Zwischen diesen beiden muss sich Österreich entscheiden: Norbert Hofer (li. FPÖ) und Alexander van der Bellen (re. Grüne).Foto: HARALD SCHNEIDER/AFP/Getty Images)

Van der Bellen warnt Österreicher: „FPÖ-Sieg könnte Ende der Republik sein“

Epoch Times15. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 22:08
Im Falle eines FPÖ-Siegs drohe eine Staatskrise und das Ende der Zweiten Republik. Das sagte der Grüne Alexander van der Bellen am Donnerstag in Österreichs Präsidentschafts-Wahlkampf. Ein Frontalangriff auf den FPÖ-Kandidaten Hofer.

"Ich möchte nicht, dass Österreich das erste westeuropäische Land ist, an dessen Spitze ein rechtspopulistischer, deutsch- nationaler Burschenschafter steht", so Van der Bellen auf einer Pressekonferenz. Er nannte die Stichwahl am 22. Mai eine Richtungsentscheidung. Sie sei „die wichtigste Bundespräsidentenwahl der Zweiten Republik". Hofers Ziel sei im Falle seiner Wahl, FPÖ-Chef Heinz- Christian Strache so rasch wie möglich zum Bundeskanzler zu machen:

„Mit einer Wahl von Norbert Hofer laufen wir Gefahr, dass Österreich im Herbst 2016 nicht wiederzuerkennen sein wird", so der Grünen-Politiker. "Und es ist nicht zu viel gesagt, wenn man formuliert, dass Österreich vor dem Ende der Zweiten Republik stehen kann, wenn dieser Dammbruch passiert, wenn Österreich wie von Hofer und Strache gewünscht auf allen Ebenen blau eingefärbt wird“, zitierte ihn die Kronenzeitung.

Falls Strache Kanzler würde, drohe Österreich die Isolation in Europa, mit einer Regierung und einem Bundespräsidenten, "die vor den wirtschaftspolitischen Erfordernissen in einer globalisierten, eng verflochtenen Welt offensichtlich nicht die geringste Ahnung haben", so Van der Bellen, der Strache bereits als "Elefant im europäischen Porzellanladen“ bezeichnet hatte.

Er rief Nichtwähler und Unentschlossene auf, lieber ihn als gar nicht oder ungültig zu wählen: „Nutzen Sie Ihre Stimme, denn wer weiß wählt, wählt Norbert Hofer."

In Österreichs Verfassung hat der Bundespräsident das Recht zur Entlassung der Bundesregierung.

Der FPÖ-Kandidat sagt in Interviews, dass er keinesfalls leichtfertig Neuwahlen ansetzen würde.

Israel bekräftigt: "Kein Kontakt zu FPÖ- Politikern"

Israel gab unterdessen bekannt, offizielle Kontakte zu FPÖ- Politikern weiterhin abzulehnen.  "Das ist unsere Politik und die wurde nicht geändert", sagte laut Krone die israelische Botschafterin Talya Lador- Fresher auf die Frage nach den Folgen eines möglichen Sieges von Hofer bei der Hofburg- Wahl.

(rf)



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