Ein Kampfflugzeug der türkischen Luftwaffe vom Typ F16 beim Start.Foto: Alexey Nikolsky / Ria Novosti/dpa

Territorialstreit in der Ägäis: Griechenland droht Türkei mit „Vernichtung“

Epoch Times28. Dezember 2018 Aktualisiert: 28. Dezember 2018 8:14
Nachdem türkische Kampfjets in der Nähe einer kleinen griechischen Insel gesichtet worden waren, drohen die Griechen mit einem Vernichtungsschlag gegen die Türkei. „Wenn sie den geringsten Zug machen, werden wir sie vernichten", so die Warnung des Generalstabschefs.

Zwischen der Türkei und Griechenland scheint erneut ein Grenzstreit zu eskalieren. Wie krone.at berichtet, hätten türkische Kampfjets vergangene Woche mehrmals den griechischen Luftraum verletzt. Verteidigungsminister Panos Kamenos drohte daraufhin mit Vergeltung, sollte die Türkei die griechische Souveränität in der Ägäis nicht anerkennen.

Streitpunkt war die Insel Kastelerizo, die rund drei Kilometer vor der türkischen Küste liegt und rund 500 Einwohner zählt. Türkische Kampfjets waren in der Nähe eines Hubschraubers gesichtet  worden, in dem der griechischeVerteidigungsminister saß. Die Türkei erhebt offenbar immer noch Anspruch auf diese Insel.

Wie „Krone“ weiter berichtet, warnte Generalstabschef Evangelos Apostolakis die Türkei vor unbedachten Militäraktionen. Sollte nur ein türkischer Soldat seinen Fuß auf eine ägäische Felseninsel setzen, würde alles dem Erdboden gleichgemacht werden. „Wenn sie den geringsten Zug machen, werden wir sie vernichten. Das ist eine rote Linie, die von der Regierung vertreten wird,“ zitiert das Blatt den General.

Griechenland sei zwar an Frieden und Harmonie interessiert, die Geduld sei aber begrenzt: „Wir werden keinen einzigen Zentimeter unseres Landes hergeben.“ Eine militärische Konfrontation mit der Türkei sei nicht auszuschließen, warnte Apostolakis. Es werde jedoch alles getan, um kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden. „Zusammen mit den USA und der Europäischen Union wollen wir sicherstellen, dass die Türken nicht bis zu diesem Punkt kommen.“

Die Türkei wolle wiederum „keine vollendeten Tatsachen in der Ägäis und im Mittelmeerraum akzeptieren“, heißt es weiter. Man werde nicht „von den Rechten unseres Landes und unseres Volkes“ ablassen.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Konfrontationen zwischen türkischen und griechischen Kriegsschiffen. Auch Kampfjets waren davon betroffen. Eine Einigung über die Seegrenzen und die damit verbundene territoriale Zugehörigkeit mancher Felseninseln scheint nicht in Sicht zu sein. (nmc)



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