„Rassismus“: May-Kritiker teilt Bundestagsrede von Alice Weidel und wird heftig kritisiert

Epoch Times2. April 2019 Aktualisiert: 2. April 2019 18:54
Einer der härtesten May-Gegner findet es lohnenswert die Rede der deutschen AfD-Politikern Alice Weidel anzuschauen. In Großbritannien wird ihm deswegen "Rassismus" vorgeworfen.

Der britische Abgeordnete Jacob Rees-Mogg postete die Bundestagsrede von AfD-Chefin Alice Weidel zum Brexit auf Twitter und erntet dafür scharfe Kritik. Der Inhalt der Rede ist aus Sicht des konservativen Politikers von „großer Bedeutung, weil sie die deutsche Sicht des Brexit zeigt“.

Rees-Moggs Parlamentskollege David Lammy von der Labour-Partei sieht das anders. Auf Twitter schreibt er empört: „Jacob Rees-Mogg unterstützt offen Deutschlands rassistische Partei.“

Auch der Journalist und Historiker Mike Stuchbery äußert sich auf Twitter kritisch zum Post: „Zitieren Sie dieselbe AfD, die bei den letzten Wahlen mit Plakaten ein ‚islamfreies‘ Bayern forderte?“

AfD-Rede zeigt andere politische Sicht

Den Vorwurf mit seinem Post die AfD zu unterstützen, weißt Jacob Rees-Mogg zurück. „Ich glaube nicht, dass das Teilen von Nachrichten auf Twitter automatisch das fördert, wofür diese Personen stehen“, kommentiert der Abgeordnete gegenüber „LBC Radio“ die Anschuldigungen des Parteikollegen.

Ich denke mit einem Post, weißt man lediglich auf etwas hin, das sich anzuschauen lohnt.“

Die Rede richte sich laut Rees-Mogg an die Deutschen. Die deutschen Steuerzahler müssten für den Brexit bezahlen und dafür, dass sich Angela Merkel – auf ihre Kosten – Frankreich anschließe. „Ich denke, es ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass dies eine politische Sichtweise in Deutschland ist“, betont der Politiker.

Zahlmeister Deutschland

Im Video kritisiert die AfD-Politikerin im Bundestag die Haltung der Bundeskanzlerin gegenüber dem Vereinten Königreich. Angela Merkel würde „fahrlässig“ die historisch gewachsenen guten Beziehung zu England gefährden. Zukunftsweisende Politik sehe laut Weidel anders aus:

Der Brexit wird teuer für die EU und somit für den deutschen Steuerzahler. Teuer, wie die Bankenrettung, die Griechenlandrettung, die Energiewende, die Grenzöffnung, die Zerstörung der deutschen Automobilindustrie, der deutschen Schlüsselindustrien sowie die Inflationierung unserer Gemeinschaftswährung.“

Die fehlenden 15 Milliarden Euro müssten wieder einmal vom „Zahlmeister Deutschland“ ausgeglichen werden, lautet ihre Kritik. Dabei habe der ehemalige Premierminister David Cameron keine großen Forderungen an die EU gestellt, lediglich:

Keine sozialen Hilfen sofort und für alle, stärkere nationale Parlamente, weniger EU-Bürokratie.“

Doch in Brüssel habe er damit auf Granit gebissen. (nh)

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