Kramp-Karrenbauer signalisiert grundsätzliche Bereitschaft für Kanzlerschaft

Epoch Times28. November 2018 Aktualisiert: 28. November 2018 18:20
Die CDU-Politikerin kandidiert ebenso wie der frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für den Parteivorsitz.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die grundsätzliche Bereitschaft erkennen lassen, auch für das Amt der Bundeskanzlerin zur Verfügung zu stehen. „Wenn man sich um den Vorsitz der CDU bewirbt, ist klar, dass irgendwann die Frage mindestens der Kanzlerkandidatur kommt“, sagte Kramp-Karrenbauer, der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstagsausgaben). Die CDU-Politikerin kandidiert ebenso wie der frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für den Parteivorsitz.

„Wenn man das nicht möchte oder sich das nicht zutraut, dann sollte man die Finger vom Vorsitz lassen“, sagte Kramp-Karrenbauer den Zeitungen weiter. Sie äußerte aber auch erneut die Erwartung, „dass die Bundesregierung mit Kanzlerin Merkel bis zum Ende der regulären Legislaturperiode im Amt bleibt und ihre Arbeit macht“. Kramp-Karrenbauer stellte auch klar, dass sie im Fall ihrer Wahl zur Parteichefin auf dem CDU-Parteitag Anfang Dezember mit Merkel „eigenständig und trotzdem vertrauensvoll“ zusammenarbeiten werde.

Inhaltlich bekräftigte Kramp-Karrenbauer ihre Forderung nach einer „großen Steuerreform“. Zum einen gehe es dabei um die Besteuerung der Digitalwirtschaft, zum anderen um Entlastungen für Unternehmen. „Viele Staaten haben die Unternehmenssteuern gesenkt, darauf müssen wir reagieren“, sagte die CDU-Politikerin.

Weiter sprach sie das Thema Kalte Progression an. Sie wolle sicherstellen, dass bei einer Lohnerhöhung für einen Facharbeiter „der Großteil auf seinem Konto“ lande. Schließlich forderte die Generalsekretärin die ersatzlose Streichung des Solidaritätszuschlages. (afp)

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