Kein Witz: Chuck Norris verklagt elf Pharmafirmen …

Von 3. November 2017 Aktualisiert: 3. November 2017 19:56
Furchtlos, schlagkräftig und der Gerechtigkeit verpflichtet - Actionheld Chuck Norris legte sich schon immer mit mächtigen Gegnern an ...

Hollywood-Actionlegende Chuck Norris (77) („Missing in Action“, „Walker – Texasranger“)  verklagt nun elf amerikanische Pharmafirmen. Der ehemalige Kampfsportler (8. Dan Taekwondo), der schon mit Bruce Lee vor der Kamera stand (Showdown in „Way of the Dragon“, 1972), macht sie dafür verantwortlich, dass seine Frau Gena (54) beinahe starb.

Gena war vor fünf Jahren wegen ihrer Arthritis dreimal innerhalb einer Woche beim MRT (Magnetresonanztomographie). Dabei wurde ihr ein Kontrastmittel intravenös verabreicht, das Gadolinium enthielt, ein Seltenerdemetall.

Wie „Wikipedia“ schreibt, kann sich Gadolinium nach Angaben der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA im Gehirn ablagern. Auch der Bundesverband Deutscher Nuklearmediziner (BDN) rät, es nur bei unvermeidbaren Untersuchungen einzusetzen.

Allerdings sieht die FDA den Einsatz des in elementarer Form hoch toxischen Elements in molekular gebundener Form als unbedenklich an. Hier ist die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) völlig anderer Meinung und warnt ebenso wie der BDN davor. Studien hatten ergeben, dass sich das Gadolinium bei einigen Kontrastmitteln aus der Molekülbindung befreien kann.

Auch „Wikipedia“ verweist auf einen Artikel auf „RSNA Radiology“ vom März 2014, dass eine Studie japanischer Wissenschaftler zu dem Ergebnis kam, dass sich das Gadolinium aus den Kontrastmitteln nach mehrmaligen MRTs im Gehirn ablagern und eventuell auch Strukturschädigungen herbeiführen könnte. Weitere Forschungen wurden für nötig erachtet, den entsprechenden Mechanismus genauer zu untersuchen.

10-Millionen-Klage

Die Klage von Chuck Norris vor dem Obersten Gerichtshof von San Francisco bezieht sich genau darauf, denn seine Frau Gena, ein ehemaliges Model, starb fast an den toxischen Nebenwirkungen des Gadoliniums.

Die 54-Jährige hatte aufgrund der Rückstände des Seltenerdemetalls in ihrem Gehirn einen seltenen Virus entwickelt, berichtet die „Krone“ nach Angaben von „Enterpress News“. Trotz einer Stammzellen-Therapie soll Gena permanent an Schwächeanfällen, chronischen Schmerzen und Gedächtnisproblemen leiden, so das Blatt.

Der fünffache Vater mit halb irischer und halb indianischer Herkunft (Cherokee) und seine Frau zahlten die Arztkosten aus eigener Tasche, offenbar über zwei Millionen Dollar.

Nun fordern sie von den Herstellern der Kontrastmittel mindestens 10 Millionen Dollar an Schmerzensgeld.

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