Paris: Fixerstuben für Drogensüchtige lösen nicht das städtische Drogenproblem + Video

Epoch Times1. Oktober 2018 Aktualisiert: 1. Oktober 2018 12:26
Das Pariser Pilotprojekt zur Einrichtung von stationären und mobilen Fixerstuben für Drogensüchtige zeigt, dass die Pariser Drogenprobleme durch Fixerstuben nicht zu lösen sind.

2016 wurde um das Drogenproblem zu „behandeln“ eine sogenannte Fixerstube eingerichtet. Hier bekommen die Süchtigen saubere Nadeln und bei Bedarf auch medizinische Hilfe zur Verfügung gestellt.

Die Erfahrungen nach zwei Jahren zeigen, dass die Fixerstube die Umgebung „gefährlicher“ gemacht hat und die Drogensüchtigen, obwohl sie nun einen Raum zum Spritzen der Drogen zur Verfügung haben, auch in unmittelbarer Nähe am helllichten Tage sich auf offener Straße spritzen.

Wenn das Ziel der Stadt war, die Drogensüchtigen mehr aus dem Stadtbild zu nehmen, dann ist dies nicht wirklich geglückt, was das Video von RT und die Aussagen der Anwohner belegen.

Zudem führte die Einrichtung einer Fixerstube zu einer Konzentration von Drogensüchtigen, was zu mehr offenen Konflikten, also auch körperlichen Auseinandersetzungen und offenem Drogenhandel, auf der Straße führte. Auf die Frage, ob die Kriminalitätsrate nach der Einrichtung der Fixerstube in der Umgebung stieg, wird im Video nicht eingegangen.

Oft ist mit Drogenkonsum und Drogenhandel auch eine Beschaffungskriminalität in Form von Raub, Erpressung oder Prostitution verbunden, denn die Süchtigen benötigen Geld, um sich die Drogen zu kaufen.

Wenn die Drogensüchtigen nicht mehr arbeitsfähig sind, die eigenen finanziellen Mittel aufgebraucht sind und sie möglicherweise obdachlos geworden sind, wird die Finanzierung der Sucht zu einem Problem. Daraufhin folgt für viele Drogenkonsumenten der Einstieg ins kriminelle Milieu, also der Einstieg in die Beschaffungskriminalität.

Anstatt an der Ursache für die Drogensucht anzusetzen, kommt Anne Souryris zuständig für den Bereich Gesundheit in der Pariser Stadtverwaltung zu dem Schluss:

„Ich denke in Paris und seinen Vororten braucht es vier solcher Räume, mit eingeschlossen einen Raum zum Rauchen von Crack, um eine angemessene Behandlung zu ermöglichen,“ zitiert RT die Abgeordnete. Doch von einer angemessenen Behandlung im Sinne, dass den Drogensüchtigen geholfen wird sich von der Sucht zu befreien, kann wohl nicht die Rede sein. (er)

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