Forsa: Grüne und AfD legen zu – SPD und Linke verlieren – Olaf Scholz verliert bei Kanzlerpräferenz

Epoch Times3. September 2018 Aktualisiert: 3. September 2018 11:15
Grüne und AfD haben momentan die höchsten Werte seit der Bundestagswahl. Bei der Kanzlerpräferenz ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) Verlierer der Woche im "Trendbarometer".

Grüne und AfD haben in der aktuellen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa in der Wählergunst zugelegt. Im sogenannten „Trendbarometer“, welches für RTL und n-tv ermittelt wird, verbessern sie sich um einen beziehungsweise zwei Prozentpunkte auf jeweils 16 Prozent. Unterdessen verliert die SPD (17 Prozent) gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt, die Linke (acht Prozent) rutscht um zwei Prozentpunkte ab.

Damit liegen SPD, Grüne und AfD nahezu gleichauf. Grüne und AfD haben momentan die höchsten Werte seit der Bundestagswahl. Eine schwarz-grüne Koalition hätte in dieser Woche mit 46 Prozent ähnlich viele Wähler wie eine „Große“ Koalition aus Union und SPD. Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, ergäbe sich laut Forsa folgende Stimmverteilung: CDU/CSU 30 Prozent (Bundestagswahl 32,9 Prozent), SPD 17 Prozent (20,5 Prozent), FDP acht Prozent (10,7 Prozent), Grüne 16 Prozent (8,9 Prozent), Linke acht Prozent (9,2 Prozent), AfD 16 Prozent (12,6 Prozent). Fünf Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2 Prozent).

Olaf Scholz verliert bei Kanzlerpräferenz

26 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8 Prozent). Bei der Kanzlerpräferenz ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) Verlierer der Woche im „Trendbarometer“. Wenn eine Direktwahl des Kanzlers möglich wäre, käme Scholz nur noch auf 20 Prozent, drei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Damit wächst der Vorsprung von Angela Merkel (CDU) gegenüber Scholz auf 22 Prozentpunkte. Im Duell Merkel/Nahles führt die Kanzlerin unverändert mit 34 Prozentpunkten.

„Scholz ist dem Links-Schwenk der SPD gefolgt. Dadurch gewinnt er nicht, wie erwartet, an Sympathie, sondern büßt an Zustimmung ein“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Mediengruppe RTL. Die Daten für die Umfrage wurden vom 27. bis 31. August 2018 unter 2.503 Befragten erhoben. (dts)



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