Eine medizinische Mitarbeiterin im Gespräch mit zu impfenden Menschen (Symbolbild).Foto: iStock

Impfaktion in Niedersachsen: Impfkampagne sorgt für Ansturm

Von 20. Juli 2021 Aktualisiert: 21. Juli 2021 8:21
Eine generelle Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gibt es für Kinder und Jugendliche nicht. Trotzdem werden massiv Impfkampagnen für Schüler ab 12 Jahren durchgeführt, beispielsweise im Impfzentrum Laatzen. Woran es jedoch mangelt, ist eine Aufklärung über die nur bedingt zugelassenen gentherapeutischen Impfstoffe.

Am 18. Juli wurde zu einer Sonderimpfaktion unter anderem im Impfzentrum Laatzen der Stadt Hannover für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren aufgerufen. So hieß es in einem über die Schulen über iserv direkt an die Schüler versandten Informationsschreiben des Niedersächsischen Kultusministeriums und des Niedersächsischen Sozialministeriums unter anderem wie folgt:

„Eine Sonder-Impfaktion für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren findet am Sonntag, 18.08.2021, in vielen Impfzentren Niedersachsens statt. Das Land stellt dafür rund 27.000 Impfdosen bereit. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich telefonisch über die Hotline (0800) 99 88 665.“[1]

Weiterleitung irreführender Impfwerbung durch die Schulen

Obwohl bislang keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKO) für eine Impfung von Minderjährigen vorliegt, wurden bereits 12-Jährige über den Schulverteiler mit diesen Informationen „versorgt“, ohne diese aktiv auf die bislang nur bedingte Zulassung des Impfstoffes von BioNTech/Pfizer oder die zahlreichen, bereits bekannt gewordenen Nebenwirkungen hinzuweisen. Vielmehr heißt es irreführend:

„Die European Medicines Agency (EMA) hat den Impfstoff von Biontech / Pfizer in der EU für die Altersgruppe der 12- bis 17-jährigen Personen bereits zugelassen. Daher können auch in Deutschland seit Juni 2021 Kinder und Jugendliche grundsätzlich auch dann geimpft werden, wenn sie keiner Risikogruppe angehören.“ [2]

Dies liest sich wie eine unerlaubte Bewerbung von Medizinprodukten.

Im aktuellen 12. Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom 15.07.2021 heißt es unter anderem wie folgt:

„Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) berichtet über 106.835 aus Deutschland gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty (BioNTech Manufacturing GmbH), Spikevax (früher COVID-19-Impfstoff Moderna, MODERNA BIOTECH SPAIN, S.L.), den Vektorimpfstoffen Vaxzevria (AstraZeneca AB) und COVID-19-Impfstoff Janssen zum Schutz vor COVID-19 von Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 30.06.2021.“[3]

Ein Zusammenhang von Myokarditis (Herzmuskelerkrankung) mit den Impfungen liege nahe und betreffe vor allem junge Männer nach Vergabe der zweiten Dosis eines mRNA-Impfstoffes[4]. Weiter heißt es beim PEI unter anderem:

„Bislang fehlen epidemiologische Studien, sodass die Häufigkeit einer Myokarditis und/oder Perikarditis nach mRNA-COVID-19 Impfung nicht ermittelt werden kann. Allerdings scheint eine Myokarditis nach mRNA-Impfstoffen sehr selten zu sein.

Aus den US-Fallserien kann eine Häufigkeit von weniger als 1:100.000 Impfdosen abgeschätzt werden.2,3 Das israelische Gesundheitsministerium berichtete kürzlich über 121 Myokarditis-Fälle, die innerhalb von 30 Tagen nach einer zweiten Dosis Comirnaty bei 5.049.424 Personen auftraten, was einer grob kalkulierten Häufigkeit von etwa 2,4 Fällen pro 100.000 Personen nach einer zweiten Dosis entspricht.

[…]

In Deutschland wurden bis zum 30.6.2021 insgesamt 173 Fälle einer Myo- und/oder Perikarditis in unterschiedlichem zeitlichen Zusammenhang nach Comirnaty bei insgesamt mehr als 54 Millionen verimpften Dosen sowie 31 Fälle nach Spikevax bezogen auf mehr als 6,4 Millionen Impfdosen berichtet.“ [5]

 Berücksichtigt man, dass im „Pandemiejahr 2020“ kaum Kinder in Deutschland an Covid-19 verstorben sind, stellt sich die Frage, weshalb zuvor gesunde Kinder das Risiko eingehen sollten, einen offenbar noch nicht einmal epidemiologisch erprobten „Impfstoff“ zu erhalten und dabei möglicherweise neben einer Myokarditits noch andere schwere Impfschäden zu erleiden.

Zyklusstörungen, Blutungen bekannt. Unfruchtbarkeit auszuschließen?

Bei den unter 20-Jährigen vermeldete das PEI für den Beobachtungszeitraum bereits vier klinisch relevante Blutungen durch die mRNA-Gen-Nicht-Therapie „Comirnaty“ von BioNTech und 34 bei den 20- bis 29-Jährigen. Insgesamt wurden bereits 356 Blutungsperioden berichtet, darunter 31 mit Todesfolge.

„Die oben dargestellten Blutungen umfassen auch Meldungen über Zyklusstörungen z.B. starke Menstruationsblutung, vaginale Blutung, Zwischenblutungen aber auch Dysmenorrhoe und postmenopausale Blutungen, die in der nachfolgenden Tabelle 9 getrennt dargestellt werden.“[6]

Für Personen ab 20 Jahren wurden bereits 45 Meldungen von Zyklusstörungen, die mit Blutungen einhergingen, gemeldet [7]. Im Februar 2021 wurde von einer schwangeren Ärztin berichtetet, die sich in der 14. Schwangerschaftswoche mit dem Vakzin von Pfizer impfen lassen und eine halbe Woche später eine Fehlgeburt erlitten habe [8]. Lässt sich das Risiko von Fehlgeburten oder einer generellen Unfruchtbarkeit ohne Langzeitstudien sicher ausschließen?

Auf Telegram war zu einer Demonstration gegen die Impfaktion aufgerufen worden, allerdings fanden sich nur rund 20, nach anderen Angaben 30, Freiwillige vor Ort zusammen, um etwa Flyer zu verteilen. Unter den anwesenden Gegnern der Sonderimpfaktion befanden sich Mitglieder der „Basisdemokratischen Partei Deutschland“ (kurz: „DieBasis“), Aktivisten von „Eltern stehen auf“ sowie Mitgliedern der Telegram-Gruppe „DasSindWir Region Hannover“.

Niedersachenweite Anreise der Impfwilligen

Deutlich zahlreicher waren an diesem Sonntag Fahrzeuge der Impfwilligen mit jeweils ein, zwei oder mehr Insassen, diese mit Kennzeichen u. a. aus Hannover, Braunschweig, Göttingen, Paderborn, Stadthagen und Wolfsburg. Gemäß Zählung einer Anwesenden befuhren allein innerhalb von nur zehn Minuten rund 70 Fahrzeuge das Gelände zum Impfzentrum.

Waren es anfangs noch gemischt sowohl Jugendliche, die mit ihren Eltern kamen, als auch ältere Personen, ließen sich gegen 13:45 Uhr überwiegend nur noch Erwachsene sehen. Unter den Impfwilligen befanden sich auch Mönche und Nonnen eines nahen gelegenen buddhistischen Klosters. Einige der Impfaspiranten zeigten sich an kritischer Aufklärung wenig interessiert und zeigten entweder einen Vogel oder einen Mittelfinger. Auffällig waren einige Kinder und Jugendliche, die wenig beglückt über die anstehende Impfung zu sein schienen. Zahlreiche der angesprochenen Erwachsenen waren bereits zu ihrem zweiten Impftermin vor Ort.

Blaulicht hält Impfwillige offenbar nicht ab

Noch bevor „Critical News“ vor Ort war, sei bereits gut 10 Minuten nach Beginn der Aktion ein erster Krankenwagen gekommen. Ein weiterer Notarztwagen erreichte mit Blaulicht um 13:46 Uhr das Impfgelände. Unklar ist, inwieweit dieser Einsatz mit den Impfungen in Zusammenhang steht.

Beim Einfahren in das Gelände wurden die jeweiligen Fahrzeugführer beziehungsweise deren Beifahrer von den Impfkritikern angesprochen, um eine entsprechende Impfaufklärung in Empfang zu nehmen. Nur ein Teil der Impfwilligen war daran interessiert. Dennoch waren die vorhandenen Merkblätter sehr bald unter den Interessierten verteilt. Erschwert wurde das Verteilen durch eine Auflage der Polizei, dass keine direkte Übergabe erlaubt sei. Immerhin einigte man sich darauf, dass es in Ordnung sei, wenn die Vorbeifahrenden die Aufklärungsmerkblätter selbst aus der jeweiligen Folie ziehen würden. Einige ließ es aufhorchen, dass es mittlerweile diverse Unfallversicherer gäbe, die auch Impfschäden infolge der Vakzine gegen Covid-19 einschließen.

Vorherige Blutuntersuchung auf PEG-Antikörper und Fibrin-D-Dimere dringend angeraten

In der einseitigen Kurzinformation zur Impfaufklärung, die vor Ort außerhalb des Impfgeländes an Interessierte verteilt wurde, erhielten die Impfwilligen folgenden Hinweis:

„Mir ist bekannt, dass die Aushändigung allein des Merkblattes des Robert Koch-Instituts keine wirksame Aufklärung im Sinne der Corona-Impfverordnung ersetzt und diese Merkblätter unvollständig sind; insbesondere gilt dies für jene in anderen Sprachen als Deutsch.“

Eine Langfassung der verteilten Impfaufklärung wies die Menschen auch auf eine mögliche präventive Blutuntersuchung hin, die am besten eine Woche vor und eine Woche nach der ersten Impfung erfolgen sollte. Den Impflingen wurde angeraten, sich von dem Impfarzt folgende Punkte bestätigen zu lassen:

„Ich bestätige, dass dieser Impfstoff frei von Verschmutzungen jeglicher Art ist und keine Graphenoxide enthält.

Ich bestätige, dass ich den Patienten vor der Impfung auf mögliche PEG-Antikörper (PEG = Polyethylenglykol) untersucht habe, um mögliche allergische Reaktionen auf PEG sicher auszuschließen. Der Patient wurde darüber aufgeklärt, dass es bei Personen, die in der Vergangenheit schon einmal mit PEG in Berührung gekommen waren, zu einer Hypersensitivität kommen kann. Bei einem erneuten Kontakt mit PEG kann es innerhalb von wenigen Minuten zu einer extrem gefährlichen Antikörperantwort kommen. Durch die Immunreaktion kann auch kein Spike-Protein mehr gebildet werden, was die „Impfung“ völlig wirkungslos macht. Die allergische Reaktion kann neben Erschöpfung, Atemnot oder aufgequollenem Gesicht auch zu einem anaphylaktischen Schock und zum Tode führen.

Ich bestätige, dass vor der Impfung des Patienten keine erhöhten Fibrin-D-Dimere im Blut nachgewiesen werden konnten. Diese können auf mögliche unbemerkte Blutgerinnsel hinweisen.

Es wird empfohlen, dass der Patient eine Woche nach der Impfung sein Blut erneut auf – dann möglicherweise erhöhte – Fibrin-D-Dimere untersuchen lässt. Dies kann helfen, den Vollbeweis eines Impfschadens nach § 287 ZPO zu erbringen. Der Patient wurde darauf hingewiesen, dass viele Unfallversicherer Impfschäden gegen Covid-19 einschließen, für die Inanspruchnahme der Leistung aber regelmäßig der Vollbeweis eines Impfschadens erforderlich ist.

Ich bestätige, dass ich den Patienten darauf hingewiesen habe, dass es sich um die Impfung mit einem experimentellen Impfstoff mit bedingter Zulassung handelt und dass der Patient durch die von mir vorgenommene Impfung Teilnehmer an einer Impfstoffstudie ist. Die Inhalte des Nürnberger Kodex sind mir bekannt.“

Auch wenn nicht zu erwarten war, dass ein Impfarzt die Aufklärungsbögen vollständig unterschreiben würde, mag es doch den einen oder anderen Impfaspiranten die Augen geöffnet haben, möglicherweise die eine oder andere nicht angezeigte „Impfung“ verhindert haben und vor allem die impfenden Ärzte an ihre Aufklärungspflichten erinnert haben, die sich nicht nur aus dem Nürnberger Kodex und der aktuell gültigen Corona-Impfverordnung ergeben.

Strafanzeige trotz offenkundig mangelhafter Aufklärung nicht aufgenommen

Auf der Suche nach dem Eingang zum Impfzentrum gelang es „Critical News“ mit verschiedenen Impflingen nach der Impfung ins Gespräch zu kommen. Innerhalb von weniger als 5 Minuten wurde von drei Patienten bestätigt, dass sie nicht darüber informiert worden seien, dass es sich um eine experimentelle Impfung mit bislang nur bedingt zugelassenen Impfstoffen gehandelt habe.

Als der vor Ort anwesende Polizeioberkommissar Schuster von der Polizeiinspektion Besondere Dienste 1230 um 12:35 Uhr darum gebeten wurde, eine Strafanzeige wegen mangelnder Impfaufklärung aufzunehmen, entgegnete dieser in Gegenwart zahlreicher Kollegen und Aktivisten, dass es „keinen Anfangsverdacht für eine Straftat“ gäbe; die „Behauptung“, wonach die Impfstoffe lediglich bedingt zugelassen seien, entspräche seiner Ansicht nach nicht den Fakten. Auch ein Verweis auf den auch für Deutschland geltenden Nürnberger Kodex von 1947 ließ er nicht gelten.

Hierzu zunächst ein Zitat von der Website von BioNTech, dessen Impfstoff nunmehr bedingt für Kinder ab 12 Jahren zugelassen ist:

„COMIRNATY® ▼ (der COVID-19-Impfstoff von Pfizer-BioNTech) hat von der Europäischen Kommission (EK) die bedingte Zulassung zur Prävention der Coronavirus-Erkrankung 2019 (COVID-19) bei Menschen ab 16 Jahren erhalten.“[9]

Mit Datum vom 28.05.2021 stellte die Europäische Arzneimittelzulassungsbehörde EMA für das Vakzin von BioNTech/Pfizer unter anderem klar:

„Companies are required to provide monthly safety reports in addition to the regular updates required by the legislation and conduct studies to monitor the safety and effectiveness of the vaccines as they are used by the public. Authorities also conduct additional studies to monitor the vaccines.

These measures allow regulators to swiftly assess data emerging from a range of different sources and take appropriate regulatory action to protect public health if needed.

About the procedure

The extension of indication for the Comirnaty vaccine was granted through an accelerated assessment. This procedure reduces the timeframe for the EMA’s CHMP to review an application. Applications may be eligible for accelerated assessment if the CHMP decides the product is of major public health interest.[10]

Hierzu die Übersetzung mit der kostenlosen Version von DeepL.com/Translator:

„Die Unternehmen sind verpflichtet, zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen regelmäßigen Aktualisierungen monatliche Sicherheitsberichte vorzulegen und Studien durchzuführen, um die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe zu überwachen, während sie von der Öffentlichkeit verwendet werden. Die Behörden führen außerdem zusätzliche Studien zur Überwachung der Impfstoffe durch.

Diese Maßnahmen ermöglichen es den Behörden, die aus verschiedenen Quellen stammenden Daten schnell zu bewerten und bei Bedarf geeignete regulatorische Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu ergreifen.

Über das Verfahren

Die Indikationserweiterung für den Comirnaty-Impfstoff wurde im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens gewährt. Dieses Verfahren verkürzt den Zeitrahmen für die Prüfung eines Antrags durch den CHMP der EMA. Anträge können für eine beschleunigte Bewertung in Frage kommen, wenn der CHMP entscheidet, dass das Produkt von großem Interesse für die öffentliche Gesundheit ist.“

Das angesprochene „beschleunigte Verfahren“ ist auch als Teleskopierung bekannt. Anstatt die einzelnen Schritte einer regulären Impfstoffzulassung zeitlich hintereinander zu absolvieren, um mögliche Nebenwirkungen möglichst auszuschließen, erfolgen bei einer Teleskopierung die einzelnen Phasen parallel zueinander. Dies verkürzt eine normale Zulassung von teilweise 10 Jahren oder mehr auf wenige Monate, womit Langfristfolgen (z. B. Unfruchtbarkeit oder andere Spätschäden) nicht sicher ausgeschlossen werden können.

Kurz nach der benannten Veröffentlichung der EMA wurde beim Europäischen Parlament folgende Anfrage im Namen der ID-Fraktion an die Kommission mit Eingang vom 31.05.2021 und Fristablauf 01.09.2021 eingereicht:

„Am Freitag, den 28. Mai 2021 genehmigte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) den COVID-19-Impfstoff BioNTech/Pfizer für Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren. Mehrere Mitgliedstaaten hatten jedoch bereits vor der Entscheidung der EMA den Weg für die Impfung von Kindern geebnet. Einige Experten haben Zweifel in Bezug auf die Impfung von Kindern, insbesondere im Hinblick auf die verfügbaren Daten zum Risiko im Vergleich zum Nutzen des Schutzes für Kinder, da die meisten Daten darauf hindeuten, dass sie sehr selten schwer erkranken. Einige Experten schlagen vor, dass eine Impfung für Kinder nur dann ratsam wäre, wenn sie schwere Vorerkrankungen haben.

  1. Teilt die Kommission die Auffassung, dass die Verabreichung von Impfstoffen an Kinder vor dem Hintergrund von Artikel 2 des Vertrags über die Europäische Union eingeschränkt werden muss, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Möglichkeit der Einwilligung von Kindern begrenzt ist und alle von der EMA zugelassenen Impfstoffe nur über eine bedingte Zulassung verfügen (auf der Grundlage einer erheblich reduzierten Datenbank im Vergleich zu derjenigen, die normalerweise für die Zulassung von Impfstoffen erforderlich ist, wobei davon ausgegangen wird, dass der Nutzen die Risiken überwiegt und dass dann sehr viel umfangreichere klinische Daten vorgelegt werden müssen, um die bedingte Zulassung aufrechtzuerhalten und damit diese Zulassung in Zukunft in eine Standardmarktzulassung umgewandelt werden kann)?
  2. Teilt die Kommission die Auffassung, dass die Gefahr besteht, dass Kinder aufgrund gesellschaftlichen Drucks, z.B. durch die verschiedenen öffentlichen Impfkampagnen, möglicherweise gegen ärztlichen Rat geimpft werden, und wie können Kinder davor geschützt werden?
  3. Hat die Kommission Studien durchgeführt oder in Auftrag gegeben, in denen das potenzielle Risiko einer COVID-19-Infektion für Kinder eingehend untersucht wird?“ [11]

In einer Pressemitteilung des Unternehmens BioNTech vom 28.05.2021 heißt es:

„Pfizer Inc. (NYSE: PFE) und BioNTech SE (Nasdaq: BNTX) gaben heute bekannt, dass die bedingte Marktzulassung (Conditional Marketing Authorization, „CMA“) für COMIRNATY® in der Europäischen Union (EU) auf Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren erweitert wurde.“[12]

Dort stellt das Unternehmen auch klar, dass noch immer die laufende Phase-3-Studie laufe, also jeder Impfling aktuell Teilnehmer an einer experimentellen Impfstudie ist:

„Teilnehmer werden nach Erhalt der zweiten Dosis für weitere zwei Jahre zur weiteren Ermittlung des Langzeitschutzes und der Sicherheit medizinisch überwacht.“ [13]

Es stellt sich hier außerdem die Frage, ob Patienten, die irreführend nicht über die nur bedingte Zulassung informiert wurden, auch im Sinne von § 4 Abs. 2 MPG (Medizinproduktegesetz), § 3 Abs. 2 Gesetz über die Werbung auf dem Gebiet des Heilwesens (Heilmittelwerbegesetz – HWG) sowie ggf. § 11 Abs. 1 Nr. 9 HWG getäuscht werden. Seit 2001 ist klargestellt, dass das HWG auch für Medizinprodukte im Sinne von § 3 Medizinproduktegesetz gilt.

Sonderimpfaktion keine Eintagsfliege – Aufklärung zukünftig umfassender?

„Hallo Niedersachsen“ zufolge hätten an der Impfaktion insgesamt 23 Impfzentren in Niedersachsen teilgenommen und tausende von Jugendlichen hätten sich impfen lassen. Als Termin für die zweite Impfung wird hier der 29. August 2021 benannt. Die vorhandenen Impftermine seien dem Bericht zufolge innerhalb weniger Stunden ausgebucht gewesen, weshalb man das Angebot auch für die kommenden Wochen beibehalten werde [14]. Innerhalb eines Tages seien alle 1.170 Termine für das Impfzentrum Laatzen vergeben gewesen [15].

Die vor Ort anwesende Aktivistin Nadine aus Harsum fasste ihre Beobachtungen wie folgt zusammen:

„Ferienzeit ist Urlaubszeit. Es sind nicht nur Berufstätige, auch Rentner und Schüler aufgefordert worden, sich ‚impfen‘ zu lassen. Zur Halle 26 auf dem Messegelände rollten die Autos nur so an. In fast jedem 10. Wagen saßen Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren. Alle wollen verreisen, daher noch schnell den Pieks abholen.

Wir standen heute etwa 2 Stunden vor den Toren des Messegeländes. Es war zu beobachten, dass die Entschlossenheit doch sehr groß war, das Wissen über die Zusammensetzung und den Risiken allerdings sehr gering.

Ich hatte ein längeres Gespräch mit einer Zahnarzthelferin. Sie wird sich nicht impfen lassen und hat verstanden, dass die Risiken ein unkalkulierbarer Faktor sind. Im Gegenzug kamen jedoch auf jedes Fahrzeug, das anhielt, etwa 20 Fahrzeuge die desinteressiert und uninformiert weiter fuhren. Das ist erschreckend. Welchen Wert hat ein intaktes Immunsystem heute? Eine Urlaubsreise.“

Nadine zufolge seien Aufrufe zur Teilnahme an der Protestaktion in insgesamt 50 Gruppen verteilt worden. Hauptsächlich seien Personen von „Auto Corso Hannover“ und „Corona Rebellen Hannover“ da gewesen. Es seien ihrer Aussage zufolge nicht nur mindestens zwei Krankenwagen, sondern auch ein Rollstuhl angefordert worden.

BioNTech nimmt nun schon Kinder ab 6 Monaten ins Visier

Am 29.04.2021 vermeldete das „Handelsblatt“, dass nunmehr auch eine Impfstudie von BioNTech mit noch jüngeren Kindern angelaufen sei.

„Biontech und Kooperationspartner Pfizer testen ihr Vakzin ebenfalls bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis elf Jahren. Im März wurden die ersten Kinder in dieser Studie geimpft. Biontech-Chef Sahin erwartet, im Juli erste Ergebnisse für die Fünf- bis Zwölfjährigen vorlegen zu können, im September dann für die jüngeren Kinder.“[16]

Auch BioNTech informiert in einer Pressemitteilung hierüber:

„Darüber hinaus läuft die pädiatrische Studie zur Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit des COVID-19-Impfstoffs bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 11 Jahren. Pfizer und BioNTech erwarten, dass die endgültigen Ergebnisse bis September vorliegen werden und abhängig von den erhobenen Daten noch im September eine Notfallzulassung (etwa in den USA) oder eine Änderung der bedingten Marktzulassung (etwa in der EU) für jüngere Altersgruppen beantragt werden kann. Dabei handelt es sich um zwei Kohorten: Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren sowie Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren. Die Datenauswertung und die Einreichung für die Kohorte der Kinder im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren werden im vierten Quartal erwartet.“ [17]

Unklar ist, ob Kinder die unmodifzierten Impfstoffe für Erwachsene erhalten, also ohne dass erkennbar eine Anpassung der Dosierung an die jeweilige Altersklasse erfolgt oder ob eine altersspezifische Anpassung erfolgt. Berücksichtigt man, dass Kinder erst seit wenigen Wochen offiziell mit dem Impfstoff von BioNTech geimpft werden können und dass viele der schwerwiegenderen Impfnebenwirkungen erst mehrere Wochen später erstmals auftreten, sind böse Überraschungen in naher Zukunft durchaus zu erwarten. Dies ist deshalb besonders erwähnenswert, da es immer wieder Familien gibt, die sich mit dem Impfen die „Freiheit zu Reisen“ zurückholen wollen und dann möglicherweise im Urlaubsland eine böse Überraschung erleben.

Über den Autor: Stephan Witte, Jahrgang 1971, ist Versicherungsmakler und Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind private Sach- und Haftpflichtversicherungen, Jagdhaftpflichtversicherung, Unfallversicherungen sowie seit Beginn der Coronakrise u. a. auch Covid-Impfstoffe sowie der Umfang des Versicherungsschutzes infolge von Impfschäden durch die Vakzine gegen Covid-19.

Seit 2005 gibt Witte Ratings zur Hundehalterhaftpflichtversicherung, seit 2006 auch zu anderen Sparten heraus. Artikel von ihm wurden veröffentlicht u. a. in Epoch Times, Optimal Versichert, Pflege & Vorsorge, Rating-Sieger, Reiter Revue, Risiko & Vorsorge, Uncut-News, VersicherungsJournal, Versicherungsmagazin sowie Wild & Hund. Nachdem er für viele Jahre die Zeitschrift „Risiko & Vorsorge” zunächst mit einem überwiegenden Teil der Beiträge, später auch als Herausgeber verantwortete, veröffentlicht er seine Beiträge mittlerweile auf „Critical News“. Dieser Artikel erschien zuerst auf „Critical News“.

[1] „Informationen für Eltern und Erziehungsberechtigte zur Impfung von Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 bis 17 Jahren gegen SARS-CoV-2“ von „Niedersächsisches Kultusministerium Niedersächsisches Sozialministerium“.

[2] „Informationen für Eltern und Erziehungsberechtigte zur Impfung von Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 bis 17 Jahren gegen SARS-CoV-2“ von „Niedersächsisches Kultusministerium Niedersächsisches Sozialministerium“.

[3] „SICHERHEITSBERICHT. Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19 seit Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 30.06.2021“ auf „pei.de“ vom 15.07.2021, S. 2. Aufzurufen unter https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-30-06-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[4] „SICHERHEITSBERICHT. Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19 seit Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 30.06.2021“ auf „pei.de“ vom 15.07.2021, S. 1. Aufzurufen unter https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-30-06-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[5] „SICHERHEITSBERICHT. Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19 seit Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 30.06.2021“ auf „pei.de“ vom 15.07.2021, S. 3. Aufzurufen unter https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-30-06-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[6] „SICHERHEITSBERICHT. Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19 seit Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 30.06.2021“ auf „pei.de“ vom 15.07.2021, S. 21. Aufzurufen unter https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-30-06-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[7] „SICHERHEITSBERICHT. Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19 seit Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 30.06.2021“ auf „pei.de“ vom 15.07.2021, S. 22. Aufzurufen unter https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-30-06-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[8] Corona Blog „Schwangere Ärztin lässt sich im 4. Monat impfen – keine Woche später hat sie eine Fehlgeburt“ auf „corona-blog.net“ vom 07.02.2021. Aufzurufen unter https://corona-blog.net/2021/02/07/schwangere-aerztin-laesst-sich-im-4-monat-impfen-keine-woche-spaeter-hat-sie-eine-fehlgeburt/, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[9] „Pfizer und BioNTech beantragen Erweiterung der bedingten Marktzulassung von COMIRNATY® für Jugendliche in der EU“ auf „investors.biontech.de“ vom 30.04.2021. Aufzurufen unter https://investors.biontech.de/de/news-releases/news-release-details/pfizer-und-biontech-beantragen-erweiterung-der-bedingten, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[10] “First COVID-19 vaccine approved for children aged 12 to 15 in EU” auf “ema.europa.eu” vom 28.05.2021. Aufzurufen unter https://www.ema.europa.eu/en/news/first-covid-19-vaccine-approved-children-aged-12-15-eu, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[11] „Parlamentarische Anfragen“ auf europarl.europa.eu“ vom 31.05.2021. Aufzurufen unter https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/O-9-2021-000038_DE.html, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[12] „Pfizer und BioNTech erhalten erste EU-Zulassung eines COVID-19-Impfstoffs für Jugendliche in der EU“ auf „biontechse.gcs-web.com“ vom 28.05.2021. Aufzurufen unter https://biontechse.gcs-web.com/de/news-releases/news-release-details/pfizer-und-biontech-erhalten-erste-eu-zulassung-eines-covid-19, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[13] „Pfizer und BioNTech erhalten erste EU-Zulassung eines COVID-19-Impfstoffs für Jugendliche in der EU“ auf „biontechse.gcs-web.com“ vom 28.05.2021. Aufzurufen unter https://biontechse.gcs-web.com/de/news-releases/news-release-details/pfizer-und-biontech-erhalten-erste-eu-zulassung-eines-covid-19, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[14] „Niedersachsen: Tausende Jugendliche bei Sonderaktion geimpft“ auf „ndr.de“ vom 18.07.2021 um 18:36 Uhr. Aufzurufen unter https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Niedersachsen-Tausende-Jugendliche-bei-Sonderaktion-geimpft,impfaktion126.html, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[15] „„Mir ist der Schutz wichtig“: So lief die Impfaktion für Minderjährige im Impfzentrum“  auf „haz.de“ vom 18.07.2021 um 17:30 Uhr. Aufzurufen unter https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Hannover-So-lief-die-Impfaktion-fuer-Minderjaehrige-im-Impfzentrum, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[16] Maike Teigheder „Biontech-Impfstoff für Kinder könnte in Kürze kommen – Zulassung bei der Ema beantragt“ auf „handelsblatt.com“ vom 29.04.2021, Update vom 30.04.2021 um 13:21 Uhr. Aufzurufen unter https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/corona-pandemie-biontech-impfstoff-fuer-kinder-koennte-in-kuerze-kommen-zulassung-bei-der-ema-beantragt/27142888.html?ticket=ST-8959362-e6B5BMzti5ikAVONnKf4-ap4, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021

[17] „Pfizer und BioNTech erhalten erste EU-Zulassung eines COVID-19-Impfstoffs für Jugendliche in der EU“ auf „biontechse.gcs-web.com“ vom 28.05.2021. Aufzurufen unter https://biontechse.gcs-web.com/de/news-releases/news-release-details/pfizer-und-biontech-erhalten-erste-eu-zulassung-eines-covid-19, zuletzt aufgerufen am 18.07.2021



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