präsidentin des Unabhängigen Chinesischen PEN)

12.12.: Wiesbaden: 19:00 Uhr, Hochschule RheinMain, Hörsaal C101, Kurt-Schumacher-Ring 18, 65197 Wiesbaden – mit Xu Pei (Schriftstellerin)

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Viele bezeichnen ihr berufliches oder soziales Umfeld metaphorisch als „Schlachtfeld“ – doch für die KP Chinas bedeutet es Krieg im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Partei, die die Regierung Chinas stellt, vertritt den Grundgedanken der „uneingeschränkten Kriegsführung“: „Einfach ausgedrückt, Schwarzkopf [Oberbefehlshaber der multinationalen Streitkräfte des Golfkriegs] + Soros + Morris [Schöpfer des Morris-Wurm-Computervirus] + bin Laden? Das ist unsere wahre Karte, die wir ausspielen“, so zwei chinesische Oberste, die „Erfinder“ der „Uneingeschränkten Kriegsführung“.

Der Schlüsselpunkt dazu sind nicht unbedingt die unter Waffen stehenden Streitkräfte, sondern die „Generalisierung von Krieg“ für jeden chinesischen Landesbürger. „Uneingeschränkte Kriegsführung“ meint, dass „alle Waffen und Technologien nach Belieben eingesetzt werden können; was bedeutet, dass alle Grenzen zwischen Krieg und Frieden, zwischen militärischer Welt und ziviler Welt aufgebrochen werden.“

Es werden Methoden verwendet, die sich über Nationen hinweg erstrecken und verschiedene Bereiche benutzen. Finanzmärkte, der Handel, die Medien, internationales Recht, der Weltraum und viele mehr sind potenzielle Schlachtfelder. Zu den Mitteln des Kampfes gehören das Hacken von IT-Systemen, Terrorismus, biochemische Kriegsführung, ökologische Kriegsführung, atomare Kriegsführung, elektronische Kriegsführung, die Verbreitung von Drogen, Geheim- und Nachrichtendienste, Schmuggel, psychologische Kriegsführung, Ideologie, Sanktionen und so weiter. Darum geht es im 18. Kapitel dieses Buches.

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.
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Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/bundespolitikerin-vermisst-kritisches-bewusstsein-gegenueber-konfuzius-instituten-in-deutschland-a3087782.html