„Du bist schuld, wenn meine Oma stirbt!“ – Vierfache Mutter kritisiert politischen Druck auf Kinder

Von 7. April 2021 Aktualisiert: 7. April 2021 15:50
„Das ist Indoktrination!“, beklagt sich Melanie Christ, vierfache Mutter aus Nordrhein-Westfalen, über die Machenschaften, denen ihre Kinder seit der Corona-Krise ausgesetzt sind. Anlass ihres Gesprächs mit der Epoch Times war ein Pixi-Buch, das ihr Sohn vom Kindergarten mitbrachte.

Maskenpflicht, Händedesinfektion, Abstandhalten. Seit der Corona-Krise zählt die „soziale Distanz“, die auch den Kleinsten in der Bevölkerung mit unterschiedlichen Methoden nähergebracht wird. Melanie Christ ist vierfache Mutter aus Nordrhein-Westfalen. Ihre Kinder sind 6, 8, 16 und 18 Jahre alt, sodass sie Einblick in alle Bildungsbereiche hat und weiß, womit Kinder seit der Corona-Krise konfrontiert werden. In einem Gespräch mit Epoch Times schildert sie, was ihre Kinder in Kindergarten, Grundschule und Gymnasium erleben. „Das ist Indoktrination“, sagt sie.

„Freudestrahlend habe ich von meinem Sechsjährigen, der im letzten Kindergartenjahr ist, einen Briefumschlag erhalten“, erinnert sich Christ an jenen Tag, als das Pixi-Buch „Corona und der Elefantenabstand“ vom Carlsen Verlag in den Haushalt der sechsköpfigen Familie Einzug hielt. Natürlich war ihr Sohn ganz gespannt darauf, die Geschichte aus dem Buch vorgelesen zu bekommen. „Das lese  ich erst einmal selbst“, war jedoch die Antwort seiner Mutter, die spätestens seit der Corona-Krise darauf sensibilisiert ist, die Lektüre der Kinder auf „staatliche Propaganda“ zu prüfen.

Die Pixi-Geschichte beginnt „noch ganz harmlos“ damit, dass die kleine Selma, die Heldin des Buches, freudig ins elterliche Bett hüpft. Denn in den Kindergarten darf sie nicht, ihre Freunde und Großeltern sind tabu und auch ihre Eltern sind plötzlich dauernd zu Hause. „Das deckt sich schon einmal nicht mit unserer Erfahrung“, beschreibt die Mutter. „Es gab so viele Tränen, weil unser Sohn nicht mehr in den Kindergarten durfte.“

Weiter wird im Buch erklärt, wie ansteckend das Virus ist und dass Krankenhäuser dadurch überlastet werden könnten. „Hier auch wieder dieser Konjunktiv, der psychisch und medial ganz häufig benutzt wird“, kritisiert die vierfache Mutter gegenüber Epoch Times. „Es könnte möglicherweise gegebenenfalls sein, dass einzelne Krankenhäuser überlastet sind“, sagt sie.

Damit verbreite man seit einem Jahr Panik in der Bevölkerung – und so steht es auch in dem im Juni 2020 herausgegebenen Pixi-Kinderbuch. Erst kürzlich hatte dabei der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, gesagt, dass eine totale Überlastung unseres Gesundheitssystems oder gar Triage in den kommenden Wochen nicht absehbar sei, hält Christ dem entgegen.

Die Geschichte geht damit weiter, dass die kleine Selma ihre Großeltern nicht mehr besuchen kann. Schließlich wolle man auf keinen Fall, dass sie sich anstecken.

Irgendwann, erklärt Christ, kommt schließlich ein riesiger Elefant ins Spiel. Anhand seiner Größe wird beschrieben, dass Kinder zu allen Menschen einen Elefantenabstand halten sollen, „außer zu Mama und Papa zu Hause“, schildert sie weiter.

Digitale Alternativen werden Kindern als tolle Möglichkeit der Kontaktaufnahme „schmackhaft“ gemacht. „Zum Schluss macht das Kind in der Pixi-Geschichte mit seinen Kuscheltieren im Kinderzimmer ein Picknick und mahnt auch die Kuscheltiere, immer den Elefantenabstand zu wahren – Da platzt mir der Kragen“, gesteht die vierfache Mutter, auch wenn die Geschichte in der Hoffnung endet, dass ein Picknick mit Oma und Opa im Park wieder ganz ohne Abstand in der Zeit nach Corona stattfinden kann.

Die Schuldfrage als politisches Druckmittel

Die vierfache Mutter ist empört, dass Kinder derart instrumentalisiert werden. „Viren gab es schon immer und es wird sie immer geben“, erklärte sie.

Auch andere Eltern, die vom Kindergarten das Pixi-Buch als Geschenk nach Hause bekamen, waren über den Inhalt der Geschichte entsetzt. „Die waren richtig stinksauer“, so Christ. „Es wird in der Geschichte nicht einmal thematisiert, wie Menschen sich anders vor dem Coronavirus schützen und ihr Immunsystem stärken können.“

Stattdessen würden Familien sich entscheiden, dass Großeltern – notfalls auch gegen ihren Willen – geschützt werden. „Das hat etwas mit der Schuldfrage zu tun. Niemand will daran schuld sein, wenn ein Mensch stirbt“, so Christ.

Kinder brauchen keinen Elefantenabstand, sie brauchen Nähe!“

Kindern werde durch das Buch vermittelt, dass sie die Schuld tragen, wenn Oma und Opa nach einem Besuch krank werden.

„Mit anderen Worten: Wenn die Familie die Großeltern nicht besucht und sie trotzdem erkranken, sind wir schon einmal nicht schuld. Die Schuldfrage ist aus meiner Sicht ein ganz zentrales politisches Druckmittel“, erklärt Christ. Für die Entwicklung der Kinder sei es ganz schlimm, wenn man ihnen die Botschaft ins Unterbewusstsein legt, dass sie andere krank machen könnten. „Was hier für die Kinder übrig bleibt, ist die Angst vor dem eigenen Körper und auch dem der anderen. Ich bin überzeugt, dass Kinder frei von permanenten Schuldgefühlen aufwachsen sollten.“ 

Gewaltandrohung und Ausgrenzung

Und gerade in der Schule, das weiß sie auch von ihren älteren Kindern, werden Schüler unter starken Druck gesetzt. Weil ihre Tochter eine Befreiung von der Maskenpflicht hat, sagten Mitschüler zu ihnen: „Du bist schuld, wenn meine Oma stirbt!“ oder „Du bist schuld, wenn meinen Eltern etwas passiert!“

So wurde ihre Tochter, als sie die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen während des Unterrichts hinterfragte, von einem Mitschüler angegriffen mit den Worten: „Früher hätte man dich als Hexe verbrannt!“ Ein anderer sagte: „Für eine solche Meinung gehört dir der Kopf abgeschlagen!“ 

„Mit derartigen Gewaltphantasien gehen die Schüler – wenn auch nur verbal – aufeinander los und der Lehrer geht nicht dazwischen“, kritisiert Christ. Das sei wie eine stillschweigende Zustimmung, jedenfalls würden sich die Gewalt-androhenden Schüler durch das Nichteingreifen der Lehrer bestätigt fühlen. „So ist das jedenfalls an unserem Gymnasium“, berichtet Christ.

Ihr Kind in der Grundschule, welches ein Maskenattest vorweist, musste in den Pausenzeiten im Klassenraum bleiben, während andere Kinder auf dem Schulhof spielen durften.

Dass es auch anders geht, zeigt die neue Grundschule, in die ihr Sohn jetzt geht. Da dürfen Schüler mit Masken und mit Attest nebeneinander einvernehmlich lernen, schildert Christ. „Das geht aber nur, wenn die Lehrer die Kinder entsprechend anleiten. In der neuen Schule war es nie ein Thema, dass mein Kind anderen schaden könnte, nur weil es keine Maske trägt.“

Mittlerweile, so schildert die vierfache Mutter, ist sie an einem Punkt angekommen, wo jeder in ihrem Umfeld weiß, wo sie steht. „Außerdem bin ich der Meinung, dass man jetzt Farbe bekennen muss. Und wenn das noch mehr Menschen tun, dann kommt das zu einem Domino-Effekt.“


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