Trump an Migranten: Unser Militär wartet auf euch – kehrt um

Epoch Times29. Oktober 2018 Aktualisiert: 30. Oktober 2018 12:11
US-Präsident Trump fordert die Migranten aus Mittelamerika auf dem Weg in die USA erneut zur Umkehr auf. Das Militär macht sich bereit, das Pentagon erklärt, dass die Planungen noch laufen.

US-Präsident Donald Trump hat Migranten aus Mittelamerika auf dem Weg in die USA zur Umkehr aufgefordert. An der Südgrenze zu Mexiko warte bereits das Militär auf die Menschen, schrieb Trump auf Twitter.

Er sprach erneut von einer Invasion der USA. Viele Bandenmitglieder und „einige sehr schlechte Menschen“ hätten sich in den Migranten-Strom gemischt, so Trump. Die Migrantengruppe setzte derweil ihren Weg im Süden Mexikos fort und wollte die Stadt Niltepec im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca erreichen.

Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ plant das US-Militär, rund 5.000 Soldaten zusätzlich an die Grenze zu Mexiko zu schicken. Das Pentagon bestätigte die Zahl zunächst nicht. Die Planung laufe noch, hieß es am Montag.

Es sei zu früh, um über die Anzahl der eingesetzten Truppen zu spekulieren. Bereits in der vergangenen Woche hatte das Pentagon erklärt, dass Soldaten an der Grenze lediglich logistische Aufgaben übernehmen würden – und nicht, wie von Trump häufig angedeutet, die Grenze bewaffnet verteidigen würden.

Mindestens 3.000 bis 5.000 Migranten sind unterwegs

Die Migranten legten am Montag eine rund 60 Kilometer lange Strecke im Süden Mexikos zurück. Vor allem Frauen und Kinder wurden unter anderem in Fahrzeugen des Roten Kreuzes transportiert.

Andere Migranten konnten auf Lkw oder Transporter mitfahren. Dem Zug haben sich nach Schätzungen mittlerweile 3.000 bis 5.000 Menschen aus Honduras, Guatemala und El Salvador angeschlossen.

Eine Gruppe Migranten war am 13. Oktober in der honduranischen Stadt San Pedro Sula losgelaufen – nach und nach schlossen sich weitere Migranten an. Ihr Ziel sind die USA. Die meisten möchten die Grenzstadt Tijuana erreichen, die am Montag noch rund 3.500 Kilometer entfernt war.

Es gibt kürzere Strecken an die US-Grenze; diese führen jedoch durch die östlichen Bundesstaaten Veracruz, Tamaulipas und Nuevo León, die wegen Auseinandersetzungen zwischen mexikanischen Drogenkartellen weitaus gefährlicher sind.

Am Wochenende versammelten sich erneut Tausende Migranten am Grenzübergang bei Tecún Umán.

Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Ein 26-Jähriger aus Honduras wurde dabei von einem Gummigeschoss am Kopf tödlich verletzt. Unklar war zunächst, ob er bei einem Einsatz von Polizisten aus Guatemala oder aus Mexiko verletzt wurde.

US-Präsident Donald Trump hat den Versuch Tausender Lateinamerikaner, über Mexiko in die USA zu gelangen, zum Wahlkampfthema gemacht. Möglich scheint, dass er vor der Kongresswahl am 6. November Maßnahmen ergreift, um bei seiner republikanischen Wählerschaft zu punkten.

Die Migranten-Invasion dürfte aber nicht vor der Wahl an der US-Grenze ankommen.

Die ursprünglich rund 7.000 hatten sich am 13. Oktober von Honduras aus auf den Marsch in Richtung USA gemacht. Mittlerweile sind laut der Hilfsorganisation Pueblos Sin Fronteras noch rund 4.000 Menschen unterwegs, da viele Teilnehmer wieder den Heimweg angetreten sind und rund 1.700 sich zum Bleiben in Mexiko entschieden haben.

(dpa)

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