Mann im RollstuhlFoto: über dts Nachrichtenagentur

Sozialverband VdK beklagt Versäumnisse zulasten Pflegebedürftiger

Epoch Times20. Juli 2017 Aktualisiert: 20. Juli 2017 17:45
Seit 2015 soll einen neues Bewertungsverfahren für Pflegeheime und ambulanten Pflegediensten entwickelt werden, doch die Entwicklung zieht sich in die Länge.

Der Sozialverband VdK drängt darauf, dass nach dem Scheitern des „Pflege-TÜVs“ ein neues System zur Bewertung von Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten gefunden wird. „Da geht viel Zeit verloren“, sagte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Sie führte dies auch auf Versäumnisse des Gesetzgebers zurück.

Der „Pflege-TÜV“ hatte den Pflegeheimen und -diensten in Deutschland seit seiner Einführung im Jahr 2009 beinahe ausnahmslos Bestnoten ausgestellt. Deshalb gab der Gesetzgeber den Betreibern und Krankenkassen im Jahr 2015 auf, ein neues Heim-Bewertungsverfahren zu entwickeln.

Doch ziehen sich die Gespräche in die Länge, wie am Donnerstag auch die Bertelsmann-Stiftung beklagte. Mascher sagte, ihr Verband habe schon im Gesetzgebungsverfahren darauf hingewiesen, „dass die Vertragspartner – Kostenträger und Leistungserbringer – im Qualitätsausschuss Pflege eine ständige, unabhängige Schiedsregelung benötigen, um zu zeitnahen Entscheidungen zu kommen“.

Nach der derzeitigen Regelung passiere dies aber erst, wenn die Vertragspartner sich nicht einvernehmlich einigen könnten.

Mascher fügte hinzu, jetzt sei erst einmal ein wissenschaftliches Gutachten in Auftrag gegeben worden. „Mit Ergebnissen ist aber erst 2018 zu rechnen“.

Bis dahin könne sie nur allen Betroffenen raten, sich die Pflegeheime genau anzuschauen und sich ein eigenes Bild zu machen. „Sprechen Sie auch mit den Menschen, die im Heim leben, den Angehörigen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion