NRW bietet an: Atomstrom aus Tihange durch Kohle-Strom ersetzen

Epoch Times16. Dezember 2017 Aktualisiert: 16. Dezember 2017 16:34
Armin Laschert (CDU) wirbt dafür, das umstrittene AKW Tihange zu schließen und durch Kohlestrom aus NRW zu ersetzen. Damit soll das Kernkraftwerk überflüssig und stillgelegt werden.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wirbt dafür, die Stromproduktion des umstrittenen belgischen Pannen-Akw Tihange durch Kohlestrom aus seinem Bundesland zu ersetzen. „Wir wollen neue Leitungen legen, um den Belgiern so viel Strom aus NRW zu liefern, dass Tihange überflüssig wird“, sagte Laschet dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vom Samstag. Darüber sei er mit belgischen Verantwortlichen bereits im Gespräch.

Die Bundesregierung und die NRW-Landesregierung dringen schon lange auf eine Stilllegung des grenznahen Akw Tihange, in dem wiederholt technische Defekte festgestellt wurden. In der Region Aachen wurden zum Schutz vor Strahlenschäden bereits Jodtabletten an Bürger ausgegeben.

„Das AKW Tihange ist eine Gefahr für NRW“, sagte Laschet nun dem „Kölner Stadt-Anzeiger. Die Gefahr, die von dem maroden Akw ausgehe, sei „deutlich höher“ als Risiken durch die Kohle-Emissionen. Zudem „brauchen wir übrigens die Braunkohle“, um Ersatz für den bislang in Tihange produzierten Atomstrom an Belgien liefern zu können, argumentierte Laschet weiter.

Das Festhalten des Landes an der Braunkohle ist aus klimapolitischen Grünen umstritten. Umweltschützer dringen auf die schrittweise Abschaltung der Kohlekraftwerke, um die deutschen Klimaziele einhalten zu können. (afp)

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