Beim 17. Treffen der ASEAN Staaten in Vietnam, 2010.Foto: CHRISTOPHE ARCHAMBAULT/AFP/Getty Images

„Falls sich USA zurückziehen, füllen wir Machtvakuum in Südostasien“, sagt ASEAN-Staatenbund

Von 26. Januar 2017 Aktualisiert: 27. Januar 2017 6:35
Falls US-Präsident Trump die US-Streitkräfte in Südostasien reduzieren sollte, will der ASEAN-Staatenverbund dieses Machtvakuum füllen. Die ASEAN nahm sich 2009 die EU als Vorbild, um einen südostasiatischen Wirtschaftsraum zu entwickeln. Demnächst trifft sich die erste ASEAN-Arbeitsgruppe für Verteidigung.

Der „Verband Südostasiatischer Nationen“ (ASEAN) will, wenn US-Präsident Trump die US-Truppenpräsenz in Südostasien verringert, das dann entstehende Machtvakuum nutzen und sich selbst stärker engagieren.

Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, dass er die US-amerikanische Verteidigung neu ausrichten wird. Er will Truppen aus dem Ausland abziehen, was auch Südostasien betreffen kann. Deshalb schlägt der malaysische Verteidigungsminister Hishamuddin Hussein vor, dass der ASEAN – Staatenbund dieses Loch füllen sollte.

So sagte Hishamuddin:

Niemand, nicht die USA, nicht China, kann den zehn in ASEAN vereinten Ländern ihre Bestimmung und Zukunft vorgeben.

Vom 27. Februar bis 3. März wird auf den Philippinen das erste Treffen der ASEAN Defence Senior Officials Meeting Working Group stattfinden.

EU war 2009 ein Vorbild für die Entwicklung des Staatenverbundes

Die ASEAN begann als lockerer Verbund mit gemeinsamen sozialen Interessen und die Verbesserung der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenarbeit. Später wurden Sicherheit, Kultur und Umweltgremien hinzugenommen. Im September 2009 wurde beschlossen, nach dem Vorbild der EU einen gemeinsamen Wirtschaftsraum zu schaffen.

So sagte Singapurs Industrie- und Handelsminister Lim Hng Kiang: „Wir sollten hier in Richtung der EU gehen und beispielsweise das Asean-Generalsekrariat stärken“, doch im Gegensatz zur EU gebe es in der südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) keine Instanz, die Vereinbarungen zwischen den Staaten durchsetzen könne.

Allerdings warnte Lim Hng Kiang auch davor, die gleichen Fehler wie die EU zu begehen: Dort habe es Übertreibungen bei der Zentralisierung, Bürokratisierung sowie der Abgabe von Souveränität gegeben.



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