Dänischer Fußballer Eriksen nach Kollaps bei EM „wach“ und in stabilem Zustand

Epoch Times13. Juni 2021 Aktualisiert: 13. Juni 2021 7:28
Der dänische Nationalspieler Christian Eriksen hat seinen Zusammenbruch bei einem Vorrundenspiel der Fußball-Europameisterschaft überlebt.

Bei der Fußball-Europameisterschaft hat ein dramatischer Zwischenfall für Erschütterung gesorgt: Im Vorrundenspiel Dänemark gegen Finnland brach der dänische Nationalspieler Christian Eriksen zusammen, so dass auf dem Spielfeld Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden mussten. Mitspieler und das Publikum waren schockiert, einige von ihnen weinten. Später erklärte der dänische Fußballverband, der 29-jährige Inter-Mailand-Spieler sei „wach“ im Krankenhaus und habe bereits mit seinen Mitspielern sprechen können.

Eriksen war beim Spiel gegen Finnland kurz vor Ende der ersten Halbzeit auf dem Spielfeld kollabiert. Rettungskräfte begannen daraufhin mit Wiederbelebungsmaßnahmen auf dem Rasen. Die dänischen Spieler bildeten einen Kreis um Eriksen, um ihren Mannschaftskameraden vor Blicken zu schützen. Wie auf Fernsehbildern zu sehen war, brachen einige von ihnen sowie auch Zuschauer in Tränen aus.

Später wurde Eriksen abgeschirmt von Planen auf einer Trage vom Platz gebracht und in die Kopenhagener Klinik Rigshospitalen transportiert. Der dänische Fußballverband teilte später im Onlinedienst Twitter mit, der 29-Jährige befinde sich „wach“ im Krankenhaus, sein Zustand sei „okay“. Eriksen müsse sich jedoch noch ein paar medizinischen Tests unterziehen.

Däne in „stabilem“ Zustand

Die Uefa sprach von einem „stabilen“ Zustand des Dänen. „Momente wie diese rücken alles im Leben ins richtige Licht“, erklärte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin.

Eriksens Verein Inter Mailand, mit dem er dieses Jahr italienischer Meister geworden war, wünschte ihm via Twitter gute Besserung: „Forza Chris, all unsere Gedanken sind bei Dir.“ Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft twitterte: „Wir sind in Gedanken bei Dir und wünschen Dir gute Besserung!“

Peter Möller vom dänischen Fußballverband DBU sagte: „Wir hatten Kontakt zu ihm, die Spieler haben mit Christian gesprochen.“ Dies seien „großartige Neuigkeiten“. Eriksen gehe es „gut und sie spielen das Spiel für ihn“, fügte Möller mit Blick auf Eriksen und seine Mannschaftskameraden hinzu. Die Uefa erklärte, die Fortsetzung der Partie sei auf Bitten der „Spieler beider Mannschaften“ beschlossen worden.

Nachdem das Spiel mehr als anderthalb Stunden unterbrochen war, wurden gegen 20.30 Uhr die verbliebenen Minuten der ersten Halbzeit zu Ende gespielt. Auch das ZDF nahm seine zwischenzeitlich unterbrochene Übertragung des Spiels wieder auf. Die rund 16.000 Zuschauer im Kopenhagener Stadion reagierten auf die Fortsetzung des Spiels mit Applaus.

Kritik an Live-Übertragung von Wiederbelebung

Kritik an der Live-Übertragung von Eriksens Wiederbelebung kam vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV). „Das ist unverantwortlich und widerspricht der journalistischen Ethik“, erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall. Journalismus dürfe „nicht derart voyeuristisch“ sein. Das ZDF sei nun „in der Pflicht, diese eklatante Fehlentscheidung aufzuarbeiten“.

Finnland gewann die Partie schließlich mit 1:0. Für Finnland ist es die erste Teilnahme an einem größeren Fußball-Turnier der Herren. Dänemark war 1992 überraschend Europameister geworden.

Die Fußball-EM war wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf diesen Sommer verschoben worden. Anders als sonst üblich findet sie dieses Mal nicht in ein oder zwei, sondern in zehn Ländern statt. Kopenhagen ist einer der elf Austragungsorte, das Endspiel soll am 11. Juli in London stattfinden. Auch die deutsche Nationalmannschaft hat sich für das Turnier qualifiziert. Ihr erstes Spiel findet am Dienstag statt – in Gruppe F gegen Frankreich.

2003 war bei einem Confed-Cup-Spiel der Spieler Marc-Vivien Foé aus Kamerun während eines Halbfinal-Spiels zusammengebrochen und gestorben. Eine Autopsie ergab, dass der 28-Jährige unter einem Herzfehler gelitten hatte. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion