UPDATE: Kein offenes Feuer mehr in Tschernobyl – Regen hilft beim Feuerlöschen

Epoch Times14. April 2020 Aktualisiert: 14. April 2020 13:33
Seit mehr als einer Woche wütet ein heftiger Waldbrand in der Sperrzone des ehemaligen Atommeilers Tschernobyl. Laut Umweltschützern ist das Feuer dem Reaktor bereits gefährlich nahe gekommen. Nun gab die Regierung bekannt, dass nur noch einzelne Schwelbrände gebe.

Der Kampf gegen den Waldbrand in der Sperrzone um das ehemalige sowjetische Atomkraftwerk Tschernobyl hat nach Angaben der ukrainischen Behörden Fortschritte gemacht. Dank des Einsatzes der Feuerwehr und Regenfällen gebe es „kein offenes Feuer mehr“, erklärte die Katastrophenschutzbehörde am Dienstag. Die Feuerwehr kämpfe nun nur noch gegen einzelne Schwelbrände.

An dem Einsatz beteiligen sich den Angaben zufolge mehr als 400 Feuerwehrleute und Rettungskräfte mit jeweils drei Löschflugzeugen und -hubschraubern. Am Montag hätten diese 540 Tonnen Wasser über den Flammen verteilt. Der Waldbrand war vor anderthalb Wochen von einem Anwohner verursacht worden, der angab, zum Zeitvertreib gezündelt zu haben.

Wie groß die von dem Feuer zerstörte Fläche ist, geben die Behörden seit Tagen nicht mehr an. In ihrer Mitteilung versicherte die Katastrophenschutzbehörde, dass trotz des Waldbrandes die Belastung durch radioaktive Strahlung in der Hauptstadt Kiew und ihrer Umgebung „nicht das natürliche Maß“ überschreite.

Nach Kritik an seinem Schweigen zu dem Großbrand bezog der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Montagabend erstmals Stellung. Er verfolge die Lage in der Sperrzone sehr genau, erklärte er, und kündigte an, den Chef der Katastrophenschutzbehörde einzubestellen. „Die Gesellschaft hat das Recht, die Wahrheit zu kennen und in Sicherheit zu sein“, erklärte der Präsident angesichts von Gerüchten über einen Anstieg der Radioaktivität durch das Feuer und Risiken für die Ruine des früheren Atomkraftwerks Tschernobyl.

Der Reaktorblock 4 des sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl war am 26. April 1986 bei einem Sicherheitstest explodiert. Der GAU rund hundert Kilometer nördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew war der schwerste Atomunfall in der Geschichte, die Umgebung des Akw ist bis heute stark verstrahlt.

Nach dem Reaktorunglück vor 34 Jahren war im Radius von 30 Kilometern eine Sperrzone rund um das Kraftwerksgelände errichtet worden. Kommerzielle Landwirtschaft ist dort noch immer verboten.

Umweltschützer warnen

Der Waldbrand in der Sperrzone um das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist nach mehr als einer Woche noch immer nicht unter Kontrolle. Die ukrainischen Behörden erklärten am Montag, für das havarierte Atomkraftwerk bestehe „keine Gefahr“. Umweltschützer warnten dagegen, das Feuer sei dem Atomkraftwerk schon gefährlich nahegekommen.

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand am Montag mit mehr als 400 Einsatzkräften am Boden und aus der Luft. „Für das Atomkraftwerk und die Lagerstätten besteht keine Gefahr“, erklärte ein ranghoher Beamter der Katastrophenschutzbehörde, Wolodymyr Demschuk, am Abend in einer Videobotschaft. Seinen Abend zufolge konzentrieren sich die Feuerwehrleute darauf, die Ausbreitung des Feuers zu stoppen.

Greenpeace Russland erklärte dagegen unter Berufung auf Satellitenbilder, das Feuer sei an der nächstgelegenen Stelle nur noch 1,5 Kilometer von der Schutzhülle um den havarierten Reaktorblock entfernt.

Keine Angaben zur Ausdehnung des radioaktiv belasteten Gebiets

Die ukrainischen Behörden machen seit einigen Tagen keine Angaben zur Ausdehnung des Feuers in dem radioaktiv belasteten Gebiet. Der Leiter des Regionalen Feuer-Beobachtungszentrums für Osteuropa, Sergej Sibzew, sagte, das Feuer sei „riesig“ und „unberechenbar“. Im Westen der Sperrzone seien bereits 20.000 Hektar betroffen.

Der Reiseführer Jaroslaw Jemelijanenko, der geführte Touren in die Sperrzone organisiert, erklärte auf Facebook, das Feuer habe bereits die verlassene Stadt Prypjat erreicht.

Der Reaktorblock 4 des sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl war am 26. April 1986 bei einem Sicherheitstest explodiert. Der GAU rund hundert Kilometer nördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew war der schwerste Atomunfall in der Geschichte, die Umgebung des Akw ist bis heute stark verstrahlt.

Nach dem Reaktorunglück vor 34 Jahren war im Radius von 30 Kilometern eine Sperrzone rund um das Kraftwerksgelände errichtet worden. Kommerzielle Landwirtschaft ist dort noch immer verboten. (afp)

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