Die deutsche Goldmedaillengewinnerin Jessica von Bredow-Werndl auf TSF Dalera posiert nach der Siegerehrung für das Einzelfinale des Dressur-Grand-Prix-Freistils während der Olympischen Spiele 2020 in Tokio im Equestrian Park in Tokio am 28. Juli 2021.Foto: JULIAN FINNEY/POOL/AFP über Getty Images

Gold und Silber für Deutschland im Dressur-Einzel – Olympia-Traum für Fußballer geplatzt

Epoch Times28. Juli 2021 Aktualisiert: 28. Juli 2021 17:51
Aus und vorbei – nach einem 1:1 gegen die Elfenbeinküste ist das deutsche Team bei den Olympischen Spielen in der Vorrunde gescheitert. Dafür waren andere deutsche Athleten erfolgreich und holten sich einen Platz auf dem Siegertreppchen.

Bei den Olympischen Spielen in Tokio haben die deutschen Dressurreiter Gold und Silber gewonnen. Jessica von Bredow-Werndl konnte sich am Mittwoch mit „Tsf Dalera“ im teaminternen Duell gegen Isabell Werth mit „Bella Rose 2“ durchsetzen. Von Bredow-Werndl hatte mit einer Jury-Wertung von 91,732 Prozent einen sehr starken Auftritt vorgelegt, den Werth mit 89,657 Prozent nicht kontern konnte.

Bronze ging an die Britin Charlotte Dujardin mit „Gio“ (88,543 Prozent). Für die deutsche Equipe ist es das erste Gold im Einzel seit 1996, als Werth erfolgreich war. Die Deutsche Dorothee Schneider kam in Tokio auf 79,432 Prozent Prozent und damit den 15. Platz im Dressur-Einzel. Werth bleibt mit sieben Gold- und jetzt fünf Silber-Medaillen bei Olympischen Spielen die erfolgreichste Reiterin der olympischen Geschichte. Die deutschen Dressurreiter hatten am Dienstag bereits im Mannschaftswettbewerb Gold geholt.

Deutsche Fußballer scheiden bei Olympia in Vorrunde aus

Der Traum von einer Olympia-Medaille ist für Max Kruse und Co. jäh geplatzt.

Trotz guter Chancen und des ersten Auftritts vor Zuschauern kam die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz in Rifu gegen die Elfenbeinküste nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und belegte damit nur den dritten Platz in Gruppe D. Vor fünf Jahren hatte Deutschland bei den Sommerspielen in Rio noch Silber geholt, nun geht es schon nach der Vorrunde zurück nach Hause.

Damit endete die Olympia-Mission 52 Tage nach dem Triumph bei der U21-EM mit einer großen Enttäuschung.

Erste Medaille für Schwimmer seit 13 Jahren

Die Deutsche Sarah Köhler hat über 1.500 Meter Freistil Bronze geholt und damit die erste Medaille für die deutschen Schwimmer bei Olympia seit 13 Jahren. Die 27-Jährige schwamm 15:42,91 Minuten und schlug damit gut fünf Sekunden nach der US-Amerikanerin Katie Ledecky an, Silber bekam ihre Landsfrau Erica Sullivan. Die ehemalige Vize-Weltmeisterin Franziska Hentke verpasste hingegen den Endlauf über 200 Meter Schmetterling deutlich und deutete anschließend ihr Karriereende an.

Doppelvierer der Frauen verpasste die sicher geglaubte Medaille

Der Doppelvierer der Frauen verpasste die schon sicher geglaubte Medaille wegen eines Fehlers im Schlusssprint. Das Quartett kam aus dem Rhythmus und konnte damit nicht mehr auf einen Medaillenrang fahren. Seit der Aufnahme der Bootsklasse in das olympische Programm im Jahr 1988 hatte ein deutscher Frauen-Doppelvierer das bislang immer bei Olympia geschafft.

Deutschen Basketballer feiern ihren ersten Sieg

Die deutschen Basketballer haben gegen Nigeria ihren ersten Sieg gefeiert und können trotz der Auftakt-Niederlage gegen Italien noch auf den Viertelfinaleinzug hoffen. Beim Zeitfahren zerplatzte für Lisa Brennauer der Traum von der Medaille, wie schon im Straßenrennen fuhr sie auf Rang sechs. Gut lief es hingegen für die deutschen Säbelfechter. Die haben mit einem Sieg gegen Sportler aus Russland das Halbfinale des Mannschaftswettbewerbs erreicht. Und auch die deutschen Judokas Giovanna Scoccimarro und Eduard Trippel haben ihre Auftaktkämpfe gewonnen.

Wasserspringer Hausding und Rüdiger gewinnen Bronze

Patrick Hausding und Lars Rüdiger haben sich im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett mit beeindruckender Nervenstärke im letzten Sprung noch die Bronzemedaille gesichert.

Der Wassersprung-Rekordeuropameister und sein Berliner Teamkollege schoben sich am Mittwoch in Tokio auch dank Patzern der Konkurrenz noch auf den dritten Rang vor. Mit 404,73 Punkten betrug der Vorsprung auf Platz vier und Mexiko nur 4,59 Zähler. Gold ging mit klarem Vorsprung an die Chinesen Wang Zongyuan und Xie Siyi vor dem Duo aus den USA.

Für die deutschen Wasserspringer ist es die zweite Medaille der Spiele in Japan. Hausding freut sich bei seinen vierten und letzten Olympischen Spielen über seine dritte Medaille.

Tennisprofi Zverev zieht ins olympische Viertelfinale ein

Als erster Deutscher seit 21 Jahren ist Alexander Zverev beim olympischen Tennisturnier ins Viertelfinale der Einzel-Konkurrenz eingezogen.

Mit einer imposanten Aufschlag-Quote wurde der Weltranglisten-Fünfte am Mittwoch in Tokio beim 6:4, 7:6 (7:5) gegen den Georgier Nikolos Bassilaschwili seiner Favoritenrolle gerecht. Zverev beeindruckte insbesondere bei seinem Aufschlag, im ersten Satz gab er keinen Punkt bei eigenem Service ab.

In der Runde der besten Acht wartet am Donnerstag gegen Jeremy Chardy aus Frankreich oder den Briten Liam Broady erneut eine lösbare Aufgabe. Letzter deutscher Viertelfinalist im olympischen Herren-Einzel-Wettbewerb war Tommy Haas 2000 in Sydney, der am Ende Silber gewann. Bei den Damen holte zuletzt Angelique Kerber vor fünf Jahren in Rio de Janeiro die Silbermedaille.

Judoka Trippel verliert Olympia-Finale – Silber

Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio hat Judoka Eduard Trippel das Finale im Mittelgewicht verloren. Der 24-Jährige konnte sich nicht gegen den Georgier Lascha Bekauri durchsetzen, der damit die Gold-Medaille holte. Die Kämpfe um Platz drei gewannen Davlat Bobonov (Usbekistan) sowie Krisztian Toth (Ungarn).

Auf dem Weg ins Finale hatte Trippel zunächst den favorisierten Serben Nemanja Majdov besiegt. Im Achtelfinale konnte er Donghan Gwak aus Südkorea aus dem Turnier werfen, im Viertelfinale folgte der Ungar Toth und im Halbfinale Mihael Zgank aus der Türkei. Bei den Frauen verpasste unterdessen die Deutsche Giovanna Scoccimarro im Mittelgewicht die Chance auf Bronze: Sie unterlag im Kampf um Platz drei der Niederländerin Sanne Van Dijke.

Deutsche Handballer verlieren Kracher gegen Frankreich

Deutschlands Handballer haben im Olympia-Turnier die zweite Niederlage im dritten Vorrundenspiel kassiert.

Die DHB-Auswahl verlor gegen Rekord-Weltmeister Frankreich mit 29:30 (13:16) und belegt in der Gruppe A mit 2:4 Punkten vorerst nur den vierten Platz. Bester Werfer für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason war Timo Kastening mit sieben Toren.

Nächster Gegner der deutschen Mannschaft ist am Freitag Norwegen, ehe zum Abschluss der Gruppenphase am Sonntag das Duell mit Brasilien ansteht. Die ersten vier Teams jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale, für das neben Frankreich auch Europameister Spanien, Weltmeister Dänemark und der WM-Zweite Schweden bereits qualifiziert sind. (dpa/dts)



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