Jugendliche: Rechte und Interessen von Kindern sollten im Zentrum der Entwicklung von Städten stehen

Epoch Times15. Oktober 2019 Aktualisiert: 15. Oktober 2019 16:48
Beim ersten internationalen Gipfeltreffen kinderfreundlicher Kommunen rufen Veranstalter und Teilnehmer dazu auf, die Rechte und Interessen von Kindern ins Zentrum der Entwicklung von Städten und Gemeinden zu stellen.

Zum Auftakt des ersten internationalen Gipfeltreffens kinderfreundlicher Kommunen in Köln haben Veranstalter und Teilnehmer am Dienstag nach Angaben der Kölner Stadtverwaltung dazu aufgerufen, die Rechte und die Interessen von Kindern ins Zentrum der Entwicklung von Städten und Gemeinden zu stellen.

Zugleich veröffentlichte das UN-Kinderhilfswerks Unicef, die die „kinderfreundlichen Kommunen“ ins Leben riefen, eine weltweite Umfrage, wonach viele junge Menschen ihre Meinung bei kommunalen Entscheidungen nicht berücksichtigt finden.

Bei der Umfrage unter jungen Menschen aus mehr als 100 Ländern gab demnach jeder Zweite an, er habe nicht genügend Möglichkeiten, sich an kommunalen Entscheidungen zu beteiligen und seine Meinung einzubringen.

An der Umfrage beteiligten sich mehr als 91.000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 35 Jahren. Die Ergebnisse fließen in ein Manifest ein, das die an dem Kölner Gipfeltreffen teilnehmenden Kinder und Jugendlichen den ebenfalls in Köln vertretenen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern am Freitag übergeben wollen.

An dem Gipfeltreffen kinderfreundlicher Kommunen nehmen auf Einladung von Unicef und der Stadt Köln mehr als 550 Verwaltungschefs, weitere Fachleute sowie Kinder und Jugendliche aus mehr als 60 Ländern teil. Beraten werden bis zum Freitag Maßnahmen zur Stärkung der Kinderrechte auf lokaler Ebene.

Weltweit wächst den Organisatoren zufolge der Anteil von Kindern und Jugendlichen in Städten und Gemeinden: Bis zum Jahr 2050 werden demnach sieben von zehn Mädchen und Jungen in einem urbanen Umfeld zuhause sein.

Die von Unicef ins Leben gerufene Initiative Child Friendly Cities (Kinderfreundliche Kommunen) verfolgt seit 1996 das Ziel, Kommunen weltweit kinderfreundlicher zu gestalten und die Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu verbessern. Bis heute erreicht die Initiative 30 Millionen Kinder in 40 Ländern. (afp)

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