Schupelius‘ Ärger: FDP plädiert für Ehe ohne Liebe und für mehr als zwei Menschen

Epoch Times6. Februar 2019 Aktualisiert: 7. Februar 2019 9:17
Seit dem neuen Ehegesetz von 2017 hat man innerhalb der Grünen und der FDP darüber nachgedacht, wie sich die Ehe noch weiter ausweiten ließe, stellt BZ-Kolumnist Gunnar Schupelius fest. Alles deute darauf hin, dass die FDP mit ihrem "Zivilpakt" hier weiter ansetzen will.

„Nun erst wird deutlich, wie groß die Probleme sind, die die Öffnung der Ehe nach sich zieht.“ So resümiert BZ-Kolumnist Gunnar Schupelius über einen jüngst bekannt gewordenen Antrag der FDP, neben der Ehe künftig auch einen „Zivilpakt“ rechtlich geltend zu machen – einer Verantwortungsgemeinschaft jenseits von Familie und Ehe.

In einem Positionspapier des bayerischen FDP-Chefs Daniel Föst, das ab Februar in den Parteigremien beraten werden soll, heißt es unter anderem, dass durch den „Zivilpakt“ Personen ihren gegenseitigen Beistand und Unterstützung auf eine rechtlich sichere Basis stellen könnten, ohne kompliziert privatrechtliche Verträge abschließen zu müssen.

Eine eheähnliche Absicherung soll damit geschaffen werden, für Menschen, die füreinander Verantwortung übernehmen wollen – Freunde, die einander pflegen, die Senioren-WG, die zusammenlebt und wirtschaftet, oder die alleinerziehende Mutter, die mit der Ersatz-Oma zusammenzieht – Menschen also, die einander verbunden sind, aber keine Liebesbeziehung unterhalten. 

FDP und Grüne als Motor zur Abschaffung der traditionellen Ehe

Schupelius ahnt schon, wohin dieser Vorschlag führen wird. Das am 30. Juni 2017 beschlossene „Ehe für alle“ -Gesetz habe bisher Paare in Betracht gezogen die tatsächlich in einem Liebesverhältnis zueinander stünden, doch seitdem habe man innerhalb der Grünen und der FDP darüber nachgedacht, wie sich die Ehe noch weiter ausweiten ließe, stellt er fest.

Die Grünen plädierten vor allem für die Ehe mehrerer Erwachsener, insbesondere für den Fall, das homosexuelle Paare Kinder adoptieren und es also neben ihnen auch noch biologische Elternteile dieser Kinder gibt, weiß Schupelius.

Die FDP plane nun ehegleiche Verhältnisse sogar für mehrere Menschen, „die einander verbunden sind, aber keine Liebesbeziehung unterhalten“. Damit sind für den Kolumnist FDP und Grüne „der Motor bei der Ausweitung der Ehe.“ Und er geht davon aus, das andere ihnen früher oder später folgen werden. 

Die Ehe galt ursprünglich als Gemeinschaft von Mann und Frau, die dem Zwecke der Gründung einer Familie diente, erklärt Schupelius. Nur deshalb wurde sie gegenüber allen anderen Lebensformen vom Staat privilegiert. Als Keimzelle der Gesellschaft wurde sie im Grundgesetz hervorgehoben.

Durch das neue Ehegesetz sei die Ehe aber nun von der Familiengründung losgelöst worden, und schon bald sei die Frage aufgekommen, ob man sie nicht auch von der sexuellen Liebe lösen müsse. Warum dürfen nicht auch Menschen ehegleiche Privilegien genießen, die keine sexuelle Beziehung verbindet?, stellt Schupelius die daraus resultierende Frage.

Für ihn ist der Zivilpakt der FDP nichts anderes als die „konsequente Fortsetzung der Öffnung der Ehe,“ deren Auswirkungen unermesslich werden könnten. (nmc)

 

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