Potsdam: Angegriffene Bundespolizei droht Schusswaffe an – Bewaffneter Syrer (15) versteht und gibt auf

Von 7. August 2018 Aktualisiert: 7. August 2018 17:40
Die Polizei Potsdam wurde zum Hauptbahnhof gerufen, weil zwei Syrer Passanten belästigten. Doch bald schon wurden die Beamten selbst zum Ziel wütender Angriffe und musste gar die Dienstwaffe ziehen. Diese Sprache wurde dann verstanden ...

Wie die Polizei Potsdam am 2. August meldete, kam es in der Nacht vom 1. zum 2. August zu einem Angriff auf Bundespolizisten durch einen 15-Jährigen, der zuvor Reisende beleidigt und belästigt hatte.

Der Notruf bei der Polizei ging kurz nach Mitternacht ein. Ein Reisender meldete eine aggressive Person auf dem Bahnhofsvorplatz.

Die Beamten kontrollierten den 20-jährigen Syrer und sprachen ihm einen Platzverweis aus. Beim Verlassen des Bahnhofsvorplatzes pöbelten der 20-Jährige und sein 15-jähriger Begleiter erneut Reisende an, woraufhin Beamte den 20-Jährigen in Gewahrsam nahmen und fesselten.“

(Polizeibericht)

Nun griff der 15-jährige Syrer unvermittelt die Einsatzkräfte an.

Brutaler Angriff eines 15-Jährigen

Er entwendete im Gerangel das Funkgerät eines der Polizisten und warf es mit voller Wucht auf den Boden, wobei es zerstört wurde.

In seiner Hand hielt der junge Syrer eine Messerklinge. Die Polizisten setzten Pfefferspray gegen ihn ein, worauf er in den Bahnhof hinein flüchtete. Offenbar hatte sich dort eine leere Flasche geschnappt, kam damit heraus und warf sie Richtung des Kopfes eines der Beamten, der sich bei der Abwehr des Wurfgeschosses am Unterarm verletzte und später den Dienst abbrechen musste.

Als der 15-Jährige die Bundespolizisten daraufhin mit Pflastersteinen angreifen wollte und dabei noch immer die Messerklinge in seiner Hand hielt, drohten die Beamten schließlich den Gebrauch ihrer Schusswaffe an.“

(Polizei Brandenburg)

Erst diese Sprache verstand der wild gewordene 15-Jährige schließlich. Er folgte nun den Weisungen der Beamten und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Jung, Syrer und polizeibekannt

Den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ liegt ein interner Polizeivermerk vor, wonach der 15-Jährige bereits polizeibekannt ist. Unter anderem liegen Eintragungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Drogendelikten vor.

Zudem musste die Polizei bei dem Einsatz auch Unterstützung der Landes- und Bundespolizei anfordern, weil sich andere Anwesende mit solidarisierten.

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