Angela MerkelFoto: über dts Nachrichtenagentur

Merkel hält an ihrer Flüchtlingspolitik fest: „Diese Aufgabe müssen wir lösen, wir sind ein Rechtsstaat“

Epoch Times24. Januar 2017 Aktualisiert: 24. Januar 2017 17:33
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem jährlichen Diözesanempfang in Würzburg gesagt, dass der Zusammenhalt der Gesellschaft durch die Flüchtlingskrise auf eine "harte Probe" gestellt wurde. Dabei warb sie weiter für ihr Motto - "diese Aufgabe müssen wir lösen, wir sind ein Rechtsstaat" - und erntete dafür über eine Minute Beifall.

Wie „Die Welt“ unter Berufung auf dpa berichtet, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Würzburg für ihre Flüchtlingspolitik geworben – und sich zugleich einige Schritte auf CSU-Wähler zubewegt. Deutschland stehe „vor einer Riesenaufgabe“, sagte sie am Montagabend. „Aber diese Aufgabe müssen wir lösen, wir sind ein Rechtsstaat.“

Merkel bedankte sich dabei vor allem bei den Menschen in Bayern, weil hier „die allermeisten angekommen sind“, und sprach ein herzliches Dankeschön für die Leistung all der Freiwilligen aus, die den Flüchtlingen halfen.

Der Zusammenhalt der Gesellschaft sei durch die ankommenden Flüchtlinge dennoch auf eine „harte Probe“ gestellt worden, so die Kanzlerin. Nun erwarteten die Bürger „mit Recht“, dass der Staat „Sicherheit in Freiheit“ schaffe. Deshalb brauche es mehr Personal bei Polizei und Sicherheitsbehörden. „Diejenigen, die ihren Kopf hinhalten für unsere Sicherheit“, müssten zudem ausreichende Instrumente für ihre Arbeit bekommen.

Auch die Bereitschaft zur Integration müsse „von beiden Seiten“ kommen und Flüchtlinge, die kein Bleiberecht hätten, müssten Deutschland wieder verlassen, so Merkel weiter. Im Mittelpunkt der deutschen Staatsordnung stünden Recht und Menschenwürde. Das müssten Zuwanderer nicht nur tolerieren, sondern auch respektieren. „Und ich finde, wir können auch zeigen, dass wir von den Grundprinzipien unseres Landes überzeugt sind.“

Besonders Applaus bekam Merkel von den rund 2000 Zuhörern auf dem Diözesanempfang des Bistums Würzburg dafür, dass sie sich für einen konfessionellen Religionsunterricht „gerade in der heutigen Zeit“ aussprach. Würzburgs Bischof Friedhelm Hofmann hatte ihre Rede mit den Worten eingeleitet: „Das christliche Ethos der Solidarität darf in unserer Gesellschaft niemals verloren gehen.“

Zu dem jährlichen Diözesanempfang lädt das Bistum Ehrenamtliche und Prominente aus Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Dieses Jahr hatte das Interesse die Zahl der Karten bei weitem übertroffen. (mcd)


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