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Aluminium wird nicht nur für Frischhalteboxen benötigt, sondern auch für Karosserien (Autos, Straßenbahnen, Schiffe, Flugzeuge), dem Bauwesen (Dächer, Fassaden, Balkone), der Möbelbranche oder der Elektro- und Klimatechnik.Foto: iStock

Aluminium und Zink: Hohe Energiekosten lassen Produktion einbrechen

Von 30. Januar 2022
Hohe Energiekosten führen zu Produktionsausfällen bei Rohstoffen wie Aluminium und Zink. Der Rückgang ist beträchtlich.

In den letzten Monaten wurde europaweit die Produktion von Aluminium und Zink heruntergefahren. Ursache sind die steigenden Gas- und Stromkosten sowie höhere CO2-Kosten.

Es wurden Hüttenkapazitäten in Größenordnungen von rund 790.000 Tonnen Aluminium und rund 595.000 Tonnen Zink stillgelegt. Das bedeutet bei Aluminium rund 17 Prozent der gesamten europäischen Kapazitäten, bei Zink rund 24 Prozent.

Durch die hohen Energiekosten könnten weitere Drosselungen der Produktion oder auch Stilllegungen drohen, warnt die Deutsche Rohstoffagentur.

Zink, Blei, Mangan, Aluminium

Europäische Metallproduzenten von Ferrolegierungen kündigten bereits seit dem 3. Quartal 2021 an, temporär die Produktion zu reduzieren.

Im November erklärte das Unternehmen Glencore (Schweiz), welches Zink- und Bleierz verarbeitet, dass es die Blei-Zink-Produktion im italienischen Portovesme vorerst auf Grund der hohen Energiepreise einstellt. Zink ist als Korrosionsschutz nicht nur bei Stahl- und Eisenteilen präsent, es wird am Bau (z.B. Regenrinnen), in der Automobilindustrie, der Chemie- und Pharmaindustrie und anderen Bereichen benötigt.

Auch die Trimet Aluminium SE kündigte im Dezember 2021 an, die Produktion von Aluminium an den Standorten Voerde und Hamburg um rund 30 Prozent zu drosseln. Das Familienunternehmen testet zudem ein Verfahren, bei dem sich die Elektrolyseöfen flexibel an schwankende Strommengen aus Wind- und Sonnenkraftanlagen anpassen können. Am 18. Januar besuchte Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, die Aluminiumhütte in Hamburg. Bis Ostern will der Minister einen Vorschlag einer Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes unterbreiten, dass die Stromsorgen lösen soll.

Nyrstar, der größte europäischer Hersteller von Feinzink, kündigte am 13. Oktober 2021 an, die Produktion in seinen drei europäischen Hütten angesichts der steigenden Energiepreise um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Im Dezember berichtete Nyrstar, dass es die Produktion am Standort Auby in Frankreich einstellt.

Ferroglobe gab im Januar 2022 bekannt, die Produktion von Manganlegierungen im spanischen Boo zu drosseln. Für die Anlage Monzón wurde eine Reduktion um 25 Prozent angekündigt. Das Unternehmen ist ein führender Hersteller von Siliziummetall, Siliziumlegierungen und Legierungen auf Manganbasis. Seine Produkte stecken in Branchen wie Solar, Elektronik, Automobil, Konsumgüter, Bauwesen und Energie. Im November teilte die Geschäftsführung mit, dass Öfen im Leerlauf gehalten werden, um die Energiekosten im Rahmen zu halten. In Spanien haben sich die Energiepreise in den vergangenen Monaten vervierfacht.

In Europas größter Aluminiumhütte in Dunkerque wurde seit November die Produktion heruntergefahren. Mittlerweile fehlt mehr als ein Siebtel der Produktion. Frankreichs Industrieministerin, Agnès Pannier-Runacher, besuchte Ende Januar das Unternehmen und ermöglichte die Erweiterung des „Arenh“-Programms. In diesem Rahmen können Unternehmen günstigen Atomstrom beziehen. Die Aluhütte wird damit um 300 Millionen Euro Mehrkosten entlastet, sie wurde Anfang der 1990er-Jahre in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerks Gravelines erbaut. Energiekosten machen in der Branche mindestens ein Drittel der Betriebskosten aus.

In den Niederlanden stand der Aluminiumproduzent Aldel (Region Gronigen) kürzlich vor der dritten Insolvenz. Das Werk wurde in der Nähe zum Groningen Erdgasfeld erbaut. Der Staat baut die Förderung für Erdgas ab, auch hier steigen die Energiekosten.

Warnungen der Rohstoffagentur

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) stellt fest, dass die hohen Energiepreise die Hersteller dazu zwingen, Verluste abzuwenden. Allerdings könnten diese Maßnahmen zu „steigenden Rohstoffpreisen führen und die Versorgungssicherheit europäischer Unternehmen bedrohen, gerade in Zeiten angespannter Lieferketten“.

Zum anderen könnten die globalen Klimaschutzbemühungen untergraben werden, warnt die DERA. Die reduzierte Produktion in Europa müsste durch Importe ausgeglichen werden, die eine schlechtere CO₂-Bilanz aufweisen.



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