Werder lebt nur im Training auf

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Steht unter Druck: Werder-Trainer Viktor Skripnik.Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Epoch Times16. September 2016
Acht sieglose Spiele hat Sportchef Frank Baumann seinem ehemaligen Mitspieler Viktor Skripnik zugestanden. Auf dieses Treuebekenntnis, etwas leichtfertig nach der 0:6-Auftaktleite beim FC Bayern München geäußert, sollte sich Werder Bremens Trainer indessen nicht verlassen.

Bei vielen Bremer Fans hat der Coach schon vor der schweren Auswärtspartie bei Borussia Mönchengladbach jeglichen Kredit verspielt. In Gladbach droht am Samstag (18.30 Uhr) die vierte Pflichtspiel-Niederlage in Serie – sie würde die Geduld von Baumann mit Skripnik auf eine harte Probe stellen.

Der Werder-Manager wollte zum Start der englischen Woche in der Fußball-Bundesliga den Druck auf den Trainer nicht noch mehr erhöhen. „Keiner wird von uns in Gladbach ein Offensivspektakel erwarten“, betonte Baumann. Er forderte aber eine geschlossene Teamleistung und bezog die beiden Heimspiele gegen Mainz 05 und VfL Wolfsburg in der nächsten Woche in seine Zielvorgabe mit ein: „Wir haben die Hoffnung, dass wir nach den drei Spielen in der Tabelle deutlich besser dastehen.“

Die personelle Lage beim Tabellenletzten bleibt aber angespannt. Offensivmann Fin Bartels fällt am Samstag wegen anhaltender Adduktorenprobleme aus. Er ist neben Torjäger Claudio Pizarro, Max Kruse, Philipp Bargfrede, Santiago Garcia und Luca Caldirola der sechste Startelf-Kandidat, den Skripnik nicht einsetzen kann. „Wir wollen dennoch einen mutigen Auftritt zeigen“, kündigte Skripnik an. Er kann in Gladbach zumindest auf U21-Nationalspieler Serge Gnabry bauen. Der hatte wegen Knieproblemen im Training kürzer getreten.

Der umstrittene Coach lud in der Woche den Werder-Kader mit seinen vielen neuen Spielern zu einer Fahrt auf einem Torfkahn ein. Eine Teambuildingmaßnahme, die angesichts der merkwürdigen Stimmung im Team sicherlich sinnvoll war. „Ich habe von den Spielern einen sehr guten Eindruck. Im Training herrscht richtig Leben, leider nur im Training. Wir wollen das jetzt im Spiel sehen“, erklärte der Trainer.

Der eigenwillige Ukrainer weigerte sich standhaft, Angaben zur möglichen Aufstellung im Borussia-Park zu machen. Er gab aber zu, dass er seine Spieler an den unerwarteten Bremer 4:3-Sieg in Mönchengladbach im DFB-Pokal der vergangenen Saison erinnert habe. „Das kann eine positive Wirkung haben“, sagte Skripnik. Er hofft auf einen Gladbach-Effekt. Auch im Vorjahr siegte Werder am dritten Spieltag gegen die Borussia – damals allerdings im eigenen Stadion.

(dpa)


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