Schweizer Spezialeinheit.Foto: DIETER NAGL / AFP / Getty Images

Schweiz: Moschee-Razzia nach Mordaufruf durch Imam

Von 2. November 2016 Aktualisiert: 2. November 2016 20:31
In Winterthur in der Schweiz hat ein Imam in einer öffentlichen Predigt zu Mord und Denunziation an Muslimen aufgerufen, die nicht am gemeinsamen Gebet in der Moschee teilnehmen. Bald darauf wurde seine Moschee von der Polizei gestürmt und drei Privatwohnungen durchsucht.

Mit eine Razzia reagierten die Schweizer Behörden auf aktuelle Gewaltaufrufe eines neuen Imams der An’Nur Moschee in Winterthur. Dabei wurden der Imam und drei weitere Personen festgenommen, wie der „Landbote“ berichtet.

Laut Informationen der Polizei hätte diese Hinweise bekommen, dass einige aus Tunesien und Algerien stammende, zwischen 23 und 35 Jahre alte Männer bereits mehrmals öffentlich zu Verbrechen und Gewalt aufgefordert hätten. Zudem bestünden bei einigen in der Moschee angetroffenen Personen der Verdacht auf Zuwiderhandlung gegen das Ausländergesetz. Parallel zur Durchsuchung der Moschee wurden drei Hausdurchsuchungen bei Privatpersonen durchgeführt.

Nicht der erste radikale Imam in der An’Nur

Wie der „Tagesanzeiger“ berichtet, soll es sich beim Imam um Shaik Abdurrahman handeln. Dieser predigt erst seit kurzer Zeit in der An’Nur Moschee in Winterthur. Damit gerät die An’Nur Moschee erneut in die Schlagzeilen. Zuletzt wurde dort Imam Shaik Wail wegen seiner radikalen Predigten vom Vorstand der Moschee abgesetzt.

Doch das ist nicht das einzige Problem für den Vorstand, denn zu Jahresende läuft der Mietvertrag für die Einrichtung ab. Bislang habe der Islamverein keine neuen Räume gefunden. Eine Zwangsschließung hat der Vorstand nicht zu befürchten, da keine rechtliche Handhabe dafür existiere, so der „Landbote“.

An’Nur Moschee radikalisierte mehrere Jugendliche

Die An’Nur-Moschee steht zudem unter Verdacht, jugendliche Muslime zu radikalisieren. Mehrere Jugendliche sollen nach Syrien gereist sein, um sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen, so der “Landbote”. Alle sollen in der An’Nur-Moschee (Arabisch für „das Licht“) radikalisiert worden sein.

Siehe auch: Enthüllung über IS-kontrollierte Moschee sorgt für Medien-Wirbel in der Schweiz

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