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Friedrich Merz will kein Anti-Merkel sein

Friedrich Merz sagt Angela Merkel einen „fairen, anständigen und loyalen“ Umgang zu, wenn er zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt werden sollte. Während Teile der SPD in Sorge sind, dass ein CDU-Vorsitzender Friedrich Merz die Große Koalition beenden könnte, sieht die SPD-Linke das ganz anders.

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Friedrich Merz, 31. Oktober 2018, Berlin.

Foto: Sean Gallup/Getty Images

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Friedrich Merz hat für den Fall seiner Wahl zum neuen CDU-Vorsitzenden Bundeskanzlerin Angela Merkel einen „fairen, anständigen und loyalen“ Umgang zugesagt.
Dass er ein „Anti-Merkel“ sei oder eine „Abrechnung“ mit Merkel wolle, sei „alles dummes Zeug“, sagte der ehemalige Unionsfraktionschef beim CDU-Kreisparteitag im sauerländischen Arnsberg-Oeventrop.
Er erklärte zudem, dass die CDU und ihr künftiger Vorsitzender auch weiter „in der Mitte“ stehen müssten. Einen Rechtsruck der CDU schloss er aus.

SDP-Linke finden Merz gut

Während Teile der SPD in Sorge sind, dass ein CDU-Vorsitzender Friedrich Merz die Große Koalition beenden könnte, sieht die SPD-Linke das ganz anders. „Der Politik würde es guttun, wenn die CDU wieder ein konservativeres Gesicht bekommt“, sagte der Sprecher der Parlamentarischen Linken, Matthias Miersch, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
„Die Volksparteien SPD und CDU könnten sich wieder aneinander reiben, statt in einer Großen Koalition gefesselt zu sein“, sagte Miersch zur Begründung.
Die SPD müsse sich um Mehrheiten links der Mitte bemühen. Miersch forderte seine Partei auf, ihr inhaltliches Profil zu schärfen. „Der Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte deshalb so große Probleme, weil inhaltlich nichts vorbereitet war“, so Miersch.
Wer im nächsten Bundestagswahlkampf der richtige Spitzenkandidat sei, „sollte von unseren Inhalten abhängen, nicht umgekehrt“. Es bestehe kein Grund zur Hetze, schließlich werde sich auch die CDU jetzt genauer überlegen müssen, wofür sie in der Ära nach Merkel stehe, so der Sprecher der Parlamentarischen Linken.
(dpa/dts)

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