Griechischer Wasserpolizist über riskantes Manöver der Türkei: „Die wollten uns rammen“

Präsident Erdogan hat die Küstenwache der Türkei laut Staatsmedien angewiesen, Boote mit Migranten in der Ägäis zu stoppen. Über ein riskantes Manöver berichteten nun die griechischen Medien.
Titelbild
Griechisches Boot der Küstenwache wird von türkischer Wasserpolizei bedrängt.Foto: screenshot/youtube
Epoch Times7. März 2020
Die Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei in der östlichen Ägäis nehmen zu. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Küstenwache seines Landes laut Staatsmedien angewiesen, Boote mit Migranten in der Ägäis zu stoppen.
Eine Erlaubnis zum Überqueren der Ägäis soll auf „Anweisung des Präsidenten“ nicht mehr erteilt werden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am späten Freitagabend die Küstenwache. Die Überfahrt sei zu gefährlich.

Indes macht ein auf Youtube von griechischen Medien veröffentlichtes Video die Runde. Die Aufnahme zeigt ein griechisches Boot der Küstenwache, dass am Freitagmorgen von der türkischen Wasserpolizei bedrängt wird.

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Ein auf Lesbos stationierter griechischer Wasserpolizist sagte laut „Welt“ gegenüber „dpa“: „Die wollten uns rammen.“

Sprecher vom Auswärtigem Amt und vom Innenressort verwiesen auf die schwierige Lage, in der sich Griechenland wegen des Versuchs tausender Menschen befinde, von der Türkei aus die Grenzbarrieren zu überwinden. Deutliche Kritik gab es dabei erneut am Vorgehen der Türkei. Seibert wies darauf hin, dass der türkische Präsident  die Menschen durch seine einseitige Grenzöffnung und die Transporte zur Grenze „in eine Sackgasse geschickt hat“.

Vergangene Woche hatte Erdogan nach der Eskalation der Lage in der nordsyrischen Provinz Idlib die Grenzen zur EU geöffnet. Dies sorgte für einen starken Flüchtlingsandrang an der türkisch-griechischen Grenze und führte zu neuen Spannungen zwischen Ankara und Brüssel. Am Montag wird Erdogan zu Gesprächen in Brüssel erwartet. (afp/sua)



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