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Promillegrenze liegt bei 0,5

E-Scooter-Anbieter will Trunkenheitsfahrten mit Reaktionstest verhindern

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Alkohol ist das häufigste Fehlverhalten bei E-Scooter-Fahrern.

Foto: Robert Guenther/dpa-tmn/dpa/dpa

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Lesedauer: 1 Min.

Zur Vermeidung von Trunkenheitsfahrten und Unfällen führt der schwedische E-Roller-Anbieter Voi in Köln zu bestimmten Zeiten einen obligatorischen Reaktionstest für Kunden ein. Wie das Unternehmen am Freitag in Hamburg mitteilte, wurde die Funktion zuvor unter anderem bereits in München getestet. Nutzer können dann jeweils zwischen Donnerstag und Sonntag in den Abend- und Nachtstunden einen Roller nur mieten, wenn sie den Test bestehen.
Der Test ist nach Unternehmensangaben in die Voi-App integriert und prüft, wie lange die Reaktionszeit der Kunden ist. Der Konsum von Alkohol und Drogen verlängert diese. Bei den Testläufen des Systems habe sich gezeigt, dass von allen Absolventen in den Abendstunden etwa 20 Prozent anschließend keine Fahrt anträten. Auch in anderen Städten sollen die Tests künftig eingeführt werden.
Voi erklärte, es wolle verhindern, dass betrunkene Nutzer sich und andere gefährdeten. Das abendliche E-Scooter-Angebot sei zugleich eine wichtige Transportalternative unter anderem für Beschäftigte in Nachtschichten. Diese seien bedeutende Kunden. Deshalb setze man auf die Lösung mit dem Reaktionstest. Voi sei „klar gegen Trunkenheit am Lenker und unverantwortliches Fahrverhalten“.
Voi ist einer von mehreren E-Roller-Anbietern in Deutschland. Das Unternehmen ist unter anderem auch in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart aktiv. Bei der Nutzung von E-Scootern gilt dieselbe Promillegrenze wie für Autofahrer. Diese liegt bei 0,5. Es kommt jedoch immer wieder zu Unfällen mit betrunkenen Rollerfahrern. (afp)

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